Kernnzeichen T - 27.01.2012 Eine Deutschemichelnachtzipfelzubettgehtirade Didier Convard / Jean-Christophe Thibert: Kaplan & Masson Band 1, Die Chaostheorie Der Schauspieler Gary Oldman im Interview Deponia Zwei Jahre Digitale Spiele bei TITEL-Kulturmagazin
Dienstag, 07. Februar 2012 | 06:07

 

Musique Electrique

Sie leben. Die Stimmen vom neonfarbenen See an den blauen Feldern. Von TOM ASAM.

 

American boy meets british girl

Besser kann man sich die Wartezeit bis zum neuen The XX-Album nicht versüßen, meint TOM ASAM

 

 

Für eine Handvoll Lire

Ennio Morricone – klar, den kennt jeder. In den Sechzigern und Siebzigern, als das italienische Unterhaltungs- und Trashkino blühte, gab es aber noch einige andere interessante Filmkomponisten. Einer von ihnen war Riz Ortolani, dessen Soundtrack zu dem Mafia-Thriller Im Dutzend zur Hölle (1973) jetzt auf CD erschienen ist. Von CHRISTOPH HAAS

 

Live in London 1985

Schlicht der Titel, einfach großartig das Album. Von TOM ASAM

 

Die Taschen voll Pastiche

Mit gehörig Aplomb treten Black Bananas, ITAL und Philippe Petit die Tür zu KRISTOFFER CORNILS‘ Wohnung ein. Der ist gerade dabei, die Aschenbecher auszuleeren und Gläser abzuräumen. »Leute, habt ihr mal auf die Uhr geschaut? Viertel nach Post-Moderne! Die Party ist vorbei… Aber gut, wenn ihr schon mal da seid, dann kommt halt rein.«

 

Tolle krumme Dinger

Neben Kollabos mit Jaki Liebezeit und Uwe Schmidt segelt Friedman auch unter eigener Flagge. Im Geiste weht diesmal die japanische Flagge daneben. Von TOM ASAM

 

In search of the new blue

Ein Update beachtenswerter Veröffentlichungen im Bereich: Singer-/Songwriter – Female. Starke Frauen mit gefühlvollen Songs jenseits der simplen Pop-Formel. Von TOM ASAM

 

Pomp und Knall und Tätärätä

Das Silvesterkonzert der Münchner Philharmoniker und des Philharmonischen Chors Münchens unter der Leitung von Andrew Manze. Gesehen von BJÖRN VEDDER

 

Vier Stimmen und ein Saxophon

Kaum eine andere Schallplattenaufnahme jenseits der Popmusik hat sich so sehr in das Gedächtnis einer ganzen Generation eingegraben wie das Köln Concert von Keith Jarrett. Achtzehn Jahre danach, 1993 hat ECM eine Aufnahme veröffentlicht, die ähnlich sensationell wirkte wie Jarretts Improvisation am Klavier. Der norwegische Saxophonist Jan Garbarek, der damals schon eine beträchtliche Fangemeinde hatte und übrigens am Anfang seiner internationalen Karriere sicher von der Nähe zu Keith Jarrett profitiert hat, spielte mit einem Vokalensemble, das vom Jazz meilenweit entfernt ist, vor allem aber mit alter Musik zu den Spitzengruppierungen zählte und zählt. Die Rede ist vom englischen Hilliard Ensemble. Von THOMAS ROTHSCHILD

 

Ein Gefühl reinen Glücks

Noel Gallagher hat sich nach dem Ende von Oasis nicht nur musikalisch weiter entwickelt, sondern auch auf der Bühne. So hat man Noel noch nicht gesehen! Eine musikalische Nachlese aus New York von MARTIN SPIESS.

 

»Das Lied von der Erde« und der Klang des Körpers

München ist eine, vielleicht sogar DIE Mahler-Stadt. Die Philharmoniker jedenfalls lieben ihren Gustav Mahler, der hier 1897 zum ersten Mal dirigierte und dessen 4. Symphonie und Lied von der Erde hier uraufgeführt worden sind. Letzteres geschah vor ziemlich genau 100 Jahren, am 20. November 1911, weshalb die Philharmoniker dieses Jubiläum nun mit einer Wiederaufführung des Stückes am 17., 18., 20. und 21. November feiern. Dafür haben sie sich einen anderen Liebling des Orchesters eingeladen, Zubin Mehta, den das Orchester 2004 zum Ehrendirigenten ernannte. Von BJÖRN VEDDER

 

Forever young

Kaum zu glauben: dieser Mann ist 70 Jahre alt. Bob Dylan altert nicht. Er steht rechts auf der Bühne an einer Keyboards-Miniaturausgabe, schaut nicht ins Publikum, sondern zu seiner Band, und singt ins Mikrophon. Hier bleibt er den größten Teil der gut 80 Minuten, die er den Zuhörern gönnt, ohne sich zu zieren, ohne launische Eskapaden, die man von ihm stets erwartet. Nur ab und zu greift er zur Gitarre und kommt in die Mitte der Bühne, nach vorne, an die Rampe. Nein, das ist keine Show. Das ist ein Konzert. Zu sehen gibt es schon deshalb wenig, weil Halbdunkel herrscht. Den Rest erledigt der breitkrempige Hut, eine Art weißer Filzsombrero, den Dylan zu einem schwarzen, hochgeschlossenen Anzug mit roten Streifen trägt, die Karikatur eines mexikanischen Bahnhofsvorstehers. Von THOMAS ROTHSCHILD

 

Sexy Ziellosigkeit

Dank eines konsequent vollzogenen Jahresabschlusses ist wieder Platz im Schrank für neue Scheiben. DAVID EISERT fängt mal hiermit an.

