Es ist kein Wunder, dass sich bei uns im Westen ganze Generationen von Filmemachern bemühen, den Werken japanischer Vorbilder nachzueifern. Man denke an Klassiker wie The Magnificent Seven, einem Klon des Kurosawa-Meisterwerks The Seven Samurai, oder an das Japsploitation-Sammelsurium Kill Bill, um nur zwei Beispiele unter vielen zu nennen. Die Welt dieser japanischen Vorbildfilme hat einfach von allem etwas: Action, Gefühl, komplizierte Figuren und vor allem Pathos, Pathos, Pathos!
Auch im Comic hat diese Japan-Begeisterung Spuren hinterlassen und das bezieht sich nicht nur auf den allgemeinen Manga- und Hentai-Boom. Auch typische Stilmittel des Mangas haben spätestens seit Frank Millers langjähriger Daredevil-Ära Eingang in die westliche Comic-Szene gefunden. Neu ist aber, dass sich auch der Manga-typische Samurai-Stoff nun fest im westlichen Genre-Katalog etabliert hat. Neben der Okko-Reihe von Hub bietet Saverio Tenutas Die Legende der scharlachroten Wolken ein Paradebeispiel für diesen Trend. Der erste Band hört auf den Titel Die Stadt, die zum Himmel spricht und ist ein vielversprechender Auftakt.