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Donnerstag, 02. September 2010 | 20:10

 

Der überraschende Klang beim Brechen der Zeile

Neue Gedichte von Knut Schaflinger. Gelesen von STEFAN HEUER

 

Wunderschön aber seltsam

Sie gehört zu den aufregendsten Lyrikerinnen ihrer Generation. Bei luxbooks ist eine zweisprachige Ausgabe der Gedichte von der Amerikanerin Sarah Manguso erschienen. Von BRIGITTE HELBLING

 

Zwischen Stillstand und Bewegung

Wie unterschiedlich es sein kann, wenn man zwei junge Gedichtbände von zwei verschiedenen Kontinenten liest, zeigt die Lektüre von John Mateers und Christoph Wenzels neuen Gedichtbänden. Von MARIUS HULPE

 

Die Fruchtbarkeit des zweiten Meeres

Andreas Altmann und sein Blick auf das Wesentliche. STEFAN HEUER hat einen homogenen Gedichtband auf hohem Niveau gelesen.

 

Rhapsodies in Blue and Black

Lyrik und Leben: HANS-KLAUS JUNGHEINRICH über die „testamentarische“ Sammlung der Gedichte von Horst Peisker.

 

Rautenbergs Lyrikband von vorne bis hinten gelesen

... und mir fiel dabei eine Menge ein, was mit den Gedichten nichts zu tun hatte. Das Protokoll einer Lektüre von BRiGITTE HELBLING.

 

Michael Lentz weint in sein Handy und einige Fragen, die man sich beim Lesen von Liebeslyrik stellt

Neulich war Michael Lentz beim SWR zu sehen, in der Sendung Literatur im Foyer zusammen mit seinem Dichterkollegen Raoul Schrott, der neben Gastgeberin Felicitas von Lovenberg aussah wie ein strubbeliger Fernsehkommissar, während Lentz wie sein Hauptverdächtiger wirkte, der am Ende aber nicht schuldig, sondern nur seltsam ist. Offene Unruh, 100 Liebesgedichte, gelesen von BRIGITTE HELBLING.

 

Auf dem Weg zum Wir

CARL WILHELM MACKE über die Gedichte des italienisch-deutschen Schriftstellers Gino Chiellino.

 

Junge Auflage

Marc Mer nimmt Minimalismus ernst: In den vorliegenden rund 80 Kürzesttexten kommt er mit kaum mehr als zwei Handvoll verschiedener Wörter aus, die er in immer neuen Konstellationen zueinander verschiebt und auf wechselnde Bedeutungen abklopft. Von FRANK SCHORNECK

 

Lustige Lyrik

Thomas Gsella, langjähriger Chefredakteur der Titanic, ist nicht nur einer der begabtesten Reimer dieses Landes (ja, tatsächlich!), sondern auch einer der besten Parodisten. Dieser Band beweist's. Von TINA MANSKE

 

Wahrnehmungsstimuli

Literaturheft nennt sich diese neue Zeitschrift aus Hamburg, die tatsächlich das angenehme Format jener Hefte hat, in die wir unsere ersten Schriftkringel malten. Handlich ist sie, weder ein dünnes Nichts noch ein einschüchternder Ziegel, und besonders froh stimmt natürlich auch der völlig unelitäre Preis von vier Euro. Ein echtes Angebot nicht nur für Raucher, mal das Rauschmittel zu wechseln, meint GISELA TRAHMS.

 

Wort, eine lausige Zufallshure

In welche Schublade soll man die Gedichte von SAID stecken? Tief geprägt ist er sicherlich von der Lyrik-Tradition seines Herkunftslands, in der die Poesie bis heute eine Popularität genießt, die bei uns überhaupt nicht mehr vorstellbar ist. Von CARL WILHELM MACKE

 

wort für wort und irgendwie / riecht es scharf nach poesie

Nach seiner Nacht im Kreuz erschien im vergangenen Jahr mit Wortlos bereits Theo Breuers zweiter Band bei der Silver Horse Edition; illustriert mit Linoldrucken von Karl-Friedrich Hacker, mit dem Breuer schon bei zahllosen Projekten in Hackers edition bauwagen kollaborierte, markierte er den zwölften Band der von Verleger Peter Ettl innerhalb recht kurzer Zeit etablierten und hochkarätig besetzten Lyrikreihe. Von STEFAN HEUER

 

Reduziert, komplex, konzentriert

Adrian Kasnitz’ Intermezzo in heimischem Gefilde. Von STEFAN HEUER

 

Wilder Textnordenwestensüdenosten

Das Leben des Cowboylyrikschreibers ist ein einziges langsames Vernarben, ein stetes Provisorium, ein ständiger Kampf mit den Klischees. LÉONCE W. LUPETTE über eine gut gemachte Vorreiterin unter den Anthologien.

