Nicht, dass Jonsson kein Teamplayer wäre. Im Gegenteil. Der Isländer, der bereits im zarten Alter von sieben Jahren zur Posaune griff, ist so manchem vielleicht bekannt durch seine Touren mit dem Faröer Teitur oder dem dänischen Popstar Tina Dico. Für letztere schreibt er teilweise auch Stücke und produziert. Er war Teil des Musiker-Kollektivs, das mit der sogenannten „Whale-Watching Tour“ on the road war und hat auch in die Bereiche Jazz und Klassik seine Fühler schon ausgestreckt. All das kommt sollte Entwicklung eines eigenen Stils entgegenkommen. Man könnte Jonsson grob in die Schublade Singer-/Songwriter stecken. Doch mit bärtigem Retrofolk und Wandergitarre hat er es nicht so. Auf elfenhaft, ätherisch oder außerweltlich getrimmt, wie man es isländischen Künstlern gerne zuschreibt, sind seine Kompositionen auch nicht.