Verraten und verspielt
Indie meets HipHop: Das Duo Broken Bells vermag aus diesem musikalischen Zusammenstoß keine Funken zu schlagen. Von JÖRG VON BILAVSKY
Dampfer der guten Laune
Drei Hamburger Jungs rocken auf der Bühne ab. Postpubertär aber spaßig. Von JÖRG VON BILAVSKY
Soundgebete aus dem Sündenbabel
Ebenso unverzichtbar wie die literarische Erfindung des Warpantriebes für die schlüssige Erzählung im Bereich der Science Fiction, ist es für das Warp-Label, sich stets neu zu erfinden, um in andere Käufergalaxien vorzudringen. Von TOM ASAM
Wechselnde Perspektiven
Das mittlerweile fünfte Album der burgenländischen Band Garish ist vielleicht tatsächlich ihr schönstes geworden, weil es sowohl klug als auch leicht ist. Von TINA MANSKE
Freakfolk aus dem Reich der Pilze
Erstmalig verlässt Tara Burke für die Aufnahmen zu einem Fursaxa-Album die eigenen vier Wände, um mit anderen Musikern im Studio aufzunehmen. Und kehrt mit einem sehr interessanten Album zurück. Von TOM ASAM
Danish Dynamite
Wie das Booklet dank Angabe der Gitarrengriffe beweist, benötigt dieses Quartett nicht viele Akkorde, um für abwechslungsreichen Groove zu sorgen. Von JÖRG VON BILAVSKY
Erst beflissen, dann befreit
Na schön, es gibt Elektro-Autos, aber gibt es auch Elektro-Opern? Jetzt schon: Die innovativen Geschwister The Knife aus Schweden haben's erfunden, zusammen mit Planningtorock und Mt. Sims. Von TINA MANSKE
Immer 100-prozentig
In Großbritannien hat man sich bereits darauf verständigt, LoneLady zum nächsten großen Ding auszurufen, und warum auch nicht? Diese Musik ist ein Riesenversprechen. Von TINA MANSKE
Internationale Stilküche
Kaum zu glauben, dass diese musikalischen Leckerbissen den europäischen Pop-Gourmets bisher noch nicht auf die Plattenteller gerutscht sind. Von JÖRG VON BILAVSKY
Tanz das Syndrom
Die Sterne sind immer noch die Garanten für die etwas andere, für die stilvolle Systemkritik. Von TINA MANSKE
Flamenco in Spuren
In Kuba hat Concha Buika zusammen mit dem großen Chucho Valdes eine schon fast klassische Son- und Bolero-Produktion eingespielt - inklusive Pathos, inklusive Erotik. Von THOMAS WÖRTCHE
Irritierend
Neun Instrumentalstücke mit atmosphärischem Abwechslungsreichtum und einer gelungenen Mischung aus Techno- und Klassikklängen. Von JÖRG VON BILAVSKY
Standards, aufgebrochen
Solider, spannender und konzentrierter Kammer-Jazz, modal und/oder modern, nie postmodern, nie free, aber mit großer Freiheit gespielt, immer formgebunden. Von THOMAS WÖRTCHE
Bitte einfach mal unplugged
Studnitzky spielt alle Instrumente selbst – Klavier und Trompete treten in einen sehr schönen Dialog, den wir aber auch schon gehört zu haben glauben. Im günstigsten Fall auf allerlei ECM-Produktionen von Tomasz Stanko (oder so). Von THOMAS WÖRTCHE
Indierock ohne Verfallsdatum
Über drei Jahre hat die Band um Doug Martsch gebraucht, um ein neues Album fertigzustellen. Heutzutage eine halbe Ewigkeit. Aber es ist nie zu spät, neue Freunde hinzuzugewinnen. There is no enemy. Von TOM ASAM
60s-Unschuld aus der Stadt
Viele Ooohs und Aaahs, Choreinlagen, viel orchestrales Geklingel. Dass die Gesangseinlagen der beteiligten Künstler dabei meist eher schräg denn perfekt klingen, trägt zum seltsamen Charme dieser Platte bei. Von TINA MANSKE
Gar nicht unerhört
Echos allerorten – mal ein bisschen John Lurie und früher John Zorn, natürlich jede Menge Glass und Reich, dann wieder Marimba- und Steelband-Gutlaunigkeit und plötzlich Ornette-Coleman-affine free jazz-Teile mit kleinen elektronischen Blitzen. Von THOMAS WÖRTCHE
Anmutige Pop-Epen en miniature oder Schlaumeiermusik?
