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Donnerstag, 02. September 2010 | 20:08

 

Etwas, das Zündstoff birgt ...

... hat der renommierte Sciene-Fiction-Autor Ray Bradbury im Jahre 1953 mit Fahrenheit 451 geschaffen. Der berühmte dystopische Roman wurde nun von Tim Hamilton als Graphic Novel adaptiert. Von CHRISTIAN NEUBERT

 

Mal was Neues?

Saint-Exupérys Der kleine Prinz ist ein Klassiker, der nie aus der Mode kommen wird. Gilt Gleiches auch für die Comic-Adaption von Joann Sfar? Von CHRISTOPHER FRANZ

 

Unsterblicher Spaß

Im Carlsen Verlag erscheint nun im Halbjahresturnus die Ausgabe eines der größten und geradlinigsten Werke der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts. JENS ESSMANN hat hineingeschaut.

 

Schwärmerisches vom Beckenrand der Gesellschaft

Eine unverkitschte Liebesgeschichte im und unter Wasser – Bastien Vivés erzählt sie flüssig und ohne unnötige Wellen zu schlagen. CHRISTIAN NEUBERT hat sie in einem Guss genossen.

 

Zu neuen Ufern

Historische Stoffe bergen stets die Gefahr, ob des Wissens um ihren Ausgang Langeweile zu verströmen. Wie man diese inhaltlichen Klippen erzählerisch umschifft, zeigt uns Christophe Dabitch in Jeronimus, der nur vordergründig ein Seefahrer-Comic ist. Von FALK STRAUB

 

Mawis Attacks!

Vor acht Jahren brach der Ehapa Verlag die Edition dieser vergnüglichen Sci-Fi-Parodie vorzeitig ab - nun erscheint bei Finix der Abschlussband der Trilogie. Von SVEN JACHMANN

 

Prequerellen

Die Sambre-Saga um Rothaarige, Rotäugige und ihr problematisches Miteinander bekommt nach einem Sequel-Zyklus nun auch eine Vorgeschichte. Mit Hugo Sambre, dem Vater von Bernard und der Krieg der Augen-Theorie, geht es zurück ins Jahr 1830 und dort konfliktträchtig weiter. Von BORIS BAUSCH

 

Tentakeliger War on Terror

Nach dem die Behörde zur Untersuchung und Abwehr Paranormaler Erscheinungen – kurz B.U.A.P. – verhindert hat, dass ein gigantischer lovecraftscher Horror die Zivilisation vernichtet, zeigt sich eine neue Definition des Terrors im Herzen der Behörde. Von PETER KLEMENT

 

Ein Käfig voller Narren

Eine märchenhafte Fantasy-Abenteuerreise mit der Flucht aus dem goldenen Käfig als Ausgangspunkt – das ist Die mechanische Welt. Jean-Baptiste Andreae strapaziert dafür seine gesamte Farbpalette. Von CHRISTIAN NEUBERT

 

Aller guten Dinge ...

Mit einem kleinen Paukenschlag startet der Münchner Comic-Verlag Schreiber&Leser sein neues Krimi-Label s&l noir. Drei Titel, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, bilden einen vielversprechenden Auftakt. Von CHRISTOPHER FRANZ

 

Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann?

LIDA BACH ist begeistert von dieser hochwertigen Neuausgabe.

 

Außergewöhnliche Alltäglichkeit

Nahezu alle Literatur lebt von der Darstellung des Auffälligen, Abweichenden, irgendwie Ungewöhnlichen. Das gilt für Comics als im Großen und Ganzen grafisch-literarische Unterhaltungsform besonders. Der Amerikaner Harvey Pekar hat sich allerdings um diese Grundbedingung des Schreibens nie geschert. In seinen Comics mit dem Sammeltitel „American Splendor“ machte er konsequent sein weitgehend ereignisloses, unambitioniertes Leben zum Thema. Zusammen mit hochrangigen Undergroundzeichnern formte er faszinierende Geschichten daraus. Jetzt ist er 70-jährig in seiner Heimatstadt Cleveland/Ohio gestorben. Ein Nachruf von ANDREAS ALT

 

Trash as Trash Can

Wie kommt man einem Sammelsurium kruder Machwerke bei, das von seinem Verlag vollkommen zurecht als Derber Trash herausgegeben wird? CHRISTIAN NEUBERT versucht es mit der nötigen Ernsthaftigkeit.

