Liebes Samstag-ist-Krimitag-Publikum,
heute in Samstag-ist-Krimitag, dem Kriminalmagazin: THOMAS WÖRTCHE über den Shootingstar aus Südafrika, Roger Smith. CARLO SCHÄFER grübelt in seiner Krimischmiede über die Sinnfrage. NILS KURFÜRST begeistert sich über das Comic-Projekt Sleepers …
Miasmen am Kap
Roger Smith ist das südafrikanische Lieblingskind der internationalen Kriminalliteratur. Auch bei uns. Südafrikanische Kriminalliteratur ist sowieso in, auch wenn man nicht so genau weiß, warum. THOMAS WÖRTCHE hat sich den neuen Roman von Smith ganz genau angesehen.
Die Kä(ß)seglocke
Folgen Sie CARLO SCHÄFER in seine Krimischmiede, in der er auf dem Wahnsinn der Welt herumhämmert, auf dass die Funken sprühen. Regelmäßig alle 14 Tage … Heute begibt er sich auf die Sinnsuche.
Unmoralisch und grandios
Der vierte Band von Sleeper ist Abschluss von nicht weniger als einer der besten Comic-Serien aller Zeiten. Nun ist Sleeper auch auf Deutsch endlich komplett. NILS KURFÜRST gerät ins Schwärmen.
Masse schlägt Klasse
Viel zu oft wölken auch Kritiker interpretativ. Literaturkritik heißt aber auch Handwerkskritik. KLAUS KAMBERGER hat eine Stichprobe aus der ausgeuferten Produktion genommen und durch die Qualitätskontrolle laufen lassen.
Egomanisch, mit scharfem Verstand
Neulich hat uns DORIS WIESER den chilenischen Autor Roberto Ampuero in einem Interview vorgestellt. Nun ist sein Roman Der Fall Neruda erschienen. Hier die Rezension.
Kalaallit Nunaat - Ein Island-Krimi, der in Grönland spielt
Grönland ist die eigentliche Hauptperson in Yrsa Sigurðardóttirs neuem Roman – und nur deshalb lesenswert. Oder gerade deshalb! TANJA SIEG denkt über die gnadenlose Beliebtheit von Island-Krimis nach.
Spielball einer implodierenden Realität
oder Dunkler Gefährte – ein philosophischer Roman-noir
Jim Nisbet gilt vielen immer noch als ein Geheimtipp. Dabei hat der 1947 geborene Autor einiges vorzuweisen: Seine ersten drei Kriminalromane erschienen in der legendären Black Lizard-Reihe und der Noir-Roman Dark Companion wurde 2006 für den Hammett-Preis nominiert. Dieser ist jetzt in deutscher Übersetzung bei Pulp Master erschienen und bietet dem Leser eine hervorragende Möglichkeit, diesen bemerkenswerten Autoren kennen und schätzen zu lernen. CLAUS KERKHOFF feiert Buch und Autor.
Dialogschlacht in der Nachkriegszeit
Es gibt Dinge, für die muss man in der richtigen Stimmung sein. Sex zum Beispiel. Oder Charles Todd. Diese vollkommen inadäquate, reißerische und respektlose Analogie reicht übrigens noch weiter: Wenn man nicht in Stimmung dafür ist, wird es arg zäh. Aber manchmal kommt es dann doch noch ganz unverhofft zum Höhepunkt, und man schläft ein bisschen versöhnter ein. HENRIKE HEILAND war mutig …
Mord als Therapie
Über Schuld und Sühne kann man beliebig oft neu verhandeln. Das geht mal gut, mal weniger. Manchmal könnte man es aber auch lassen. JOACHIM FELDMANN hat so einen Fall bei seinen Streifzügen durch die überbordende Produktion gefunden.
Damons und Ismenens ...
von Johann Wilhelm Ludwig Gleim
Liebes Samstag-ist-Krimitag-Publikum,
heute im Kriminalmagazin: PETER MÜNDER über den Kriegsfotografen Don McCullin. CARLO SCHÄFER denkt in seiner Krimischmiede über Schicksalsfragen der Menschheit nach. Ein dringender Kauftipp kommt vom Krimibuchhändler unseres Vertrauens, CHRISTIAN KOCH: Matti Rönkä!