 

Beseelt

Zwei genreübergreifende Stilmixe, in deren Zentrum das Echo großer Soulzeiten nachklingt. Von TOM ASAM

 

Eine Entdeckung

Eine ganz außergewöhnliche CD, die im Massenangebot unterzugehen droht: The Bubble von einem Musiker, der sich Dánjal nennt. Er kommt, soviel ist zu erfahren, von der dänischen Faroe-Insel. Die erste Hälfte der zehn Songs ist von osteuropäischer Musik und Klezmer inspiriert, die zweite Hälfte nähert sich der englischen Ballade. Bring Me Along erinnert stark an Bob Dylan. Von THOMAS ROTHSCHILD

 

Belly full of Shelley

Pete Shelley ist vor allem bekannt als Sänger der Buzzcocks, deren Anfang 77  erschienene, erste EP Spiral Scratch  noch heute vielen als Meilenstein gilt und von deren späteren Punkpop-Knallern vor allem Ever fallen in love noch heute zum Indie-Disco-Repertoire gehört. Die Geschichte um Shelleys kurzlebiges Groovy-Label ist hingegen weitestgehend unbekannt. Jetzt erscheinen alle (drei) längst vergriffenen Veröffentlichungen und ein bisher unveröffentlichtes Album gemeinsam als Box. Interessant: An allen vier Veröffentlichungen war Shelley als Musiker beteiligt. Noch interessanter: nichts klingt hier auch nur annähernd nach Buzzcocks! Von TOM ASAM.

 

Sturm und Hang

Auch auf ihrem dritten Album erobert die einzigartige Formation neue Klangräume. Die vier Briten sitzen weiterhin zwischen allen Stühlen – und fühlen sich pudelwohl dabei. Wer sich gerne auf die Suche nach Musik macht, die feinsinnig und aufregend zugleich ist, liegt hier goldrichtig, meint TOM ASAM.

 

Riecht fast nach Second Hand

Weniger ist manchmal mehr? Bei Canyons Of Statics Farewell Shadows steht eine Binsenweisheit auf dem Prüfstand. KRISTOFFER CORNILS über ein Album, das schon mal sehr viel will

 

Same same, but different

Auch nach eineinhalb Jahrzehnten freut man sich auf ein neues Album von Nada Surf – zumindest TOM ASAM.

 

Einbruch der Dunkelheit

Sowohl unser Liebling-Yogalehrer Gonja Sufi als auch Leila geben sich auf ihren neuen Alben einen Touch düsterer als erwartet. Von TOM ASAM

 

Satanic Psychedelic Loner Rock

Gleich dreimal konnte Swilson die hart umkämpften Satanic Psychedelic Loner Rock Chamionships für sich entscheiden. 1989, 1997 und 2011 stehen als Jahreszahlen des Triumphs unauslöschbar im Briefkopf der iPunks aus LA. Gar nicht so schlecht, findet DAVID EISERT, der einst um ein Haar 2Step Weltmeister geworden wäre.

 

Die andere Hälfte

Das Solodebüt des schottischen Songwriters, der uns schon mit der Band De Rosa begeisterte. Von TOM ASAM

 

Melancholischer SciFi-Flick

Angefangen haben Ombeline Chardes und Michel Villar mit Filmscores. Auf dem dritten Album ihres auf fünf Mitglieder angewachsenen Projekts Les Fragments De La Nuit haben sie ihre musikalische Herkunft nicht ganz hinter sich gelassen und wagen sich streckenweise doch über emotionale Manipulation hinaus in neue Bereiche vor. Von KRISTOFFER CORNILS

 

Hot and spicy

Achtung: dieser China-Mann braucht garantiert kein Glutamat. Hier wird mit dem echten Flavour gearbeitet! Ein heißer Groove-Trip, vorgestellt von TOM ASAM.

 

Von der Avantgarde zur Arrièregarde

Anfang der 1980er Jahre gehörten Sprung aus den Wolken zu den führenden Bands und interessantesten musikalischen Exportartikeln Deutschlands. Aber wie sprechsingt Kiddy Citny auf Love Beach doch selbst: »Zeit vergeht«. Lust Last Liebe arbeitet sich an Stilmitteln ab, die höchstens zu einem Nostalgietrip gereichen. Von KRISTOFFER CORNILS

 

New Buddy Jesus

Craig Finn, Sänger von The Hold Steady mit seinem Solo-Debüt. Von TOM ASAM.

 

Ganz ungekünstelt todtraurig

Darf man der Legende glauben, war Traurigkeit ein entscheidender Trigger für Matt Elliotts Karriere. Als Kind soll sich der Engländer gefragt haben, wie es angehen könne, dass ihn ein russisch-orthodoxes Chorstück die Tränen in die Augen trieb. Aus der langanhaltenden Faszination resultierte mit The Broken Man ein Album. KRISTOFFER CORNILS über ein Amalgam aus Weltschmerz, Liebeskummer und schniefig-schönen Songs.