 

Ein Kessel Buntes

Eine ganz besondere Wanderschaft unternimmt man als Leser, wenn man Unterwegs mit Samuel ist, denn die Reise, auf die einen Tommi Musturi schickt, führt einen vom Ursprung des Seins über das Ende der Zivilisation wieder ins Hier und Jetzt ... oder so ähnlich. Von CHRISTIAN NEUBERT

 

Death is a Travelling Man

Das schaurig-schöne Comic-Debüt Jakob mutet auf den ersten Blick an wie ein Kinderbuch, entpuppt sich dann jedoch als eine morbide Mär, für die E.T.A. Hoffmann hätte Pate stehen können. Von CHRISTIAN NEUBERT

 

Aufflackernde Menschlichkeit

Frauen hatten es nie leicht, selbst die von Adel nicht. In der Fortsetzung seiner Erfolgsserie Reisende im Wind erzählt François Bourgeon von Isabeau Murrait, die mitten im Sezessionskrieg ihre Urgroßmutter Isabeau de Marnaye trifft. Von GEORG PATZER

 

Beschauliche Apokalypse

Wer Probleme mit sprechenden Katzen und mysteriösen alten Frauen hat, sollte auch lieber die Finger von diesem Comic lassen. Alle anderen brauchen keine Angst haben, meint zumindest ALEXANDER FRANK.

 

Gewöhnlich phantastisch

Durch die Verschränkung von Text und Bild sind Comics bestens dafür geeignet, phantastische Inhalte zu transportieren. Dass dabei jedoch nicht immer auch phantastische Ergebnisse erzielt werden, ist eine andere Sache. Von CHRISTIAN NEUBERT

 

Infantile Fluchten

Chronik einer kollektiven Entfremdung, aber ganz und gar nicht abweisend: In Sonnenfinsternis wird der Urlaub zur emotionalen Belastungsprobe – allerdings in verstörend vergnüglicher Art und Weise. Von SVEN JACHMANN

 

Im kleinen Reich der Comic-Fans

Trotz Sparzwängen hat sich der Internationale Comic-Salon in Erlangen behauptet und seine Besucherzahlen gehalten. ANDREAS ALT sammelte vier Tage lang Eindrücke beim größten deutschen Comicfestival, das die Branche regelmäßig größer erscheinen lässt als sie, jedenfalls in Deutschland, ist.

 

Verdiente Sieger

Alle zwei Jahre während des Comic-Salons werden die Max und Moritz-Preise, die deutschen „Comic-Oscars“, verliehen. Dieses Jahr war die Spannung besonders groß und ein bisschen Ärger gab es im Vorfeld auch. Von CHRISTOPHER FRANZ

 

Workshop für Idealisten

Eine Erlanger Institution feierte dieses Jahr Jubiläum: Zum 25. Mal fand das Comic-Zeichner-Seminar statt. Grund genug für MATTHIAS ROSS, sich den Kurs und den deutschen Comic-Nachwuchs einmal näher anzuschauen.

 

Achtung Wild!

Dass der Comic auch abseits seines Mediums funktionieren kann, bewies Uli Oesterles Lesung aus Hector Umbra, die erstmals außerhalb Münchens zu erleben war. FALK STRAUB hat sie sich angehört und -gesehen.

 

Zwischenstopp Bremen

Ein bisschen Serienkiller, ein bisschen Geschichtsunterricht, ein bisschen Gruseln und ein bisschen Sozialkritik - und dann noch als Comic. Das sollte doch ein Selbstläufer sein?, vermutet JENS ESSMANN.

 

10 Gründe, Engelmann zu lieben

Aufgelistet von BRIGITTE HELBLING

 

Lachen erlaubt?!

