Die Taube auf dem Dach - ab nächster Woche im Kino! Music for Films Casiokids: Topp stemning på lokal bar Interview mit Jane Goodall - und Gewinnspiel! Bradbury / Hamilton: Fahrenheit 451 Wolf Wagner: Tatort Universität
Donnerstag, 02. September 2010 | 20:08

 

Mit der Unbefangenheit eines Kindes

Man hat fast das Gefühl, Umberto Eco schreibt nur noch Vorworte, kürzlich in der SZ endlich die Ankündigung, er würde tatsächlich wieder an einem neuen Roman schreiben. Und unter uns: Es wäre ja auch eine Schande gewesen, würde einer der letzten großen Universalen zu einem literarischen Ansager verkommen ... Von CHRISTOPH POLLMANN

 

Warum ,,torture porn"? - Eine Verteidigung

Mit Antichrist von Lars von Trier hat das Genre des „torture porn“ seinen Weg in das Autorenkino gefunden und die Kritiker gezwungen, sich mit diesem Phänomen des vermeintlichen „Unterschichtenkinos“ auseinanderzusetzen. Der Band Terrorkino – Angst/Lust und Körperhorror des Filmwissenschaftlers Marcus Stiglegger trägt seinen Teil zu dieser Debatte bei. Von CHRISTOPHER FRANZ

 

Von Kanonstürmern und Lesern

Daniel Kehlmann rettet die Ehre seiner Generation und legt einen blitzgescheiten Band mit seinen jüngsten Literaturrezensionen vor. Von SEBASTIAN KARNATZ

 

Lost in Fascination

Weiß geschminkte Geishas vor üppiger Kirschblüte, drängende Menschenmassen in der U-Bahn, der Berg Fuji mit schneebedecktem Gipfel - unser Japan-Bild wird aus zahlreichen klischeebehafteten Quellen gespeist. Der Schweizer Fotograf Andri Pol hat einen weniger gewohnten Blick kultiviert und präsentiert nun ausgewählte Fotos der letzten zwei Jahrzehnte in einem bemerkenswerten Bildband. Von INGEBORG JAISER

 

"Senk ju vor träwelling."

Lektüre für die nächste Zugfahrt gesucht? Einsteigen bitte und Platz nehmen im Bordrestaurant! Serviert werden unglaubliche und doch alltägliche Geschichten von unterwegs. INGEBORG JAISER ist auf den Geschmack gekommen.

 

Problemfelder, zwiefach sprachvermögend bestellt

Aktuelle Robert-Schumann-Monographien von Peter Gülke und Martin Geck, gesichtet von HANS-KLAUS JUNGHEINRICH

 

Nur Fliegen ist schöner

Flughäfen sind Zentren der modernen Lebenswelt: Wartehallen und Duty-Free-Shops, Landebahnen und Check-In-Schalter, Passagiere und Bodenpersonal. INGEBORG JAISER ist fasziniert von dieser Mischung aus Schönheit und Horror.

 

Es war einmal vor Google-Earth ...

Rom, Weltstadt der Antike und Zentrum des Christentums, glich schon immer einem Moloch, dessen Herr zu werden der Mensch unablässig versuchte. In diesem Band zeichnen die beiden Autoren die Geschichte der Ordnung des Stadtkörpers mit Hilfe von Karten nach. Einen Überblick verschaffte sich CHRISTOPHER FRANZ

 

Unter Insidern

Norbert Abels liefert Ergiebiges zur Oper. Und Gustav Mahler ernüchtert uns gewaltig. Von HANS-KLAUS JUNGHEINRICH

 

Die Erweckung der Currywurst

Bodenständige literarische Hausmannskost verspricht Olsens Expedition durch die deutsche Imbisskultur: deftig, würzig, gehaltvoll. Selbst Vegetarierin INGEBORG JAISER ist da auf den Geschmack gekommen ...

 

Die Macht der Wörter: Ein Rückblick nach vorn

Was bewirkt Literatur? Einst traute man ihr eine Menge zu, nördlich und südlich der Alpen. Heute dominieren die pessimistischen Töne. Auch die hier erzählte Geschichte aus dem Piemont hat kein strahlendes Happy End. Aber so, wie sie uns aus diesem Buch entgegen tritt, verbreitet sie Licht und macht Mut, findet GISELA TRAHMS.