 

Kopulation ist nicht geiler als der Tod

Walt Whitmans „Ich“ fliegt über Amerika. Und was sollen wir damit, wir Nichtamerikaner? Whitmans Grasblätter sind auch uns zugeeignet, den Bewohnern „fremder Länder“:

 

Ich hörte, daß ihr etwas erbittet, dieses Rätsel der Neuen Welt zu bekunden / und Amerika zu erklären, seine athletische Demokratie,/Deshalb sende ich euch meine Gedichte, damit ihr in ihnen erblickt, was ihr verlangt.

Von BRIGITTE HELBLING 

 

Vierdimensionaler Fernseher mit hundert grünen Programmen

STEFAN HEUER hat Peter Ettls Natur- und Landschaftslyrik gelesen.

 

Sprachästhetisches Statement

Dieter M. Gräfs Gedichte sind flussaufwärts treibende Köpfe. Oder auch nicht. Denn alles, was man über Gräfs Gedichte verbindlich zu sagen versucht ist, erweist sich im nächsten Moment schon wieder als unwahr oder zumindest als nicht ganz richtig ... Von LARS REYER

 

Mach Platz, Alter?

Man muss nicht alles von Updike mögen, um diesen Gedichtband zu genießen: Ein seltsam heiteres Trostbuch, gelesen von BRIGITTE HELBLING

 

Offene Hand bei offenem Auge

Landschaft, offene Hand – unter diesem Titel erscheint in der Edition Thaleia der erste Lyrikband des 1957 im Saarland geborenen und eben dort noch heute lebenden Musikwissenschaftlers und Germanisten Markus Waldura. STEFAN HEUER hat das Lyrikdebüt gelesen.

 

In die Hölle, in die Salons

Patrizia Cavalli, eine italienische Poetin in einer „Zeit inzwischen untergegangener gesellschaftlicher Utopien“ wird zum ersten Mal in einer Auswahl ihrer verstörenden Gedichte dem deutschsprachigen Publikum vorgestellt. Von CARL WILHELM MACKE

 

,,Ein Zeichen sind wir, deutungslos"

Diese Worte kritzelte Hölderlin kurz vor seinem Verstummen in einen Gedichtentwurf. Für ihn selbst allerdings gilt das Gegenteil: an kaum einem anderen Dichter haben die Deuter so oft die eigene Feder erprobt. Dieses Mal höchst erfolgreich, findet GISELA TRAHMS

 

Ein tosendes Meer

Göran Sonnevi schreibt Gedichte auf der Höhe der ungeheuren Informationsflut unserer Tage. Er wendet sich nicht ab von den Schreckensnachrichten aus allen Teilen der Welt, sondern versucht ihnen Poesie schreibend standzuhalten. CARL WILHELM MACKE über die mitreißenden Langgedichte des schwedischen Lyrikers.

 

Ein filigranes Schweben

Fein ausgearbeitete Gedichte und eine gehaltvoll-reduzierte Sprache kennzeichnen Jürgen Nendzas Lyrikband Die Rotation des Kolibris. Von STEFAN HEUER

 

Ohne verklärenden Blick

Olaf Velte mag seine Gedichte am heimischen Schreibtisch niedergeschrieben haben, er mag sie auch dort überarbeitet haben, entstanden aber sind sie im Freien: beim Überspringen eines Bachlaufs, beim Abknicken eines Haselstrauchs, beim ersten Anzeichen eines heranziehenden Gewitters. Von STEFAN HEUER

 

Die Wahrheit der Dichtung

CARL WILHLEM MACKE über Die letzten Gedichte von Michael Hamburger

 

Leise Weisen

Wer eine Anthologie herausgibt, muss mit einer Menge Gezeter rechnen. Warum sind gerade diese Autoren vertreten? Warum jene Texte? Und überhaupt ist das ganze Buch zu dick / zu dünn / zu elitär / zu Mainstream / zu einseitig usw. Thomas Geiger hat’s trotzdem gewagt…

 

Wo Teilzeitstewardessen Döner essen

Endlich mal keine Cover, auf denen nackte Frauenrücken in mattem Morgenlicht posen, keine feuchten Unterhosen; nein, es gibt sie noch, eine Dichtung aus den guten alten Ingredienzien Melancholie, Männerfreundschaft, einer Prise Anarchie und Restalkohol. Sicher lassen sich Björn Kuhligk (Von der Oberfläche der Erde) und Clemens Kuhnert (tina die teilzeitstewardess) nicht über einen Kamm scheren, dennoch scheinen sich nicht nur inhaltlich einige Beziehungsfäden zu ergeben. Was hier zu entdecken ist, das ist weder Moschus noch Machismo, das ist eine selbstbewusste, unartifizielle dichterische Haltung fernab jeder Verrenkung. Zwei neue Gedichtbände, gelesen von DANIEL KETTELER

 

Grüner Klee macht uns nicht arm!

