Chari / Braatz: Undermensch Roger Smith: Blutiges Erwachen The Knife: Tomorrow, In A Year Nick Cave: Der Tod des Bunny Munro Tommy Jaud: Hummeldumm.
Donnerstag, 11. März 2010 | 20:57

 

Übersetzen ist eine darstellende Kunst

Es ist eine sehr unterschätzte Kunst: das Übersetzen. Oft lesen wir ein gutes Buch und freuen uns über die Sprache des Autors, selten wird uns bewusst, dass ein geschickter Vermittler die Strippen zieht, dass ein talentiertes Medium mit seinem ganzen Kopf- und Persönlichkeitseinsatz aus einem Original ein neues Original schafft. Weil das nicht deutlich genug gesagt werden kann, wird uns ISABEL BOGDAN von nun an immer wieder beiläufig oder auch hartnäckig daran erinnern. Zum Auftakt was Grundsätzliches: Der Übersetzer als Schauspieler.   

 

2000 Jahre Dekadenz

Jetzt also die Griechen. Man dachte ja eigentlich, Guido Westerwelle hätte die größten Schmarotzer des deutschen Gemeinwesens ein für allemal identifiziert - da kommen ihm die Leistungserschleicher aus der Ägäis in die Quere. Er kann einem wirklich leid tun: Die ganze schöne Rhetorik von Faulheit, Römern und Verfall - alles weggeblasen von der spätantiken Prasserei der Hellenen.

 

Nackt unter Türstehern

Alle 14 Tage berichtet STEFAN BEUSE von den Erhabenheiten und Fallstricken der Welt. Heute: Muskelhengste im Fitnessstudio.

 

Axolotl unter Lemmingen

Naturkundliche Ansicht der deutschsprachigen Literaturkritik - von WOLFRAM SCHÜTTE

 

Die Kä(ß)seglocke

Folgen Sie CARLO SCHÄFER in seine Krimischmiede, in der er auf dem Wahnsinn der Welt herumhämmert, auf dass die Funken sprühen. Regelmäßig alle 14 Tage … Heute begibt er sich auf die Sinnsuche.

 

Denkmalsstürze

In diesen Tagen erscheint in polnischer Sprache eine Biographie über Ryszard Kapuscinski, die das von vielen errichtete Denkmal des vor drei Jahren gestorbenen Weltreporters aus Warschau erheblich ankratzt. Einige seiner Reportagen seien in ihrem Wahrheitsgehalt mehr als fragwürdig. Seine eigene Biographie habe sich Kapuscinski an manchen heiklen Stellen skandalös zusammengenschnitzt, vor allem aber habe er mit dem kommunistischen Staatssicherheitsdienst sehr viel enger zusammengearbeitet als man bislang schon wusste oder ahnte. Ein Kommentar zum „Fall Kapuscinski“ von CARL WILHELM MACKE

 

Postantike Verfallserscheinungen

Satirische Weltbetrachtungen von MATHIAS TRETTER, jetzt alle 14 Tage in TITEL.

 

Was in einer hessischen Schlangengrube alles möglich ist

„Bis wohin & wie lange – Richterin Karin Wolski resp. Roland Koch - willst du unsere Geduld noch missbrauchen?” WOLFRAM SCHÜTTE über ein erneutes Beispiel für den mafiotischen Filz, der sich unter der Patenschaft Roland Kochs in Hessen entwickelt hat.

 

Westerwelle rückwärts

Der direkte Zusammenhang zwischen Parteispenden & Steuergeschenken ist hier unabweisbar evident. Ihn auszusprechen heißt nicht, ihn bloß zu mutmaßen oder ihn gar böswillig zu unterstellen, sondern einfach dem strengen Gebot der Wahrheit zu folgen. Von WOLFRAM SCHÜTTE

 

Im Mehr der Möglichkeiten

Nachdem er sich 2009 in den Ruhestand verabschiedet hatte, publizierte der 78-jährige Alfred Brendel zum Jahreswechsel in der Neuen Zürcher Zeitung einen Artikel von säkularer Bedeutung. Unter dem Titel „Naiver Wunderglaube” schrieb der weltbekannte österreichische Pianist, der auch ein hintersinnig-humoristischer Literat ist, über ein schier unglaubliches Geheimnis, das zwar 2007 schon einmal aufgedeckt worden war, ihn offenbar jetzt erst, bzw. immer noch beschäftigt.. Von WOLFRAM SCHÜTTE