 

Mixed and remixed

Gesammelte Remix-Arbeiten zu Stücken des Berliner Quintetts Jazzanova treten an gegen einen waghalsigen Mix von »Vagabundo« Luciano. Von TOM ASAM

 

Go East!

Zwei interessante Veröffentlichungen aus Tschechien bzw. der Slowakischen Republik präsentiert TOM ASAM.

 

Autocomplete - pseudorotzig!

Punk Don’t Death… Just Get Through It! Ja, äh, genau. Was? Auf dem zweiten Album stellt der Titel noch den Höhepunkt der Kreativität der schwedischen Band Topper dar. Muss man nicht unbedingt through, findet KRISTOFFER CORNILS. Zumal: Diese Art von Punk deathed a long time ago!

 

Noi. Voi. Joy.

Es scheint, als bekäme man hierzulande nicht allzu viel über aktuelle, italienische Popmusik mit. Die Trends werden vorwiegend im angloamerikanischen Bereich losgetreten, mehr oder weniger skurrile Nischen sucht der geneigte Hörer hingegen gerne in exotischen Ländern. So denkt man bei italienischem Pop vorschnell an größere Namen der Vergangenheit. Nähert man sich als Fan über gewisse Nischen-Genres an, etwa Postrock, stellt man schnell fest, dass es auch in bella italia eine unglaubliche Fülle von guten – meist (im Ausland) nicht größer beachteten – Bands gibt. Aber wer bekommt hierzulande schon mit, welche italienischen Künstler aktuell den Zuspruch größerer Hörerscharen in ihrer Heimat genießen? Dente gehört dazu. Von TOM ASAM.

 

Schwarzlicht

Who the f… are Diagrams? Die Stimme kenne ich doch! Ach so: Sam Genders, Frontmann der tollen, experimentell ausgelegten Folkies von Tunng, bringt mit einem neuen Projekt Hell und Dunkel aufs Eindrucksvollste in Einklang: Black light. Von TOM ASAM.

 

Studi-Pop

Österreich verfügt nicht nur über tierisch viele – nicht selten auch tierisch gute – Indiepopbands. Diese schmücken ihre Cover auch gerne mal mit tierischen Photos. Von TOM ASAM.

 

One in a million?

Schon wieder hat Brian Eno einen neuen Tipp für uns auf Lager: Cosmo Jarvis lobte er unlängst auf BBC über den grünen Klee. Da gilt es aufzuhorchen meint TOM ASAM.

 

Entspannende Gehirnmassage

Christian Fennesz und SAKAMOTO Ryuichi sind zwei ganz Große im Bereich der Gegenwartsmusik. Während der Österreicher sich mit verfremdeten Gitarrensounds und Laptop-Manipulation einen Namen gemacht hat, kennt man den Japaner vorrangig für seine Pianokünste. flumina versammelt 24 Kompositionen – eine pro Tonart – die Sakamoto auf 24 verschiedenen Konzerten improvisierte, mit dem Hintergedanken, Fennesz darauf loszulassen. Von KRISTOFFER CORNILS.

 

Purcell meets Cohen

Schweizer Harfenistin und norwegische Sängerin mit subtilen Arrangements, in deren Zentrum Lieder des englischen Komponisten Henry Purcell stehen. Von TOM ASAM.

 

Sounds of Change

Das selbstbetitelte, vierte Album der multikulturellen, kanadischen Truppe will Teil einer Bewegung sein, in der Kreativität Ausdruck eines Lebensstils ist, der Veränderungen anstrebt. Von TOM ASAM

 

Interkontinentalpop

Ein in Australien lebender, gebürtiger Belgier setzt mit seinem dritten Album zum Überholmanöver an. Von TOM ASAM

 

Sax-Impro-Spektakel

Ob das tatsächlich zur Nervenberuhigung taugt? Mal sehen, zurücklehnen und äh – hören. Von TOM ASAM

 

Schwitzen im Schnee

Die einen schätzen Ruhe unter der Weihnachtstanne, die anderen bevorzugen das klassische Weihnachtslied. Man kann natürlich auch in den Flieger steigen und dem Weihnachtsrummel unter der Sonne des Südens entgehen. Oder daheim bleiben und mit etwas anderen Weihnachtsliedern einheizen. Von TOM ASAM.

 

Nicht die schlechteste Zukunftsaussicht

Laut Pop-Feuilleton stand das Jahr 2011 entweder unter dem Zeichen der Retromania oder der Entschleunigung. Dass nicht nur im Gebiet der elektronischen Tanzmusik die Geschwindigkeit heruntergefahren wurde, beweist kurz vor Jahresende Alicia Merz mit ihrem Projekt Birds Of Passage. KRISTOFFER CORNILS über ein ruhiges, minimalistisches und wunderschönes  Stück Ambient Pop, das in die Zukunft statt in die Vergangenheit schaut.

 

Noble Bande

Bei des Königs Kindern handelt es sich um eine fünfköpfige Truppe aus Louisville, Kentucky, die sich mit ihren Vertonungen düsterer Geistergeschichten und Mörderballaden für lange Winterabende empfehlen. Von TOM ASAM.

 

Soundschichtungswut und grundlegende Entspanntheit

Wenig ist von Serph bekannt, nur dass es sich dabei um das Projekt eines jungen Tokyoters handelt. KRISTOFFER CORNILS hat pünktlich zur Weihnachts-EP Winter Alchemy herausgefunden, um wen es sich handelt: Um… Trommelwirbel… Reliq! Und der präsentiert jetzt sein Debüt. Klingt nach zu viel des Guten? Jein.