True Blogs stellt Ihnen eine Schlüsselfigur des 20. Jahrhunderts vor! Sie lesen TOBIAS GOHLIS über Andrew Taylor und KIRSTEN REIMERS über Polina Daschkowa. SABINA SCHUTTER erfreut sich an Helen Fitzgerald und JOACHIM FELDMANN schüttelt den Kopf über Edith Kneifl.
Unser Gedicht ist heute von Lawrence Raab – eine Hommage an Raymond Chandler!
Viel Spaß und gute Unterhaltung wünscht Ihnen aus Berlin
Ihr Thomas Wörtche
Missionar oder Mediator?
Über den britischen Kriegsfotografen Don McCullin und seine große Berliner Ausstellung The Impossible Peace. Von PETER MÜNDER
Verschwörungen überall
Folgen Sie auch heute wieder CARLO SCHÄFER in seine Krimischmiede, in der er auf dem Wahnsinn der Welt herumhämmert, auf dass die Funken sprühen. Das passiert mit schöner Regelmäßigkeit alle 14 Tage … Heute geht es um zwei Schicksalsfragen der Menschheit: Paranoia & Dummheit.
Wieder mal grenzüberschreitend
Unter den vielen, vielen nordischen KriminalautorInnen, die alle gar nicht so wichtig sein können, wie man uns immer erzählen will, gibt es ganz sicher einen, der wirklich wichtig und originell ist: Matti Rönkä. Ein Kauftipp vom Krimibuchhändler unseres Vertrauens, CHRISTIAN KOCH.
Heute: Meyer Lansky
Blogs und Internet-Auftritte von Autoren, Kritikern, Magazinen und anderen Publikationen gehören heute wie selbstverständlich zur publizistischen Landschaft. Wir stellen Ihnen regelmäßig gelungene Beispiele vor. Samstag solche aus der bunten Welt der Crime Fiction. Heute: Meyer Lansky
Alltag & Gewalt
Andrew Taylors historische Kriminalromane verdienen eine sehr genaue und kompetente Lektüre, denn sie sind etwas sehr Eigenes. Dafür Lob und Preis von TOBIAS GOHLIS.
Wenig Hoffnung im Schatten
Polina Daschkowa gilt als die wichtigste Krimiautorin Russlands. In ewiger Nacht ist der neunte Krimi, den der Aufbau Verlag von ihr veröffentlicht. KIRSTEN REIMERS ist beeindruckt.
Total toll und lieb
Krimi oder Frauenroman oder Frauenkrimi oder egal? SABINA SCHUTTER jedenfalls mag den Roman von Helen Fitzgerald, zumindest letztendlich.
Nur ein Sammelsurium
Das Regional-Krimi-Gedöns treibt oft seltsame Blüten. JOACHIM FELDMANN hat den Glauben an das Gute noch nicht aufgegeben und streift unerschrocken durch seltsame literarische Gegenden. Heute durch Wien …
The Assassin`s Fatal Error
von Lawrence Raab

Liebes Samstag-ist-Krimitag-Publikum,
heute in Samstag-ist-Krimitag: MAX ANNAS kommentiert den Erfolg der Südafrika-Romane von Roger Smith, LENA BLAUDEZ’ neuer Bescheidener Vorschlag ist heute ein Pamphlet gegen unseren Umgang mit dem Kontinent Afrika. Mit der heutigen Lieferung verabschiedet sich DR. LEHMANNs Sach- und Warenkunde zunächst einmal vom SiK. TANJA SIEG stellt uns im Interview die dänische Schriftstellerin Inger Wolf vor. True Blogs greift schon einmal auf ein künftiges SiK-Thema vor und macht Sie mit der amerikanischen Autorin Christa Faust bekannt. JOACHIM FELDMANN greift anlässlich der Taschenbuchausgabe von D. B. Blettenbergs Roman Land der guten Hoffnung noch einmal das Thema Afrika auf. KIRSTEN REIMERS beschäftigt sich einlässlich mit Jeff Lindsays Serienkillerserienkiller und NADJA ISRAEL wundert sich, warum Tana French so gehypt wird.