Da war mal was… ein Comic, in dem das Unrechtsregime der DDR in lustigen Geschichten angeprangert wird. Darf man das? Flix darf es, findet CHRISTOPHER FRANZ.

 

Geschichtsdrama als Familiengeschichte

Wie man mit einer Kreuzung von Familiengeschichte und deutsch-deutscher Vergangenheitsbewältigung ein durch und durch gelungenes Debüt abliefert, bekommt man mit Drüben! eindrucksvoll aufgezeigt. Von CHRISTIAN NEUBERT

 

Perry kämpft um die schwarze Null

Der Hamburger Kleinverlag Alligator Farm gibt seit 2006 ein Comic-Heft heraus, das auf der Science-Fiction-Serie Perry Rhodan beruht. Im Gespräch mit ANDREAS ALT erläutert Verlagssprecher Kai Hirdt das mühsame Ringen um einen Platz am Kiosk und in den Comic-Läden.

 

Böse neue Welt

Im zweiten Band der Werkausgabe von Milo Manara macht sich der Großmeister des erotischen Comics gemeinsam mit seinem Landsmann Hugo Pratt auf, um die neue Welt und die ihr innewohnenden Ambiguitäten zu erkunden. Von DANIEL WÜLLNER

 

"Bei mir ist es immer auch Autobiographie"

Mit dem frisch gebackenen Max und Moritz-Preisträger Nicolas Mahler hat CHRISTOPHER FRANZ ein Interview geführt.

 

"Ich nehme mir auch mal frei"

Flix gehört zu den bekanntesten und erfolgreichsten deutschen Comic-Zeichnern. CHRISTOPHER FRANZ hat ihn getroffen.

 

"Mach doch mal was Lustiges!"

Am Samstag, den 05.06. um 14:00 Uhr hat CHRISTIAN NEUBERT in Erlangen ein Interview mit Simon Schwartz geführt – im Frühstückssaal des Comic-Salons, wie es sich für diese Uhrzeit gehört.

 

Auf den Leib gemalt

Obwohl er längst einer der großen europäischen Comic-Zeichner ist, besuchte der Italiener Milo Manara dieses Jahr zum ersten Mal den Comic-Salon. Im öffentlichen Künstlergespräch stand er dem Moderator Harald Havas über sein früheres Schaffen und zukünftige Projekte Rede und Antwort. DANIEL WÜLLNER saß im Publikum.

 

Wer ist Tim?

Seit über 80 Jahren ist die Begeisterung für die Abenteuer des Jung-Reporters Tim, für seinen Hund Struppi und seine Freunde ungebrochen. Michael Farrs Tim & Co. ist eine weitere Huldigung dieser Helden. Mehr aber auch nicht! Von CHRISTOPHER FRANZ

 

Liebe, Sex und Zärtlichkeit

Maka-Maka erzählt mit freizügigen Darstellungen und in ungenierter Sprache die Geschichte zweier Studentinnen, die Sex als ein Mittel der Kommunikation betrachten – vorwiegend untereinander. CHRISTIAN NEUBERT hat ihnen dabei gerne zugeschaut.

 

,,Astrid war die Stilikone"

Die Geschichte von Astrid Kirchherr und Stuart Sutcliffe erscheint demnächst als Comic-Roman. TITEL bringt ein Interview mit einer exklusiven Vorschau aus Arne Bellstorfs Bilderwerkstatt. Von BRIGITTE HELBLING

 

Ein Universum voller Helden

Ein echter Klassiker, obwohl erst 15 Jahre alt! Deshalb legt Panini die vierteilige Graphic Novel jetzt als Trade Paperback neu auf. MATTHIAS ROSS ist von der Arbeit seines Namensvetters schwer beeindruckt.

 

,,Disneyland von Schmutz und Elend!"