 

Mit besten Grüßen aus der kreativen Isolation

Jonathan Ulliel Saldanha (alias HHY) und Nyko Esterle (alias Ripit) haben sich in die portugiesische Bergwelt zurückgezogen und ausgetobt. Das Projekt Fujako lässt wilde Dronescapes auf Feldaufnahmen, allerlei exotisches Instrumentarium und …  ja, auf gebrochene Hip Hop-Beats treffen. Garniert von einer Schar von Gast-MCs, die gehörig urbanen Flair in den Soundtrack der Einöde transportieren, den beide Produzenten auf Landform geschaffen haben. Von KRISTOFFER CORNILS.

 

Zu gut für die Schublade

Am 24. November erschien die neue Platte von Robinson Krause. Ihre Debütplatte Gyros Ramazzotti versucht sich dabei als das zu verkaufen, für das sie gehalten wird. Eine von vielen Platten in einer Punk-Rock-Sammlung. Doch es steckt viel mehr auf diesem Tonträger, meint JULIAN SCHRAVEN.

 

Wüsten-Twang in Sepia

Nicht nur in seine portugiesischen Heimat wird er hoch gehandelt: der Singer-Songwriter mit der gut geölten Stimme. Von TOM ASAM.

 

Weil man hier alles dürfen darf

Es ist das Verdienst von Gerard Mortier und Klaus Zehelein, die in Brüssel und Frankfurt am Main die bedeutendsten Regisseure des (deutschen) Sprechtheaters einluden und ermunterten, sich am Musiktheater zu versuchen, dass die Oper heute oft auch visuell und dramaturgisch aufregender und interessanter ist als das dramatische Theater. Von THOMAS ROTHSCHILD

 

Musik für Kirche und Hof

Acetre sind seit über drei Jahrzehnten eines der musikalischen Aushängeschilder der spanischen Provinz Extremadura. Die Kultur der Grenzregion findet im Ausland wohl weniger Beachtung als die aus anderen Gegenden, etwa Katalonien. Das ist eigentlich unbegründet, wie Acetre mit ihrer Version von Folk nicht müde werden, zu beweisen. Von TOM ASAM

 

Moanin`

Auf der Liste der Jazz-Hits aller Zeiten müsste Moanin' von Bobby Timmons ganz oben stehen. Auf der Liste der größten Jazzer aller Zeiten müsste der Schlagzeuger Art Blakey ganz oben stehen. Die CD, die bei einem Konzert mit seinen Jazz Messengers von 1978, dem Trompeter Valery Ponomarev, dem Tenorsaxophonisten David Schnitter, dem Altsaxophonisten Bobby Watson, dem Pianisten James Williams und dem Bassisten Dennis Irwin, aufgenommen wurde, endet – genau: mit Moanin'. Von THOMAS ROTSCHILD

 

Das Vermächtnis

Manchmal häufen sich die Ereignisse in einer Weise, dass es schwer fällt, nicht daran zu glauben, dass das Leben einer Dramaturgie folgt – was natürlich Unsinn ist. Am 14. November, kurz vor seinem achtzigsten Geburtstag, starb Franz Josef Degenhardt. Am folgenden Tag wurde sein Kontrahent Wolf Biermann 75. So hat der tote Degenhardt mit seinen Nachrufen die Geburtstagsgratulationen für Biermann aus den Tageszeitungen verdrängt. Zugleich erregten die Ereignisse von Zwickau die Gemüter. Von THOMAS ROTHSCHILD

 

Der letzte Indianer

Nach dreißig Jahren als Songwriter und Musiker zieht Hans Söllner Zwischenbilanz. Mit Liedern, die es schon länger gibt, die von Katastrophen und Stürmen in ihm und unserer Welt erzählen. Das Zuhören lohnt sich unbedingt. Von TOM ASAM

 

Weltkulturerbe der Popgeschichte

Das dritte Album der Ende der 60er Jahre in Köln gegründeten Band – erstmals mit dem Originalcover der englischen Ausgabe – und mit bisher unveröffentlichtem Live-Material aus dem Jahr 1972 auf einem zweiten Silberling. So unverzichtbar wie Sergeant Pepper oder Pet Sounds. Von TOM ASAM

 

Das singende Schlagzeug

Drum'n'Bass ist bekanntlich eine in den neunziger Jahren entstandene Subkategorie der elektronischen Tanzmusik, die in Discos über eine treue Anhängerschaft verfügt. Damit hat die Aufnahme, von der hier die Rede ist, nichts zu tun. Dabei besteht sie genau daraus: aus Drum und Bass. Von THOMAS ROTHSCHILD

 

Gelbe Köpfe, grüne Körper

Ja, auch in Mailand oder Rom entstehen tolle Popalben. TOM ASAM präsentiert: Freaky Dance Music aus Bella Italia.

 

Tradimoderner Zauber(er)

Der Erfolg von Balojis erster Soloplatte Hotal Impala im Jahre 2008 ermöglichte dem aus dem Kongo stammenden und in Belgien lebenden Künstler neue Möglichkeiten. Von TOM ASAM.