Unser Krimi-Gedicht stammt heute von Weldon Kees und wird mit einer kleinen Anmerkung von BRIGITTE HELBLING geliefert.
Viel Spaß und gute Unterhaltung wünscht Ihnen aus Berlin
Ihr Thomas Wörtche
Blutige Klischees
Kap der Finsternis von Roger Smith hat in Deutschland abgeräumt: Bester Kriminalroman des Jahres bei der KrimiWelt-Bestenliste und zweiter Platz beim Deutschen Krimipreis – hervorragende Kritiken allerorten. MAX ANNAS, der in Südafrika lebt, ist jedoch skeptisch. Ein Kommentar über Rezeption, Nähe und Point-of-View …
Retten Sie Afrika!
Die Fußball-WM in Südafrika macht aus dem Kontinent ein Thema. Afrika ist Schauplatz unglaublich bescheuerter TV-Events, von dümmlichen Romanen und ein Profilierungsfeld phrasendreschender Politicos. Dabei ist Afrika eine Schnittstelle von Makro- und Mikrokriminalität, von Politik und Verbrechen, von Ausbeutung und Unterdrückung – ein gewalttätiger Polit-Thriller von gewaltiger Dimenson. LENA BLAUDEZ, die in Afrika gelebt hat, platzt der Kragen …
Kleine Kriminalistik für Krimis
Heute: Der letzte Zeuge
Bei der Obduktion einer Leiche geht es zuallererst darum, zu klären, woran der Mensch gestorben ist. Beispielsweise vor Ausbruch des Feuers oder eben durch die Explosion (Ruß in der Lunge), an einem Autounfall oder an einer vorangegangenen Vergiftung (toxisches Lungenödem), als er enthauptet wurde (Blut in der Lunge) oder doch schon davor, welche Handlung also tatsächlich für seinen Tod verantwortlich ist. Die Polizei versucht dann, die Handlung einem Täter zuzuordnen.
Die dänische Provinz als Ort des Übels
Ein Krimi über Pädophilie geht eigentlich gar nicht! Oder? Doch! Die Autorin Inger Wolf hält die Balance zwischen hochsensiblem Thema und spannender Unterhaltung. Herausgekommen ist ein überzeugender Kriminalroman aus Dänemark. TANJA SIEG hat mit ihr ein E-Mail-Interview geführt.
Heute: Christa Faust
Blogs und Internet-Auftritte von Autoren, Kritikern, Magazinen und anderen Publikationen gehören heute wie selbstverständlich zur publizistischen Landschaft. Wir stellen Ihnen regelmäßig gelungene Beispiele vor. Heute: Christa Faust
Kein Kommentar
Pünktlich zur Fußballweltmeisterschaft in diesem Jahr bringt der Pendragon Verlag D. B. Blettenbergs Roman Land der guten Hoffnung in einer Neuauflage heraus – mit dem fragwürdigen Zusatz „Südafrika-Krimi“. An Aktualität hat der erstmals 2006 erschienene Roman nichts verloren. Es geht um ein Land, das auch fast zwei Jahrzehnte nach dem Ende des Apartheid-Regimes noch immer unter dessen Nachwirkungen leidet. JOACHIM FELDMANN empfiehlt …
Der Serienkillerserienkiller
Dexter Morgan, Forensiker bei der Polizei von Miami, frönt einem dunklen Hobby: dem Meucheln von Serienkillern, ist er doch selbst einer von ihnen. Behauptet zumindest sein Autor wortreich und wohlklingend. KIRSTEN REIMERS zweifelt an dem oft beschworenen bösen Grundzug des freundlichen Serientäters.