 

Fehlende »Orientierung«

Eine Lappalie. Eine Lappalie? Ende des letzten Jahres wurde eine kleine, von Schweizer Jesuiten herausgegebene Zeitschrift eingestellt. Orientierung, so ihr Name, hatte zuletzt vielleicht noch eine Auflage von ungefähr 4 000 Exemplaren. Der rührend vorgestrige Untertitel deutete schon an, wer der Adressat dieses so vollkommen unspektakulären Blättchens war: „Katholische Blätter für weltanschauliche Fragen.“ Gemacht und gelesen wurde dieses seit 1937 (!) regelmäßig zweimal im Monat erschienene Blatt vornehmlich in Kreisen des katholischen Bürgertums, das seine Weltoffenheit entscheidend den Ideen des II. Vatikanischen Konzils der sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts verdankt. Ein Nachruf von CARL WILHELM MACKE

 

Wir Kinder von Billerbü

Helene Hegemann, die mittlerweile bundesweit bekannte, nun ja, sagen wir mal: Schreiberin des Schutzbefohlenen-Schockers Axolotl Roadkill wird heute (19.2.) volljährig. Das gesamte literarische Deutschland gratuliert und fragt sich gleichzeitig natürlich: Ist der Geburtstag wirklich von ihr? Eine Glosse von MATHIAS TRETTER

 

Keine Schenkel weit und breit

Die großen Verlage stellen zunehmend attraktive Ebooks bei iTunes zur Verfügung. Doch die Print-Bestseller werden meist zu elektronischen Ladenhütern. Dafür ist in erster Linie Apple verantwortlich. Die Firma hat es bislang nicht geschafft, ihr Portal mit den Grundfunktionen eines Ebook-Shops auszurüsten. Ein Kommentar von JOACHIM LESER

 

Wie wird man ein berühmter Autor?

Exklusiv in TITEL: Eine „Stand-up-Kolumne“ des Bamberger Kabarettisten GÖTZ FRITTRANG.

Weitere Beiträge aus dieser Kategorie:

| Jobmesse
| Ente sauer
| Comicsalon Erlangen

TITEL - Kulturmagazin bringt jeden Montag, Donnerstag und Samstag Neuigkeiten aus Literatur, Krimi, Musik und Film.

 

Er war einer der bedeutendsten Schriftsteller Mexikos, ein luzider und unbestechlicher Intellektueller und ein engagierter Menschenrechtsaktivist: Der Schriftsteller Carlos Montemayor ist am Sonntag im Alter von 62 Jahren gestorben.

urmusik

Jan Wagner
steinway

Vorgestellt von GISELA TRAHMS

Voll abgekackt

Tommy Jaud präsentiert sich mit Hummeldumm auf der Höhe seines Schaffens. Mutig: Der schriftstellernde Komödiant schreckt auch vor kotigen Kalauern nicht zurück. Der ...

Eine Geschichte, kein Skalpell

Und die Nilpferde kochten in ihren Becken ist ein Schlüsseltext der Beat Generation. Es ist aber besser, das beim Lesen zu vergessen. Von JAN FISCHER

Von einem, der auszog, zuhause zu bleiben

Die Männer verachten ihn, die Frauen wollen nichts mit ihm zu tun haben. Timo gilt in seinem Heimatort als „Idiot“. Dann kommt der Krieg, und mit dem Krieg die Evakuierung. Doch ...

Na, dann mal los ...

Der erste Band der Manara-Werkausgabe, in dem der Südtiroler Zeichner auf Federico Fellini trifft, präsentiert zwei eigenwillige, aber gelungene Zusammenarbeiten der beiden Legenden. Von ...

Böser gut, alles gut

Der Abenteuercomic Alim der Gerber geht in die zweite und dritte Runde. MATTHIAS ROSS hat sich angeschaut, ob es sich lohnt, ...

Niederauffahrt von Pier Paolo Pasolini

Neues & Unbekanntes von, über, gegen den italienischen Poeten. Zwei deutsche Publikationen erinnern an Pier Paolo Pasolini: der Dichter als Journalist der italienischen Badestrände ...

Herr und Knecht

Der Knast als Topos des Kinos. Audiards Experimente mit dem Setzkasten des Genres zeigen die Kehrseiten von Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Von NICOLAS OXEN