 

Folk aus Norwegen

Das bereits dritte Album der jungen Folkies, die bereits den Preis der deutschen Schallplattenkritik eingeheimst haben. Von TOM ASAM

 

Three of a kind!

Im Rahmen eines gelungenen Diversity Managements oder zumindest unter Beachtung aller Gender Aspekte wäre es natürlich nicht korrekt, die diese drei Besprechungen unter einen Hut zu bringen. Angesichts guter Popmusik aber schon. Etwaige Beschwerden gehen an DAVID EISERT.

 

Space is the place

Mickey Moonlight reißt uns raus aus unserer Umlaufbahn und befeuert uns mit interplanetary music. Space Commander TOM ASAM berichtet.

 

Zeitmaschinen

Ein House-Klassiker und der zweite Teil der zukunftsweisenden Bangs&Works-Compilation. Ein Chicago-Trip mit TOM ASAM

 

Verstörungspotenzial

Nach dem nicht gerade eingängigen, aber genialen Aestuarium von Jessika Kenney & Eyvind Kang (mehr dazu hier) veröffentlicht SUNN O)))-Mastermind Stephen O’Malley auf Ideologic, dem von ihm kuratierten Sublabel von Editions Mego, zwei neue Alben. Kang besticht auf Visible Breath mit drei experimentellen Kompositionen und auf The Iron Soul Of Nothing nehmen Nurse With Wound den SUNN O)))-Klassiker ØØ Void ins Labor. KRISTOFFER CORNILS hofft inständig, dass es mit Ideologic so weitergeht.

 

Blick nach vorne

Avantgarde ist ein gewichtiges Wort, das eine nach vorne gerichtete Kreativität erwarten lässt. Um zu sehen, wo vorne ist, empfiehlt sich die Vogelperspektive. Weitsichtige Jazzimprovisationen aus Voralberg. Vorgestellt von TOM ASAM

 

Zwei Gitarren

Die Gitarre ist ein leises Instrument. Deshalb spielte sie in der »Klassik« stets eine untergeordnete Rolle. Im Orchester geht sie unter, Gitarrenkonzerte wie etwa das populäre Concierto de Arajuez von Joaquín Rodrigo sind eher Ausnahmen. Von THOMAS ROTHSCHILD

 

Bass-Cowboys

Texas? J.R. und George W.! Musik? Country! Aber nicht nur - weiß TOM ASAM.

 

Big Band Swing

Man kann der Ansicht sein, Big Bands der Swing Ära klängen alle gleich. Selbst die deutschen Tanzorchester der NS-Zeit, die der offiziellen Ächtung des Jazz zum Trotz irgendwie überleben konnten, imitierten die amerikanischen Vorbilder so perfekt, dass ein grundsätzlicher Unterschied oft schwer auszumachen ist. Hört man sich freilich genauer in die Musik ein, erkennt man schon beträchtliche Unterschiede, sowohl im Stil wie auch in der Qualität, zumal der Improvisationen. Von THOMAS ROTHSCHILD

 

Geigengroove mit Dreigesang

Weltoffene Volksmusik mit Charme und Humor – ja sowas gibt’s, meint TOM ASAM

 

Soul Cookin´

Adele, Duffy, die arme Amy Winehouse, Joss Stone: Singen können diese Damen ja alle. Aber wenn’s Retro-Soul sein soll, findet CHRISTOPH HAAS, dann doch bitte gleich die Königin dieses Genres, die unvergleichliche Sharon Jones!

 

Pencil Pimp and Camelfuck

Elektronische Musik und seltsame Songtitel sind die Klammer, die die hier von TOM ASAM vorgestellten Alben zusammenhält.

 

U2-Play

Die Poprock-Supertruppe mit ihrem sechsten Album. Von TOM ASAM

 

Feinsinnige Synthese

Kanada gilt seit Langem als ein Land, aus dem richtungsweisende experimentelle Musik kommt. Das legendäre Label Constellation, die Revolution der Popmusik durch Broken Social Scene und die vielzähligen anderen Künstlerkollektive scheinen dort regelrecht auf Ahornbäumen zu wachsen. Nicht erst seit Kurzem dabei: Eric Quach, der mit seinem Projekt Thisquietarmy immer mehr Aufmerksamkeit auf sich zieht. Warum das völlig angemessen ist, erklärt KRISTOFFER CORNILS.

 

See statt Berge

Ein wunderschöner Ausflug vom pazifischen Nordwesten der USA in das ländliche Schottland mit Loch Lomond und TOM ASAM.

 

Achtung, Debüt!

Die Französin versucht auf ihrem Debüt, die akustische Umsetzung der eierlegenden Wollmilchsau an den Mann respektive die Frau zu bringen. Ob dies gelingt, verrät TOM ASAM

 

Filmmusikalischer Höhepunkt

Wenn von Schostakowitsch die Rede ist, dann wird fast reflexhaft von den Behinderungen und Schikanen gesprochen, denen er seitens der Politik unterworfen war, als benötigte sein Werk einen Bonus. Die Wahrheit ist: Schostakowitschs Kompositionen gehören, den Kompromissen und Restriktionen zum Trotz, zum Bedeutendsten, was die Musik des 20. Jahrhunderts hervorgebracht hat. Es ist müßig, darüber zu spekulieren, was er ohne Zensur und Repression hervorgebracht hätte. Das gilt im Übrigen für zahlreiche Künstler auch vorausgegangener Epochen. Dass man den Russen im Westen lange unterschätzt hat, geht jedenfalls nicht auf das Konto Stalins und seiner parteitreuen Funktionäre. Von THOMAS ROTHSCHILD