Anfang der 90er Jahre – gegen Ende der 1. Intifada – wollte der Journalist und Comiczeichner Joe Sacco mit eigenen Augen sehen, wie es in den Städten und Flüchtlingslagern in Palästina zugeht. Jetzt sind seine Comicreportagen erneut auf Deutsch veröffentlicht worden. Von MARTIN GRAMLICH

 

Brave neue Welt

Seine Comic-Serie Sandman machte Neil Gaiman zu Recht zu einem der größten Comicautoren unserer Zeit. Nun erfindet der Meister der Träume, gemeinsam mit den Zeichnern Andy Kubert und Richard Isanove, in 1602 das Marvel-Universum  nicht neu, sondern "alt". Doch so einfach geht das nicht. Von DANIEL WÜLLNER

 

Die doppelte Alice

Gleich zwei Comicadaptionen von Lewis Carrolls Vorwegnahme dessen, was die Surrealisten später als das Absurde der Realität brandmarken sollten, versuchen sich an einer zeitgenössischen Transformation des Stoffes – mit völlig unterschiedlichen Methoden. Von SVEN JACHMANN

 

Das Werk des Meisters und der Makel

Robert Crumb, Vorzeigehippie und Fußfetischist, Erfinder der Antihelden Fritz the Cat und Mr. Natural, illustriert das Erste Buch Mose. Ist er etwa brav geworden? Von CHRISTOPHER FRANZ

 

Mal wieder Mahler

Pornografie und Selbstmord – unter diesem bizarren Titel erscheinen die gesammelten Geschichten Nicolas Mahlers aus der Titanic. Wer jetzt auch nur den Hauch von Erotik oder ein Gefühl von Niedergeschlagenheit erwartet, kennt Mahler schlecht und wird enttäuscht sein. Alle anderen werden das Buch lieben. Von CHRISTOPHER FRANZ

 

Grübel grübel und studier

Die literaturwissenschaftliche Zeitschrift Text + Kritik leistet sich einen Sonderband Comics, Mangas, Graphic Novels und das Comic-Magazin Reddition untersucht in einer Doppelnummer zum 25-jährigen Bestehen die vielfältigen Beziehungen zwischen Comics und Literatur. Die Frage nach den Gemeinsamkeiten und Unterschieden von literarischem und „graphischem“ Erzählen ist dabei das Leitmotiv der meisten Aufsätze. Von ALEXANDER FRANK

 

In Wessex geht die Post ab

Posy Simmonds ist 1945 geboren, im selben Jahr wie Wim Wenders, Bette Midler, Priscilla Presley und Rod Stewart, den eine britische Website als „ageing musician“ beschreibt. Entsprechend könnte man Simmonds als „ageing cartoonist“ kennzeichnen. Immerhin ist sie schon seit über 40 Jahren im Geschäft - anders als Stewart mit kontinuierlich steigendem Erfolg. Von BRIGITTE HELBLING

 

Trübe Aussichten

Hier ist sie also – Animal´z, Enki Bilals Vision einer düsteren Zukunft, in der die Welt in einen grauen Nebelschleier gehüllt ist. CHRISTIAN NEUBERT hat sich dort umgesehen.

 

EC/DC

Steve Niles' und Kelley Jones' Batman: Mitternacht in Gotham ist ein Trip in die Vergangenheit des Horrorcomics  – in mehr als nur einem Sinne des Wortes. Von MATTHIAS ROSS

 

Sturm im Wasserglas

Einem Landespolitiker, dessen Macht auf seinem internationalen Handels- und Finanzimperium beruht, werden Zügel angelegt, von denen er sich aber durch entschlossenes Handeln wieder befreit. Was in die gegenwärtige Finanz- und Wirtschaftskrise passen würde, hat sich tatsächlich im 17. Jahrhundert zugetragen. Sambal Oelek hat sich einer historischen Schweizer Persönlichkeit angenommen und eine Biografie daraus gemacht, die ANDREAS ALT jedoch nicht ganz überzeugt.

 

Na, dann mal los ...

Der erste Band der Manara-Werkausgabe, in dem der Südtiroler Zeichner auf Federico Fellini trifft, präsentiert zwei eigenwillige, aber gelungene Zusammenarbeiten der beiden Legenden. Von JENS ESSMANN

 

Böser gut, alles gut

Der Abenteuercomic Alim der Gerber geht in die zweite und dritte Runde. MATTHIAS ROSS hat sich angeschaut, ob es sich lohnt, der Serie weiter zu folgen.

