So, jetzt aber nach Berlin. Sascha Ring, bestens bekannt als Apparat, will bis auf weiteres erst mal nichts mehr hören von wegen »tanzflächenorientiert«. Nach zehn Jahren tauscht er Computer gegen Instrumente und tritt im Bandkontext auf. Das Ergebnis wird unterschiedlichste Reaktionen auslösen. Wichtig ist zunächst, dass dieser Kurswechsel sicher keinen Trend-Abwägungen geschuldet ist. Spätestens, wenn man Ring und Co. (etwa beim Melt!-Festival) live agieren sieht, weiß man: da folgt jemand seinen Emotionen. Ein Wort, dass beim Hören von The devils walk eine wichtige Rolle spielt. Ebenfalls: verträumt, verspielt, atmosphärisch – gar romantisch. Da müsste es schon mit dem Teufel zugehen, wenn dieses Album nicht gleichermaßen neue, enthusiastische Hörer erreichen sollte wie es gleichzeitig Aufschreie „alter“ Fans geben wird: lahmarschig, nicht elektronisch genug, früher war das aber ... Auf alle Fälle ein soundtechnisch dichter Trip, für den man sich Zeit nehmen und bei dem man eventuelle Erwartungen zunächst mal zurückstellen sollte.