Nun also der zweite Streich! Als oberschwäbischer Retter der ernstzunehmenden deutschen Pop-Musik wurde Konstantin Gropper, der einsame Mann hinter Get Well Soon, dereinst gefeiert. Daran hat sich auch auf seinem zweiten Album „Vexations“ nichts geändert. Von SEBASTIAN KARNATZ
Weltreise
"Dunya" ist eine ungemein entspannte Fusion aus Funk, Soul, Afrikana und Jazz - entspannt, aber dennoch fordernd. Man merkt, hier ist einer, der nicht nur Spaß an der Sache hat, sondern auch einen Hintergrund. Von TINA MANSKE
Melancholische Traditionspflege
Zwei neue Folk-Veröffentlichungen könnten dazu imstande sein, Freunden gepflegter melancholischer Akustikklänge einen schönen Vorfrühling zu bereiten. Traditionspflege für ästhetisch bewusste Hörer. Von SEBASTIAN KARNATZ
Unbeschriebenes Blatt
Ihrem Ruf als „Pioniere des gitarren- und synthielastigen Darkwaves an der Schnittstelle zwischen Punk und Dance“ machen For Against mit diesen neun Songs keine Ehre. Von JÖRG VON BILAVSKY
Musikalische Vitamin C-Bombe
Auf zwei CDs stehen diversen Krautrockpionieren zwei Generationen von Musikern gegenüber, die mehr oder weniger von diesen „Masters“ beeinflusst sind. Vortrefflich geeignet zum Entdecken und Herstellen von musikalischen Bezügen über Zeit, Raum und Genregrenzen hinweg. Von TOM ASAM
Verfeinert und vergröbert
Die vordergründig unbekümmerte, musikalisch jedoch hochversierte Melange aus Afrobeat, Wave, Reggae und Pop überzeugte auf dem Debüt von 2008 und tut es auch jetzt. Von CHRISTINA MOHR
Bitte oszillieren Sie!
Nach "Pure Vernunft darf niemals siegen" (2005) und "Kapitulation" (2007) legen die Hamburger mit „Schall und Wahn“ laut Ankündigung der Plattenfirma den dritten Teil einer sogenannten Berlin-Trilogie vor. Von TOM ASAM
Wiedergänger
Eine abwechslungsreiche Reise von Psychadelic zu Techno, mit weitläufigen Abstechern in alle möglichen anderen musikalischen Gefilde. Von TINA MANSKE
Substanz und Leichtigkeit
Zum 100. Geburtstag hat Susie Reinhardt, eine weitläufig mit Django verwandte Musikerin (Hoo Doo Girl) und Journalistin aus Hamburg, 20 Titel zu Ehren des großen Sinti-Musikers zusammengestellt. Von THOMAS WÖRTCHE
Afro-europäischer Spagat
"The Prester John Sessions" ist eine aufregende Reise hin und her zwischen den Kontinenten, zwischen verschiedenen Kulturen und Musiken. Von TINA MANSKE
Der Letzte seiner Mischpoke
War "Electro Shock Blues" damals die Bewältigung der frühen Tode von Mutter, Vater und Schwester, ist "End Times" jetzt auf gleicher Höhe bei der Bewältigung von Liebeskummer. Von TINA MANSKE
Finnischer Fasching
Oft als finnische Variante des Foxtrott bezeichnet, sind die beschwingten Songs im 2/4-Takt herrlich anarchisch. Von JÖRG VON BILAVSKY
Junger Schwede!