 

Kurios fad

Bei Carlsen Manga erscheint, nach der jüngst veröffentlichten Reihe Shinanogawa, wieder eine Miniserie von Kazuo Kamimura, deren erster Band leider nicht die hohen Erwartungen, die CHRISTIAN NEUBERT an den meisterhaften Mangaka legt, erfüllen kann.

 

Die Welt ist schlecht, ungelogen!

Mit Kinderliteratur hat dieser Pinocchio nicht mehr viel zu tun. Das Comic-Update des Klassikers ist Ausdruck einer düsteren, apokalyptischen Weltanschauung – und außerdem wunderschön anzusehen. Von NILS KURFÜRST

 

Die Melancholie des Mysteriösen

Willkommen in Lovecraft lautet der Untertitel von Joe Hills Comicdebüt, und auch wenn der erste Band der Serie noch keine allumfassenden Urteile zulässt, bleibt zunächst festzuhalten: Das ist kein Programm, sondern eine freundliche Referenz. Eine Verbeugung vor dem pathologischen Traditionalisten, der die verborgenen Universalängste, die die Gothic Novels beherbergten, in Gestalt längst vergessener monströser Sternenvölker zur manifesten Bedrohung der gesamten Menschheit umgestaltete. Von SVEN JACHMANN

 

Wie klingt Bretécher, wenn sie lacht?

Einst war Claire Bretécher die einzige Comic-Künstlerin, die wir kannten. Nun ist, nach vielen Jahren, von der Französin ein neuer Agrippina-Band auf deutsch erschienen. Ein Anlass zur Rückbesinnung – mit BRIGITTE HELBLING.

 

Abenteuerliches Reportagekunstwerk

Ein Comic, der zugleich ein spannendes Abenteuer-Epos, eine fundierte Dokumentation humanitärer Hilfsarbeit und ein grafisch innovatives Kunstwerk sein will, muss eigentlich an seinen eigenen Ansprüchen scheitern. Oder er gelingt und wird grandios – wie Der Fotograf von Guibert, Lefèvre und Lemercier. Von ALEXANDER FRANK

 

Die einen trauen sich, die andern nicht

Nach einem Joint sieht alles anders aus: Wie der Rentner Emile die Lust am Leben wiederfindet. Von BRIGITTE HELBLING

 

Geschichte als Abenteuer

Der „French and Indian War“ in Nordamerika Mitte des 18. Jahrhunderts bildet den historischen Hintergrund für eine klassische Abenteuergeschichte im Stile der Schatzinsel. Überzeugend ist dabei vor allem die visuelle Gestaltung. Von NILS KURFÜRST

 

Lonesome Canadian Mountie

In drei klassisch frankobelgischen Bilderzählungen führen Rodolphe und Léo durch neue Abenteuer aus dem Leben ihres Helden Philipp Trent, Sergeant der Königlichen Berittenen Polizei Kanadas. Von CHRISTIAN GALGENMÜLLER

 

Was sie schon immer über Rom wissen wollten, aber nicht zu fragen wagten

Enrico Marini zeigt in Die Adler Roms, was der Geschichts- und Lateinunterricht schamhaft verschweigt. Von PETER KLEMENT

 

,,Hey - wie soll man Perfektion verbessern?"

Der Comicautor Robert Venditti hat eine steile Karriere hingelegt. Sein Debüt The Surrogates, das er zusammen mit dem Zeichner Brett Weldele geschaffen hat, erntete in den USA beste Kritiken und wurde prompt verfilmt. In der Science-Fiction-Geschichte geht es um eine Welt, in der die Menschen nur noch mittels Robotern, den sogenannten Surrogaten, interagieren und kommunizieren. Jetzt erscheint The Surrogates im CrossCult-Verlag auch auf Deutsch. MATTHIAS ROSS hat sich mit den Schöpfern getroffen und sich mit ihnen über den Comic, seinen Helden Harvey Greer und die anstehende Verfilmung unterhalten.