 

Ruhe im Zentrum des Sturms

Man braucht kein Experte zu sein, um zu verstehen, dass das Bedürfnis nach Entschleunigung in dem Maße zunimmt, je mehr unsere technisierte und ökonomisch durchrationalisierte Kultur den Faktor Zeit verknappt. Warum aber gerade das Konzept der Achtsamkeit für das Wohlergehen des Einzelnen eine zentrale Rolle spielt, eine Art Gegengift für toxische Zumutungen, zeigt das Autorentrio Weiss/Harrer/Dietz – allesamt Kenner auf dem Gebiet. Ihr „Achtsamkeitsbuch“ ist eine, auch für den Laien, gut lesbare Einführung in diese hochrelevante Thematik. Die zahlreichen Verweise, wie auch die praktischen Anleitungen und Exkurse, machen es erfreulich praxis- wie nachschlagetauglich. Von FRANK KAUFMANN

 

"Nothing you can think that can´t be thunk ..."

Der Untertitel der englischen Originalausgabe deutet es bereits an: Nicht allzu ernsthaft soll sie sein, die philosophische Auseinandersetzung mit den Beatles. Siebzehn US-amerikanische Philosophen, mehrheitlich Professoren ihres Fachs, haben die Herausgeber Michael und Steven Baur zu diesem Zweck im vorliegenden Essayband versammelt. Die Frage nach der Notwendigkeit eines philosophischen Buches über die Fab Four beantworten sie im Vorwort zunächst mit einem lapidaren „Warum nicht?“ Von KERSTIN SCHOOF

 

Ach, Philis!

Netten, gebildeten Männern mit Bart, die gerne Wein trinken, sollte man zuhören. Oder? Von CHRISTOPH POLLMANN

 

Niederauffahrt von Pier Paolo Pasolini

Neues & Unbekanntes von, über, gegen den italienischen Poeten. Zwei deutsche Publikationen erinnern an Pier Paolo Pasolini: der Dichter als Journalist der italienischen Badestrände mit den hässlichen Deutschen und der Dichter & sein maßloses Oeuvre im Lichte unserer Gegenwart. Von WOLFRAM SCHÜTTE

 

Die Zukunft ist zurück!

Pünktlich zur Premiere von Metropolis erzählt uns ein opulenter Bildband, wie es bei einem 83 Jahre alten Film, den irgendwie schon jeder kennt, noch einmal eine Premiere geben kann. JENS ESSMANN hat ihn gelesen.

 

Unter Brüdern

In dem jungen Wiener Dichter und Kunsthistoriker Klaus Demus fand der noch unbekannte Paul Celan einen Freund und Bewunderer, zu dem er ein besonderes Vertrauen fasste. Ihr Briefwechsel dokumentiert den Dialog zweier Außenseiter der deutschsprachigen Nachkriegslyrik und die erschütternde Ohnmacht der Freundschaft gegenüber Celans seelischer Erkrankung. Von ANDREAS MARTIN WIDMANN

 

Gedächtnis der Menschheit

Die einstigen Wissenstempel haben sich in Orte moderner Mediennutzung verwandelt. Ein Insider rollt die jahrtausendealte Geschichte der Bibliotheken neu auf. Von INGEBORG JAISER

 

 

Zur Genealogie der Globalisierung

Es ist eines der dicksten Bücher des letzten Jahres (1568 Seiten!), aber in Jürgen Osterhammels Geschichte des 19. Jahrhunderts ist keine zu viel, um die "Verwandlung der Welt“ en gros et en détail zu beschreiben. Von WOLFRAM SCHÜTTE

 

Gelungenes Scheitern

THOMAS SCHÄFER über Ulrich Horstmanns Studie über verstummende Autoren.

 

Is it cool man?

Der Journalist Tobias Lehmkuhl hat einen anregenden kleinen Essay über Miles Davis geschrieben, der seinem Gegenstand jedoch nicht immer gerecht wird. Von SEBASTIAN KARNATZ

 

Schuhe, die die Welt bedeuten

Schuhe? Warum ausgerechnet Schuhe? Wie Vincent van Goghs 1886 entstandenes Gemälde „Schuhe“, das sich heute im Amsterdamer Van Gogh Museum befindet, zu einem der meist diskutierten Werke der Kunstgeschichte werden konnte, zeichnet ein jüngst erschienener, sehr kurzweiliger Essay des New Yorker Kunsthistorikers Geoffrey Batchen nach. Von SEBASTIAN KARNATZ

 