 

Groove-Country

Eine US-amerikanisch-brasilianische Kooperation mit ausgezeichneten Gastmusikern und äußerst eigenständigem Stilmix. Ein Tipp für Großstadt-Cowboys von TOM ASAM

 

Rock´n´Roll-Revival

In jenen Jahren, als die Erinnerung an Elvis Presley und Bill Haley, an Gene Vincent und Jerry Lee Lewis noch nicht verblasst war und Leute wie die früh verstorbenen Buddy Holly oder Eddie Cochran noch ihre Fans hatten, die sie wie Heilige verehrten, gab es überall auf der Welt Bands, die den »echten« Rock'n'Roll pflegten, der damals eigentlich bereits so »veraltet« klang wie die klassischen Versdramen zur Zeit Grillparzers. Von THOMAS ROTHSCHILD

 

Törööö ohne Tamtam

Ob finnischer Bigbandsound, Balkan Big Beats aus Deutschland oder hawaiianischer Reggae – bei all diesen Neuerscheinungen spielt die Trompete eine Rolle. Von TOM ASAM

 

Selected and Conducted

When Saints Go Machine machen den Auftakt zur neuen Watergate-Compilation und liefern ein passendes Motto für die folgenden Neuerscheinungen. Von TOM ASAM

 

Hilft viel viel?

Chuck Ragan atmet, schwitzt, scheißt den Habitus vom hart und entbehrungsreich arbeitenden Musiker wie kein Zweiter. Sich selber, seine Band Hot Water Music und ein Musikerkollektiv, bestehend aus Frontmännern befreundeter US-Punkrock Bands, trieb er im letzten halben Jahr über die Bühnen der Clubs. DAVID EISERT hat sich die dazugehörigen Platten angehört und war auch live dabei.

 

Vienna calling

Afro-Kolumbianische Rhythmen treffen bei den Wiener Produzenten Makossa & Megablast auf neueste Standards elektronischer Musikproduktion. Von TOM ASAM

 

Von der Langlebigkeit des Jazz

Man nimmt es als gegeben hin, aber wenn man sich fragt, wie es möglich war, dass sich die Musik in den rund zwanzig Jahren, die zwischen Johann Sebastian Bach und den Anfängen der Wiener Klassik, in den weiteren rund dreißig Jahren, die zwischen diesen und Beethoven, in den wiederum zwanzig Jahren, die zwischen Beethoven und dem bereits stilistisch entwickelten Richard Wagner liegen, derart grundlegend verändern konnte, scheint das fast unerklärlich. Von THOMAS ROTHSCHILD

 

Sweet soul and humble hearts

Dank eines professionellen Vertriebes bekommt die französische Band Maison Neuve erstmals die Möglichkeit, ihren Bekanntheitsgrad deutlich zu erhöhen. Was für alle Beteiligten nur wünschenswert wäre, meint TOM ASAM

 

Auf in den wilden Osten!

Die französischen Mighty Mighty Bosstones Fans aus Nancy haben sechs neue Songs am Start. Und da `ne E.P. irgendwie blöd im Regal steht, wird als Bonus eine DVD mit einem sehenswerten Dokufilm der InBetweenThe Lines Summer Tour 2009 mitgeliefert. DAVID EISERT ging auf mit der Band virtuelle auf die große Reise.

 

Neue Pop-Diva

Vom Schlafzimmer in den Strudel des internationalen Erfolges. Das ging TOM ASAM zu schnell.

 

Zelluloidaffiner Jazz der Spitzenklasse

New York. Irgendeine Bar im 25. Stock eines Wolkenkratzers: Eine betörende Schönheit in einem enganliegenden roten Kleid lässt sich von einem erschöpft aussehenden Mann mit pomadierten Haaren Feuer geben. Schnitt, ein paar Stunden später, in einer gottverlassenen Seitenstraße. Der Mann liegt auf dem Boden, daneben steht müde lächelnd die Frau – ein als Cowboy verkleideter Mann hält ihr den Regenschirm. Im Hintergrund läuft die ganze Zeit Métamanoir. Von KRISTOFFER CORNILS

 

Back to Nature

Ob im Nebel mittelalterlicher Wälder wandelnd, bekifft in den nächtlichen Sommerhimmel starrend oder die Metapher blühender Sträucher im Dunkeln nutzend, letztlich geht es hier um die Liebe zur Natur – und die Natur der Liebe. Von TOM ASAM.

 

Schaffen wir uns ab

Nach zehn Jahren und nun fünf Alben dürfte sich herumgesprochen haben, dass Peter Licht mehr ist als ein komischer Kauz, der sich nicht photographieren lässt und gerne auf dem Sonnendeck ist. Und so dürfte auch klar sein, dass das Ende der Beschwerde wohl nie kommen sollte. Von TOM ASAM.

 

Tag und Nacht

Zwei Alben wie Tag und Nacht. Besser: Das eine für den Tag geeignet, das andere für die Nacht. Während sich die Italiener von Camera 237 auf Alone In An Empty Bed kaugummikauend die Sonnenbrille aufsetzen, verlieren sich The Workhouse bei ihren Coldroom Sessions in düsterer Archivkrämerei. Von KRISTOFFER CORNILS.