Sandra Trojans Lyrik-Debüt ist auf begeisterte Resonanz gestoßen – aber sind diese Lobeshymnen auch gerechtfertigt? STEFAN HEUER hat‘s überprüft.

 

Säge im Kopf, Schmetterling vor Augen

Ziemlich extrem, wie wir so leben zwischen heute und heute, zwischen Empfindsamkeit und Brutalität, Leere und Überfülle. Andre Rudolph blättert die Bilder zur Lage auf. Von GISELA TRAHMS

 

Das dreißigste Jahr

Ob das Jahrbuch der Lyrik 2009 das letzte sein wird, ist noch nicht ganz raus. Ein besonders schönes ist es jedenfalls geworden. Von DANIEL GRAF

 

Schussblumen

rinforzando heißt der Debütband René Steiningers, was „plötzlich stärker werdend“ bedeutet. Das der Musik entlehnte Stichwort bezeichnet die Eigenart der Gedichte und wenigen Prosastücke, die der österreichische Bucher Verlag Hohenems herausgebracht hat, durchaus treffend, meint ANDREAS DEGEN

 

Ein langer Atemzug gegen den Tod

D.A. Powells Gedichte sind Zeugnisse extremer Erfahrungen, aber auch, bis in die Form hinein, Dokumente des Widerstands. Von GISELA TRAHMS        

 

Gipfelblick

Kaum jemand schreibt so unterhaltsam über Literatur wie der Schweizer Germanist Peter von Matt. Hier leuchtet nicht nur die Poesie, sondern auch ihre Deutung. Von GISELA TRAHMS

 

Quer durch die Formgeschichte

Dieses kleine Bändchen ist eine kleine Schatztruhe für alle, die sich mit Lyrik generell und mit Sonetten im Besonderen beschäftigen. Von DIRK SCHINDELBECK

 

Raum für Echos

Nora Gomringer erforscht mit ihrem neuen Gedichtband die Schwankungen im Betriebsklima zwischen Ich und Welt. Und die Möglichkeiten ganz unterschiedlicher Sprechweisen. Von DANIEL GRAF

 

Zeitloses Vokabular, exaktes Besteck

Luidl arbeitet nach einem klaren Muster und mit geschickten Wiederholungen. Er operiert mit sehr exaktem Besteck, verzichtet auf formelle Vertracktheiten und konzentriert sich auf ein zeitloses Vokabular. Von STEFAN HEUER

 

Donegal auf der Brust

In Sweeneys Irlandgedichten, von Jan Wagner genau und gefühlvoll übersetzt, regieren weder Klischee noch Folklore, sondern konkrete, alltägliche Dinge und erstaunliche Details. Von GISELA TRAHMS

 

Die Folgenlosigkeit der Erkenntnis

Worin liegt der Reiz von Texten, die nicht einfach nur erzählen, sondern vielmehr auflisten? In der Erkenntnis, die sie vermitteln, meint Ann Cotten. Überprüft von CARSTEN SCHWEDES

 

Die Erstgeborenen haben eine schöne Stimme

Die neue Reihe der Fixpoetry-Lesehefte, vorgestellt von STEFAN HEUER.

 

Geübter Steilpass

- lyrische Collagen von Andreas Noga

Ein inspirierter, inspirierender Gedichtband findet STEFAN HEUER.

 

Diorama: Technicolor

Mit Fluchtpunkt: Perspektiven rückt Lutz Steinbrück seinen Debütband in die Bildebene, winkelt die Blicke an Gesellschaft und Städten, tastet sich aber auch fernab des Technicolors und aller Peripherien in den Innenraum des Subjekts vor und wieder dorthin zurück. Von SIMONE KORNAPPEL

 

Du mit deinem leisen Lächeln

Gedichte von Werner Bucher: Eine lyrische Werkschau zur holden Weiblichkeit, beschaut von STEFAN HEUER.

 

Geschmack von Brot und Jenever

Endlich liegt nun auch eine deutsche Übersetzung von Gedichten eines der derzeit wichtigsten Lyrikers der Niederlande vor. Von CARL WILHELM MACKE

 

Krisenfester Wert

Früher, in der Schule, wollten wohl die meisten von uns bei der Ankündigung „Gedicht!“ am liebsten die Klasse verlassen. Aber um wieviel Vergnügen und Weisheit brächte man sich, wollte man diesen Fluchtreflex aufrecht erhalten bis zum Grabe! Eine vorweihnachtliche Kaufempfehlung von STEFFEN RIZZ.

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