Grafisch verstörrend
Zwar ist der Zusammenbruch der Ordnung ein regelmäßig wiederkehrendes Motiv in allen Arkham Asylum-Comics, doch hier bricht nicht der Horror aus, sondern das narrative Gefüge auseinander. Holperig wird die Handlung, als sich auch die anderen Insassen zu Wort melden und entfalten wollen. Das narrative Hin und Her geht in einer Vielzahl von Stimmen unter und die Geschichte franst aus.
Überdeutlich wird diese Tatsache an den captions in Arkham Asylum: Madness. Die Textboxen wollen einfach nicht zu den restlichen visuellen Darstellungen passen, sondern wirken eher wie Fremdkörper in der Irrenanstalt. Zunächst sind es nur die giftgrünen Kästen des Jokers und die hellblauen von Sabine. Keine Erklärung wird geliefert, waum der Text in den grünen Kästen mal weiß und mal gelb ist. Auch wenn sich nur die grünen und blauen Kästen sowie Sabine und der Joker beim Showdown treffen, hat das Orchester der Verrückten bereits den Fluss einer kohärenten Erzählung unterbrochen.
Als inoffizielles Sam Kieth-Artbook funktioniert der Arkham Asylum: Madness sehr gut. Doch eine ausgefeilte Geschichte, die den Horror hinter den Mauern von Arkham Asylum vermittelt, bietet der Comic nicht.