 

Schüsse vor den Bug und unbeirrbares Vollgas

Immanu El sind mit ihrem dritten Album zurück. KRISTOFFER CORNILS zeigt sich etwas indifferent: Deren Minimalkonsens von Post-Rock überzeugt ihn auch auf In Passage wenig. Nicht, dass die Kombination von orchestralem Gitarrenpomp und Pop-Appeal generell daneben geht: September Malevolence liefern mit Our Withers Unwrung den Beweis, dass es gar nicht mal so viel braucht, um die Mischung zu einer gesunden gedeihen zu lassen.

 

Alles richtig gemacht

Fast schon die Standarderfolgsstory der Technowelt: DJ-Gigs in der ganzen Welt, Veröffentlichung auf einem neuen, stilsicheren Techno-Label. Sword erscheint bei Stroboscopic Artefacts, dem Label von Luca Mortellaro, besser bekannt unter seinem Produzenten-Pseudonym Lucy. Das muss nicht heißen: Da steckt ein wirklich ausgewogenes Album. Doch der Singapurer Xhin wartet auch damit auf. Alles richtig gemacht, findet KRISTOFFER CORNILS.

 

Das Leben ist endlich - die Party geht weiter

Das wilde Weltmusik-Quartett aus Portugal legt nach. Rhythmisch, heftig, tanzbar. Von TOM ASAM.

 

 

Angriff aus dem All

»Mars needs Guitars« wurde kürzlich an gleicher Stelle gefordert. Das wurde erhört – die Antwort allerdings fällt trotzig aus. Viele Veröffentlichungen dieser Tage belegen den rasant steigenden Einfluss extraterrestrischer Musiker und Tüftler auf unser Musik-Biz, was endlich auch die ins unfassbar gestiegenen Veröffentlichungszahlen erklärt. Gitarren spielen dabei aber kaum eine Rolle. Von TOM ASAM.

 

Bunte Tüte

Kids auf den Spuren des Blues, die »Carpenters of Electro« und mehr haut TOM ASAM in die Pfanne.

 

Herbstreise

Herbstzeit = Erkältungszeit. Kaum fährt man wieder U- oder S-Bahn, hockt man auch schon am Wochenende mit Halsschmerzen und Schnupfennase auf der Couch und trinkt Tee. Wenig Rock’n’Roll aber genug Zeit für ein paar neue Scheiben, die im Herbst rauskommen. Von DAVID EISERT

 

Töne zu Buchstaben!

Denovali hat sich über die letzten Jahre zu einer der besten Adressen für experimentelle Musik gemausert. Auffällig viele der Bands aus dem Roster des deutschen Labels, das elegant den Spagat zwischen hochqualitativer Audiophilie, Professionalität und DIY-Ethos schlägt, verweisen gerne auf den Einfluss von Filmen. Aber muss es immer Zelluloid sein? KRISTOFFER CORNILS über drei neue Alben, und welche Bücher man prima dazu lesen könnte.

 

Last Leaf? Not!

In die Rock´n Roll Hall of Fame aufgenommen zu werden dürfte für einen Musiker ähnlich beängstigend sein, wie für Schauspieler einen Lifetime Award zu bekommen. Klingt nach Rente, Ende, Tod. Die beste Waffe dagegen: ein überzeugendes Lebenszeichen – wie Waits neues Album Bad as me. Von TOM ASAM.

 

Riding the Ghost Train

Nehmen wir zuerst El Tren Fantasma und lassen uns von Chris Watson quer durch Mexiko fahren. Mit Kammerflimmer Kollektiefs psychedelischem Neuntwerk geht es dann den Teufelskamin herunter, direkt ins Zentrum des Planeten, dessen Soundtrack Hive Mind mit Elemental Disgrace aufgezeichnet haben. Endstation Musikhochschule: Jannik Gigers Opus Fatalis. KRISTOFFER CORNILS bereist die Welt der experimentellen Musik. 

 

Urlaub in Detroit

Die große Liebe des in Köln lebenden Produzenten und Labelinhaber Vaz lautet eindeutig: House. Von TOM ASAM.

 

I bore a lot

I Lie A Lot? Boshaft ausgedrückt: I rip off a lot. Um fair zu bleiben: Der Tasmanier (kein Witz!) Dan Freeman kann nun wenig dafür, dass er Thom Yorke sehr ähnlich klingt – oder doch? Irgendwie versucht er sich zusammen mit seiner Band The Serious jedenfalls an Radioheads Erfolgsrezept: Ein wenig musikalisches Können, ein bisschen durchdachter Pop und jede Menge dramatische Melodien. Von Kristoffer Cornils.

 

Pop over the top

Ehemaliger Chorknabe aus L.A. auf 80´s - Entdeckungsfahrt. Synthetisch, kitschig – großartig, meint: TOM ASAM.

 

Farb- und kraftlos

Die Fangemeinde ist sich ziemlich einig: Mary Pearson könnte etwas fröhlicher daherkommen. Vielleicht, möchte man den Beschwerden entgegenhalten, zeigt sie auf Studioalbum Nummer drei nur ihr wahres Wesen, ihre Original Colors? Emotionaler Ballast hin oder her – KRISTOFFER CORNILS fehlt dem neuen Album von High Places neben der gewissen Portion Fröhlichkeit zuvorderst das, was der Titel verspricht: Farbe!