 

Die Götter müssen verrückt sein

Die Waffe der Götter, zweiter Band der Reihe Redhand überrascht mit einer verblüffenden Wandlung des Helden: Aus dem Nihilisten wird ein Sozialist – oder war er das etwa von Anfang an? Von MATTHIAS ROSS

 

Die Sorgen der kleinen Leute

Wenn am Himmel die Helden fliegen, wie soll da ein gewöhnlicher Comic-Zeichner noch bei einer Frau punkten? BRIGITTE HELBLING gefällt Andi Watsons elegante Superhelden-Persiflage.

 

Gabba Gabba Hey!

Sie sieht nicht nur aus wie eine Single, sondern bringt auch sonst alles mit, was eine gute Schallplatte ausmacht, findet zumindest FALK STRAUB und lässt sich vom ganz eigenen Rhythmus dieser Comic gewordenen Geschichte des Rock ’n’ Roll mitreißen. 

 

Fakt, Fiktion, Satisfaktion

Vor knapp acht Jahren hat Hermanns Abenteuerreihe Bos-Maury bei Kult Editionen eine neue Heimat gefunden. Nun wurde dort jüngst sein neuester Streich herausgegeben: Wassja führt den Leser in die Wirren des Kampfes um die Zarenkrone zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Von CHRISTIAN NEUBERT

 

Trau ihm, er ist ein Cop

Unter dem Pseudonym Pierre Dragon verbirgt sich ein wirkliches Mitglied der Renseignements Généraux – des Geheimdienstes der Nationalen Polizei Frankreichs –, der mit RG – Verdeckter Einsatz in Paris sein Debüt als Comicautor vorgelegt hat. Von CHRISTIAN NEUBERT

 

Schicksal in der Schwebe

Die etwas andere Familiengeschichte um das Haus Sambre geht mit Verflucht sei die Frucht ihres Leibes! in die Verlängerung. In den Startlöchern: eine Mutter im Knast und ein Sohn in der Gruft. Wo das hinführen wird, steht in den Sternen, wie es sich anlässt, steht hier. Von BORIS BAUSCH

 

Mikroskopisch groß

Der Avant-Verlag hat erneut Großes geleistet und sämtliche Strips der einzigen bekannten Helden des Nanokosmos, Leroy & Dexter, in einem ausgesprochen liebevoll editierten Büchlein versammelt. Großartig, findet CHRISTIAN NEUBERT

 

Paris 2011 - Aufbruch ins Ungewisse

Im zweiten Band der Serie Der große Tote setzen die Protagonisten ihren langen und beschwerlichen, mit Umwegen gespickten Weg fort. Und der Leser fiebert mit. Von CHRISTOPHER FRANZ

 

Üppig grünes Grauen

Was niedlich daherkommt, muss nicht niedlich sein: Jenseits ist nichts für schwache Nerven. Von BRIGITTE HELBLING

 

Family Business

Was herauskommt, wenn ein berühmter Vater zusammen mit seinem Sohn eine Vater & Sohn-Geschichte der etwas anderen Art fabriziert, hat sich FALK STRAUB angesehen und einen Piratencomic von Yves und Hermann Huppen zur Hand genommen.

 

Kein Superheld. Nirgends.

Mit Vier Augen vollzieht der 30-jährige Sascha Hommer den rite de passage des modernen Comic-Künstlers und erzählt aus seinem Leben. Von BRIGITTE HELBLING

 

Bis repetita non placent!

„Wiederholungen gefallen nicht!“, sagt Julius Caesar in Asterix und der Arvernerschild. Man wünschte sich, Marvel und Paul Jenkins hätten das auch gewusst, bevor sie mit ihrer Reihe Mythos begannen. Von MATTHIAS ROß

 

Unter falschem Namen

Mit Okko, einem Comic über einen herrenlosen Samurai, gelingt Hub ein Qualitätssprung, den ihm neun Jahre nach seinem Debüt als Comiczeichner wohl niemand mehr zugetraut hätte. Von FALK STRAUB

 

Liebe in Zeiten des Krieges

Mit Mattéo widmet sich der französische Comic-Künstler Jean Pierre Gibrat erneut seinem bevorzugten Thema: dem Krieg. Oder doch eher der Liebe? Von CHRISTOPHER FRANZ

