Steppen und Oasen
Welche Vielfalt zeigen doch die Wüsten dieses Erdballs: Hier bräunlicher Abraum einer ehemaligen Bergarbeitersiedlung in Chile, dort die lichten Dünen der südafrikanischen Atlantikküste; hier die öden Weiten des Death Valleys; dort eine fruchtbare Oase in der steppenartigen Wüste Gobi; hier die rötliche Erde Algeriens, dort das »weiße Meer« der Anden, ein unendlicher Salzsee in Bolivien; hier die Geröllwüste der Sahara, dort das überraschende Grün von Tamarisken und Kapernsträucher im Negev.
Und mitten darin leben Schriftstellerinnen und Künstlerinnen, die wir kennenlernen, eine Winzerin, eine Archäologin, eine Ingenieurin, eine Bürgermeisterin, eine Hotelbesitzerin, eine Sängerin, eine Sportlerin, eine Insektenforscherin. Gestandene Frauen sind es meist, Visionärinnen, Aktivistinnen und Kämpferinnen. Mal Nomaden-, mal Zahnarzttochter. Mal örtliche Gewerkschaftsvorsitzende, mal nationale Vertreterin der Ureinwohner. Frauen in Trekkinghosen, im Nonnen-Habit, in Schutzkleidung, im Schleier, in Shorts, in wehenden, kunstvoll verzierten Gewändern.