The Bear Quartet rocken gegen blinde Anpassung und eingefahrene Konventionen, doch sie können auch gelassener mit ihrer Wut umgehen. Von JÖRG VON BILAVSKY
Dunkle Romantik und großer Pop
Ein Album, das so frisch und eigenständig rüberkommt, dass man kaum glauben kann, dass diese seit einigen Monaten über dunkle Kanäle zu beziehende CD noch immer nur ausschließlich über die My-Space-Adresse der Band erhältlich ist. Von SEBASTIAN KARNATZ
Kein einziger Hänger
Was soll man eigentlich noch sagen über ein Album, das Geschichte geschrieben hat wie dieses, das unter den Top-Ten der besten Alben aller Zeiten nicht nur des Rolling Stone rangiert und das Myriaden von Musikern als besonders einflussreich für ihre Sozialisation eingestuft haben? Von TINA MANSKE
Gepflegt bis halblang
Echte Männer tragen ihr Haar wahlweise extrem lang oder extrem kurz, sie rülpsen und furzen vollkommen enthemmt, arbeiten gerne mit Holz und hören echten, harten Rock. Von SEBASTIAN KARNATZ
Tüftel, tüftel
Wie wohltuend ist es, nach etlichen ermüdenden Electro-Sessions und den Holzhammer-Beats so mancher Techno-Jünger wieder einmal dem ausgetüftelten Sound von Yello lauschen zu können. Von JÖRG VON BILAVSKY
Nicht everybody`s darling
Jede Art von verbaler Deutlichkeit ist durch Nauras primäre künstlerische Arbeit gedeckt und last not least durch seine Qualitäten als bedeutender Pianist. Von THOMAS WÖRTCHE
Einstiegsdroge
Die Kombination arabischer Musik mit so ziemlich allen Idiomen westlicher Musik zwischen Jazz, Soul und Blues, die Khalils Markenzeichen neben seiner unglaublichen Beherrschung des Oud (eine Art Laute) ist, bringt eine extrem organisch klingendes Amalgam hervor, bei dem allerdings die einzelnen Elemente deutlich hörbar und sozusagen „unbeschädigt“ bleiben. Von THOMAS WÖRTCHE
"These go to eleven!"
Viele halten diesen Film für die lustigste Musiksatire überhaupt – und selbst wenn es von diesen tatsächlich so viele gäbe, wie's solch eine Aussage glauben macht, wäre „This is Spinal Tap“ garantiert ganz vorne mit dabei. Von TINA MANSKE
Kontrolle und Verlust
Rückkopplungen des Verstärkers, verkehrtherummes Drehen an Reglern, Oszillieren der Schaltkreise, Klirren von Glas - das geordnete Chaos ist Radians Stilprinzip. Von TINA MANSKE
Abenteuerliche Mischung
LaBrassBanda schwebt nicht mehr so leicht über den Wassern, sondern steht mit beiden Beinen fest auf dem Boden. Von THOMAS WÖRTCHE
Schnell und unbewegt
Songs, deren Schönheit sich im Schneckentempo aus dem Haus schält, denen man bei der Entpuppung zuhören kann - und ein paar Fragen an Graham Langley. Von TINA MANSKE
Gänsehautmusik!
Ein großes letztes Projekt einer der ganz großen Stimmen des 20. Jahrhunderts. Von THOMAS WÖRTCHE
Musik gegen Melancholie
Folk und Country bilden nur noch die Grundierung für einen Sound, der mal an Bob Dylan, mal an Jethro Tull oder The Drowning Men erinnert. Von JÖRG VON BILAVSKY
Leichtfüßig
Diese Ehrung der 2007 verstorbenen Pianistin Alice Coltrane gerät zu einer spannenden Entdeckungsreise durch die Musik der Geehrten und durch die kompositorischen und improvisatorischen Welten Wirths. Von SEBASTIAN KARNATZ
Weibliche Traumvision
Ein hypnotisches, anti-avantgardistisches, cinematophiles Soundgemisch, fast vollständig ohne Text, dafür aber mit elektrifiziertem ätherischem Stimmbeitrag. Von AGIS SIDERAS
Prinzipiell
Das Motto lautet: Holt euch eure Zeit zurück, nehmt sie euch, macht die Dinge langsamer, konzentriert euch auf Dinge. Von TINA MANSKE
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Eine Geschichte, kein Skalpell
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1969 erschien Kurt Vonneguts Schlachthof 5 oder Der Kinderkreuzzug. Der Roman avancierte zur „Antikriegsfibel der Vietnam-Generation“, zum literarischen Meisterwerk der ...
Backsteinbröselsoundtrack
KiWi (und Der Hörverlag) legt nach: Jetzt, da der Hype um den Unendlichen Spaß abzuflauen droht, erscheint ein Hörbuch. „Ein Buch als Ereignis“ verspricht es ...
Verraten und verspielt
Indie meets HipHop: Das Duo Broken Bells vermag aus diesem musikalischen Zusammenstoß keine Funken zu schlagen. Von JÖRG VON BILAVSKY
Alice Doesn´t Live Here Anymore
Jeder Kameraschwenk enthüllt ein überbordendes Szenario aus Kitsch und Anti-Kitsch. Alice im Wunderland ist eine stimmige Balance aus finsteren Mittelalterverliesen und ...
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