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Dienstag, 07. Februar 2012 | 06:09

 

Fernsehverbot für den Verfassungsschutz

Das Fernsehen gibt uns immer wieder Rätsel auf. Ich frage mich beispielsweise seit Jahren, wer eigentlich die Live-Übertragungen aus dem Bundestag kuckt? Alle paar Monate schluchzen Statistiker eine neue Studie in die ignorante Öffentlichkeit, wie hirntot die Deutschen gegenüber der Politik sind. Und dann Parlamentsdebatten? Live? Im Fernsehen? Wer die 14- bis 49-Jährigen wirklich kriegen will – mit einer Doku-Soap vom letzten Paläontologen-Kongress hätte er bessere Chancen.

 

Eine Kolumne von MATHIAS TRETTER

 

Grass sei Dank

Wie wichtig - um nicht zu sagen: wie notwendig - der dreiundachtzigjährige Literaturnobelpreisträger Günter Grass für (nein: besser) gegen den deutschen »Literaturbetrieb« ist, zeigte sich jetzt wieder beim Tod von Christa Wolf. Von WOLFRAM SCHÜTTE

 

Helden fürs Geld

THOR KUNKEL rät im Endlos-Fall Wulff zu einer Rosskur und erklärt, warum ein Stöpselgroschen den Pluralis Majestatis ergänzt.

 

 

Hochmut kommt aus dem Phall

Da hatten wir uns wohl zu früh gefreut. Eigentlich dachten wir, mit dem Verduften von Silvio Berlusconi sei die Zeit balzwirrer Spaghettigockel erst einmal vorbei. Man hätte ja nicht mal was dagegen, wenn das dauernde Kammschwellen nur die Bewohner des Apennin belästigen würde. Die sind kulinarisch, klimatisch, topographisch und ästhetisch schon so himmelschreiend im Vorteil, dass sie ein bisschen Angeberei lässig wegstecken. Wenn ich täglich Sonne, Giotto, Trüffelnudeln und Barbaresco hätte, könnte ich mir sogar mit Nicolas Sarkozy eine WG teilen, ohne permanent an Kastration zu denken. Von MATHIAS TRETTER

 

Getrüffelte Gänseleber

Der Münchner Carl-Hanser-Verlag hatte schon zu Lebzeiten Siegfried Unselds dessen Frankfurter Suhrkamp-Verlag immer mal wieder den Rang als führender, literarische Maßstäbe setzender deutscher Verlag abgelaufen. Zumindest in den Augen der deutschen Rezensenten, die das Ende der seit den Sechzigern dominanten »Suhrkamp-Culture« mit dem glanzvollen Aufstieg des Münchner Verlags unter der glücklichen Verlegerhand Michael Krügers gekommen sahen. Von WOLFRAM SCHÜTTE

 

Terminator war gestern - heute ist Prokrastinator!

Schon früher gab es das: Die Uhr schlug eins. Schule aus. Die Taschen gepackt und hurtig nach Hause. Dort wartete Muttern mit dem Mittagessen, dort warteten Hausaufgaben und sonstige Pflichten. Also, warum so eilig? Warum der direkte Weg? Trödeln daher das Normale: Mal hier ein Schwätzchen, dort ein Umweg und vielleicht doch lieber zur Oma oder gleich zur Freundin. Ausbüchsen nannte man das. Von DER DRITTE MANN

Starke Blogperformance

Sven Regener erhält für die Lektüre seines Internet-Tagebuchromans Meine Jahre mit Hamburg-Heiner den Deutschen Hörbuchpreis als »Bester Interpret«. Der ...

Algen und glitschiges Heu

Das erste im Haus Rose ist der Geruch, noch vor allem anderen, noch bevor es die drei kleinen Stufen runtergeht in den ersten Flur: Der Geruch, und ich denke: Leichenhalle. Das ist ...

Auch Kevin kauft nur Vinyl

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Den Lauf der Welt verändern

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Life and Death of a Hollywood Extra

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