 

Aus den Tiefen des Golden Age

Superman und Batman, die zugkräftigsten Superhelden der frühen Comic Book-Ära, hatten um 1940 viele weit weniger bekannte Kollegen. Deren Publikationsgeschichte war häufig schon vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs zu Ende, in dem sie immerhin eine Aufgabe hatten: die Nazis in Schach zu halten. Die meisten von ihnen gerieten rasch in Vergessenheit. Skurrile Charaktere wie The Fighting Yank, The Dynamic Man oder The Death-Defying Devil sind aber seit kurzem wieder interessant geworden – ihr Copyright ist nach mehr als 50 Jahren abgelaufen. Wie der Versuch ausschaut, die Helden als Project Superpowers wiederzubeleben, hat sich ANDREAS ALT angesehen.

 

Leichen pflastern ihre Wege

Comics über den Wilden Westen wildern gerne in einem anderen Medium: Oft dienen große Filmklassiker als Inspiration. Da macht auch Durango keine Ausnahme und geht mit seinem fünfzehnten Album El Cobra ins neunundzwanzigste Jahr. Von FALK STRAUB

 

Endlos kriminell

Comic-Magazine sind wie Wundertüten: von außen meist verlockend, aber was drinsteckt, ist ungewiss. Wenn man Glück hat, kann man aber tolle Funde machen. ALEXANDER FRANK griff zu und wurde gleich doppelt beglückt: erstens von Spring, zweitens von Orang.

 

War of no Words

Was kann man über die Werke eines der wichtigsten Comicautoren der Gegenwart noch Neues schreiben? Nicht viel, findet FALK STRAUB, wagt aber dennoch einen Versuch mit Alan Moores zweitem Band der Liga der außergewöhnlichen Gentlemen.

 

Action povera

Ein Mann geht spazieren und erlebt fast nichts. Wie viel dieses „fast nichts“ allerdings sein kann, zeigt Jiro Taniguchi in seinen 18 Comic-Meditationen Der spazierende Mann, die über 15 Jahre nach ihrer Erstveröffentlichung nun auch endlich auf Deutsch zu haben sind. Von ALEXANDER FRANK

 

Altes Eisen in neuem Glanz

Auf eine werkgetreue Umsetzung des umfangreichen Prinz Eisenherz-Epos mussten die Fans hierzulande lange warten – bis der 2006 gegründete Bocola Verlag sich der Sache angenommen hat. Inzwischen ist dort der neunte Band der auf 18 Bände angelegten Reihe erschienen. Von CHRISTIAN NEUBERT

 

Keine Stolpersteine, leider

Eine neue Serie über das Leben im Deutschland der NS-Zeit, der trotz aller guten Ansätze leider schnell der Biss und die eigenen Ideen ausgehen. Von JENS ESSMANN

 

Schlag auf Schlag

Im zweiten Band der Legende vom Changeling fegt Autor Pierre Dubois mit rasantem Erzähltempo über kleine inhaltliche Schwächen hinweg und hält die geheimnisvolle Story weiterhin in der Schwebe zwischen Fantasy und Realismus. Von FALK STRAUB

 

Glücksspiele

Auch im zweiten Sammelband von Jack of Fables haftet das Pech an den Fersen des märchenhaften Protagonisten. Gewohnt routiniert rücken Autoren und Zeichner ihren Hans ins Unglück – in Geschichten voll seltener Einfälle, die dem Leser eine seltsam sterile Kurzweil bescheren. Von FALK STRAUB

 

(Zeit)Reise ins Verderben

Es ist schon eine Crux mit den Zeitreisen. Viele physikalische Zusammenhänge sind zu beachten, die Gefahren kaum abzuschätzen. Deshalb sollte man als Laie lieber die Finger davon lassen. Die Autoren des neuen Spirou-Bandes Zu den Ursprüngen des Z haben es leider nicht getan… Von CHRISTOPHER FRANZ

 