Zu viel Geiz

Als die Ming-Dynastie zusammenbrach, konnte man „weder sterben noch weiterleben“. Aus einem luxuriösen Leben stürzte Zhang Dai ins Elend. Nur das Buch, das er noch schreiben wollte, die Geschichte der Ming, rettete ihn. Von GEORG PATZER

 

Eine Reise ins tiefste Dunkel der Nacht

Nicholson Bakers historische Roman-Revue Menschenrauch ist gewiss eines der eigensinnigsten Bücher der letzten Jahrzehnte: eine Betrachtung darüber, “wie der Zweite Weltkrieg begann und die Zivilisation endete” (Untertitel), dessen zentraler Schurke weder Hitler noch Stalin, sondern deren entschiedenster Feind, der britische Premierminister Winston Churchill, ist. Von WOLFRAM SCHÜTTE

 

Das System der Kunst

Kunstgeschichte als Institutionengeschichte. Heidenreichs populäre Diskursanalyse des Kunstsystems führt Künstler in das System ein, das sie erwartet und zeigt, wie es wurde, was es ist. Von BJÖRN VEDDER

 

In medias res

Das waren noch Zeiten, als mitten im Krieg der deutsche General Kreipe, vom Anblick des griechischen Berges Ida ergriffen, murmelte: „Vides ut alta stet nive candidum, Soracte…“, und sein Bewacher, Major Patrick Leigh Fermor den Satz beendete: „… nec iam sustineant o­nus silvae laborantes“. Von GEORG PATZER

 

Im Irrgarten der Literatur

Der italienische Literaturwissenschaftler und Essayist Franco Moretti ist für seine unkonventionelle Denkweise bekannt. In Kurven, Karten, Stammbäume vermisst er stilistisch gekonnt die Literaturgeschichte neu und zeigt, dass es möglich ist, Literatur mit Methoden aus anderen Disziplinen zu beschreiben und zu verblüffenden Resultaten zu gelangen. Von ANDREAS MARTIN WIDMANN

 

Bildung als Roman

Der in der Berlin University Press veröffentlichte Essayband Der Roman eines Lebens gibt vor, den Zusammenhang von aktuellem Bildungsbegriff und Bildungsroman zu untersuchen – und liefert dabei doch nur eine lose verknüpfte Zusammenstellung von Aufsätzen des großen Germanisten Wilhelm Vosskamp. Von SEBASTIAN KARNATZ

 

Nicht nichts!

Nicholas Boyle lehrt in Cambridge, hat eine viel beachtete Goethe-Biografie geschrieben und - er hat einen ganz eigenen Blick auf die deutsche Literatur, einen dezidiert politischen Blick. Von CHRISTOPH POLLMANN

 

Monographie ohne Thema

Hinter dem seltsam anmutenden Titel Der ikonografische Imperativ der Deutschen verbirgt sich eine Sammlung der jüngsten Feuilletonbeiträge des großen Kunstvermittlers Werner Spies, die aufgrund einer fehlenden thematischen Leitlinie leider hinter den Erwartungen zurückbleibt. Von SEBASTIAN KARNATZ

Wir verblöden weiter

Eine engagierte Analyse des Wissenschaftsbetriebs und zehn "Regeln" für eine kreativere Zukunft an deutschen Hochschulen. Von JOSEF BORDAT

"Ich will mich wieder spüren!"

Die Fußball-WM ist vorbei, der Bundespräsident gekrönt, jetzt kommt die Sommerpause - die Zeit der wirklich großen Themen.

 

Eine Kolumne von MATHIAS ...

Geschichten im Zerfall

CHRISTOF ZURSCHMITTEN, der sonst für das höchst attraktive Webzine Nahaufnahme schreibt, macht sich in der vorliegenden ...

Prädikat ,,Gutmensch"?

Jane Goodalls milde lächelndem Gesicht in diesen Tagen zu entkommen fällt schwer, kaum eine Zeitschrift oder Zeitung lässt den Filmstart von Jane´s Journey ...

Ein literarischer Almadovar

Javier Tomeo hat eine Sex-& Pornosatire geschrieben. Von WOLFRAM SCHÜTTE

Aus einer anderen Zeit

Reicht ein vor fast 40 Jahren ausgesprochenes Aufführungsverbot, um einen Film im Jahr 2010 in die Kinos zu bringen? Wenn es nach der DEFA-Stiftung geht, ja. Von BASTIAN BUCHTALECK