 

Düster schimmernder Metropol-Pop

Auch die gebürtige Tschechin Emika hat in Berlin die Stadt gefunden, in der sie verschiedene musikalische Einflüsse von Klassik bis Dubstep zu einer stimmigen Symbiose verbinden kann. Ein großartiges Debüt, meint TOM ASAM.

 

La pureza está en la mezcla - Die Mischung macht es sauber und rein

Wieder eine dieser Gruppen… die sich in bekannter multikulti-musikalischer Besetzung auf die Bühne stellen und was dann dabei herauskommt ist diese bunte Mischung, die auch die müdesten Beine der vielleicht nicht ganz so heißblütigen Europäer zum Zucken bringt. Was beweist, dass die Reinheit der Musik wieder einmal aus einem wilden Durcheinandermixen der Stile und Nationen entsteht. Von MIRIAM STUTZMANN.

 

Post-moderne Possenspielerei

1978 verschwindet Millicent Blades während eines Blizzards spurlos. Alles, was sie zurücklässt, sind Fußspuren, die irgendwann abbrechen und einen Haufen auf links gedrehter Klamotten. Mysteriöse Geschichte, die der Pressetext zum neuen Album von Reigns erzählt. KRISTOFFER CORNILS begibt sich auf Spurensuche eines Albums, das selbst Spurensuche sein will.

 

Archipel Électronique

Ausgehend vom Mutterland der elektronischen Musik, Deutschland, reicht das heute betrachtete Archipel ins benachbarte Frankreich – und von elektro-akustischen Abenteuern bis zum orchestralen Dreampop. Von TOM ASAM.

 

Ein Komma trennt Welten

Man könnte behaupten: Für die einen gehören Max Müller uns seine Mutter zur Speerspitze der deutschsprachigen Popmusik, die anderen sehen nur Kommata – oder Fragezeichen. Von TOM ASAM.

 

Brave...

Es gibt sie nicht nur im Bereich der elektronischen Musik: die deutschen Bands, die auf der Höhe der Zeit sind. Auf breiter Ebene wahrgenommen werden sie meistens nicht. Von TOM ASAM.

 

Der Sound der Dämmerung

Die beiden jungen Damen haben es dem Herrn Trentemøller angetan. Und nicht nur ihm – ist sich TOM ASAM sicher.

 

Die breiten Schultern eines Giganten

Als Oasis sich vor zwei Jahren auflösten, gab nur eins Hoffnung: Die Überzeugung, dass Noel endlich dazu kommen würde, ein Soloalbum aufzunehmen und dass eben dieses großartig sein würde. Jetzt ist es erschienen und es nicht großartig. Es ist besser. Von MARTIN SPIESS.

 

Keep walking

Die Institution in Sachen alternative Folk-Rock ist nach langer Pause zurück. Zum Sextett erweitert – und dennoch entschlackt. Von TOM ASAM.

 

Mars needs guitars!

Inspiriert von Triers Melancholia-Planeten-Crash-Studie und angesichts eingestellter NASA-Programme überlegte ich, um was es auf der Erde schade wäre bzw. was den Marsianern an irdischen Errungenschaften entgeht, weil wir die Kohle für Kriege und Bankenrettungen brauchen. Klar: Gitarren! Von TOM ASAM.

 

Mufflons und Wunderkinder

Wir brauchen Musik für Filme und Soundtracks for our lives. Kann auch mal dasselbe sein, meint TOM ASAM.

 

Mehr oder weniger

Für Björks Verhältnisse ist Biophilia auf den ersten Blick fast schon minimalistisch ausgefallen. Aber bei der Isländerin ist selbst weniger noch mehr. Von TOM ASAM.

 

Denn sie bedeckten das Land und verfinsterten es

Das siebte Album der kalifornischen Thrasher Machine Head ist ihr bislang stärkstes. Einer biblischen Heuschreckenplage gleich fegen sie mit den sieben Songs übers Land und hinterlassen Zerstörung, Chaos und das Gefühl, hier die Metalplatte des Jahres vor sich zu haben. Von DAVID EISERT

Starke Blogperformance

Sven Regener erhält für die Lektüre seines Internet-Tagebuchromans Meine Jahre mit Hamburg-Heiner den Deutschen Hörbuchpreis als »Bester Interpret«. Der ...

Am Ende: die Väter mit ihren Lebenslügen

Überall im Verdi Kosmos: die Väter. Manchmal nerven sie (wie in La Traviata, trotz arioser Doppelrahmstufen-Nobilität oder gerade deswegen), manchmal geben sie ...

Bonsoir Tristesse

Jean Cayrol gehört zu den großen Unbekannten der französischen Nachkriegsliteratur. Sein Roman Im Bereich einer Nacht (L'espace d'une nuit) erschien ...

Life and Death of a Hollywood Extra

»Rede!« – »Ich werde nichts sagen!« Blitz! Schock! Flackern! Noch höher drehen die russischen Schurken die Stromzufuhr des ...

Schweizerinnen auf dem Vormarsch?!?

Wer fällt Ihnen ein, wenn Sie an starke Schweizer Frauen denken? Wenigstens irgendeine Frau? Frau? Fühlen Sie sich nicht zu schlecht, wenn Ihnen zu dem Land, in dem die Frauen erst 1971 ...