Knollennase Marcos Lehrjahre

Mit Gewissheiten ist der vierte und letzte Teil von Manu Larcenets wunderbarer Comicserie Der alltägliche Kampf erschienen. Höchste Zeit, diese vier schmalen Bände voller lässiger Melancholie und poetischem Witz allen ans Herz zu legen, die keine Vorurteile über Männer mit Knollennasen haben. Von ALEXANDER FRANK

 

"Es geht um drei, vier Genres"

Die kleinen Comicbücher mit festem Einband, etwas backsteinartig, mit oft recht blutrünstigen, aber immer phantasievollen Geschichten – sie sind für den Ludwigsburger CrossCult Verlag charakteristisch. Sie machen seinen Erfolg aus, der sich im Gefolge der Mangawelle auch im Buchhandel eingestellt hat. Und doch bietet CrossCult ein weit vielfältigeres Programm, geht in jüngster Zeit sogar erste Schritte von den Comics zur Literatur. Darüber gibt Filip Kolek, seit knapp zwei Jahren CrossCult-Redakteur, im Gespräch mit ANDREAS ALT näher Auskunft.

 

Illustr(iert)e Männerprobleme

Spams. Im besten Fall sind sie lästig. Schlimmstenfalls zerstörerisch. Dass schon in den Betreffzeilen eine Komik mit großem Potential liegt, entgeht dem Adressaten der ungebetenen Nachrichten wohl im Allgemeinen. Schön, dass sich Nicolas Mahler in seinem neuesten Werk diesem vielversprechenden Thema angenommen hat. Von CHRISTOPHER FRANZ

 

Die Leiden des Fluppenkaspers

Ein knabenhafter Ich-Erzähler wird nachts von seltsam lädierten Robotern über eine Wiese gejagt. Warum, weiß er selbst nicht, aber sein lakonischer Ton verrät, dass dies nicht zum ersten Mal geschieht. Trotz seiner kindlichen Statur bleibt er der klassische Miller-Noir-Held: Rauchen will er, und später wird sein Leben davon abhängen, dass er eine Erektion unterdrückt. Von SVEN JACHMANN

 

Eine saubere Sache

Mit seiner Autobio lässt uns der Franzose Cyril Pedrosa an seinem Leben als waschechter Botschafter der politischen Ökologie teilhaben – mit all den speziellen Tücken, Zwiespalten und Glücksmomenten, die für einen solchen Charakter wohl unvermeidlich sind. Von CHRISTIAN NEUBERT

 

Gotham Noir

Heath Ledgers Darstellung des Jokers in The Dark Knight wird die Figur auf lange Zeit hin prägen. Sein Joker gilt als der ultimative Joker. Kann ein Comic da überhaupt noch mithalten, der Figur genauso viel Tiefgang geben wie ein Schauspieler? Brian Azzarello und Lee Bermejo gelingt es mit ihrer Graphic Novel Batman: Joker. MATTHIAS ROß über Etiketten, Neo-Noir und Superhelden.

 

Eine Reise in die Vergangenheit

Die Albenserie Die Abenteuer von Blake und Mortimer gehört zum Kanon der frankobelgischen Comic-Kultur. Wie nicht anders zu erwarten war, erfüllt auch der neueste Band Das Heiligtum von Gondwana die hohen Zielvorgaben. Von CHRISTOPHER FRANZ

Synth(ie)haft gut

MATHIAS BROSE hat sich das Debüt der Norweger angehört und lädt ein auf eine Kneipentour mit Strickpullover und Tanzbein.

"Ich will mich wieder spüren!"

Die Fußball-WM ist vorbei, der Bundespräsident gekrönt, jetzt kommt die Sommerpause - die Zeit der wirklich großen Themen.

 

Eine Kolumne von MATHIAS ...

Ein literarischer Almadovar

Javier Tomeo hat eine Sex-& Pornosatire geschrieben. Von WOLFRAM SCHÜTTE

Aus einer anderen Zeit

Reicht ein vor fast 40 Jahren ausgesprochenes Aufführungsverbot, um einen Film im Jahr 2010 in die Kinos zu bringen? Wenn es nach der DEFA-Stiftung geht, ja. Von BASTIAN BUCHTALECK