Die Bilder: Das Konzept des Bandes ist eine Art Fotoausstellung. Die Bilder erzählen von den 40er-Jahren in New York, dem Treiben am Broadway, in Harlem, Manhattan. Das wilde, unbeherrschbare, bunte New York ist hier noch nicht die hochtechnisierte von Highways durchzogene Stadt. Es sind die Hinterhöfe, die Blicke in Seitenstraßen, das Leben der Nacht, Straßenmärkte, Leuchtreklame, Schilder. Die Einsamkeit. Dazwischen immer schon ein Blick aufs Meer, den Hafen, die Schiffe. Der Weg nach Boston entlang der Route 40. Tramper. Tankstellen. Lastwagen. Dann Matrosen. In einer Kneipe, bei den Arbeiten an Deck, in der Messe, Kombüse, in der Koje. Lesend. Beim Kartenspiel. Grandios die großformatigen Repros.
Die Übersetzung: Michael Mundhenks Übersetzung behält den Gestus des Abenteuers Wesley: Die Zigarre füllte seinen Mund mit dem bitteren Geschmack, nach dem er sich gesehnt hatte; zwischen den Zähnen fühlte sie sich groß und stattlich an. Seine Sprache pulsiert im Rhythmus des heißen Asphalts. Um drei Uhr standen sie in der Nähe des Bronx Park am Straßenrand, wo ihnen die vorbeirauschenden Autos heiße Staubwolken ins Gesicht wirbelten. Bill saß auf seinem Koffer, während Wesley gelassen dastand, mit geschultem Blick Wagen auswählte und den Daumen heraushielt.
Fazit: So zufällig wie Wesley am Riverside Drive auftaucht, so zufällig blendet Kerouac am Ende des Bandes seinen Helden wieder aus: Er schlurft er davon und hörte nichts mehr. Er ging zum Bug und stemmte sich in den starken, von Norden blasenden Wind, dessen scharfe Kälte ihm ins Gesicht biss und der seinen Schal wie einen Wimpel hinter ihm flattern ließ. – Mein Bruder, die See ein gelungener Auftakt zur Beatgeneration.