»Das Gold am Ende des Regenbogens ist der Mörder«
Die irische Autorin Tana French hat mit ihrem neuesten Roman Totengleich einen dicken Schmöker für den Urlaub fabriziert, der sich leicht liest und an dem es erst einmal überhaupt nichts auszusetzen gibt: Ein altes Herrenhaus, eine mysteriöse Doppelgängerin, gefährliche Liebschaften und eine Heldin aus dem 21. Jahrhundert ergänzen das Tableau zum Mord und betten ihn in eine schauerromantische Kulisse. Aber … NADJA ISRAEL ist enttäuscht.
Crime Club
von Weldon Kees
Liebes Samstag-ist-Krimitag-Publikum,
heute in SiK, dem Kriminalmagazin: HENRIKE HEILAND war im Kino und hat sich den Sherlock-Holmes-Film von Guy Ritchie angesehen. CARLO SCHÄFER denkt in seiner Krimischmiede über die wirklich wichtigen Dinge des Lebens nach. JAN CHRISTIAN SCHMIDT hat den ausführlichen Nachruf auf Robert B. Parker geschrieben. CHRISTINA BACHER hat mit Pavel Kohout ge- und seinen neuen Roman besprochen. PETER MÜNDER hat eine neue Autorin aus Singapur entdeckt: Shamini Flint. BRIGITTE HELBLING begibt sich mit Dmitry Glukhovsky in die Moskauer Unterwelt und zwischen die Genres. ANNA VERONICA WUTSCHEL stellt uns Daniel Depp vor und JOACHIM FELDMANN ist von Jo Nesbø überrascht.
Zur Theologie von Tod & Co. heute ein Klassiker der Lyrik: Andreas Gryphius.
Viel Spaß und gute Unterhaltung wünscht Ihnen aus Berlin
Ihr Thomas Wörtche
Where science would take the place of chance
Noch eine Sherlock Holmes Verfilmung? Ja! Und diesmal eine, die die ganze olle Holmes-Folklore nicht wiederkäut und unter dem Rezeptionsgerümpel etwas sehr Taugliches hervorzieht. HENRIKE HEILAND war im Kino.
Humbadumpfballera
Folgen Sie auch heute wieder CARLO SCHÄFER in seine Krimischmiede, in der er auf dem Wahnsinn der Welt herumhämmert, auf dass die Funken sprühen. Das passiert regelmäßig alle 14 Tage … Heute beschäftigt er sich mit letzten Dingen, also mit der Frage: Was ist ein Krimi?
Sensibler Rowdy
Robert B. Parker, 1932–2010 – Ein Nachruf von www.kaliber38.de-Macher JAN CHRISTIAN SCHMIDT
Dreiecksgeschichte mit tödlichem Ausgang
„Ich protestiere im Voraus gegen den Verdacht, es handle sich um ein politisches Buch. Ebenso protestiere ich gegen den Verdacht, es handle sich um ein unpolitisches Buch“, konstatierte Pavel Kohout, als sein Weissbuch C. J. Bucher erschien. Letztendlich sei es einfach ein in Prag geschriebenes Buch. Das war 1971. Mit dem Roman Die Schlinge legt der 82-Jährige nun einen Prag-Roman vor, in dem es nicht nur um Liebe, Korruption und Intrigen geht, sondern vor allem um ihn selbst. Die Frage, ob es ein politisches Buch sei, erübrigt sich dann eigentlich von selbst. CHRISTINA BACHER hat es gelesen.
"Meine Geschichten enden tragisch, aber das ist nicht meine Schuld."
Ein Gespräch mit Pavel Kohout über seinen neuen Roman Die Schlinge und über das Glück, mit einem guten Wissen zu leben. Von CHRISTINA BACHER
Mit Frust, Bart und Turban: Inspektor Singh greift ein
Es gibt noch echte Entdeckungen im Crime County: Inspektor Singh aus Singapur, ein pummeliger Sikh, ausstaffiert mit Rauschebart, Turban und Turnschuhen, ist ein wunderbarer, unkonventioneller Cop. Die ehemalige Singapurer Rechtsanwältin Shamini Flint schickt Singh in ihrem ersten Krimi Die tödliche Familie Lee auf eine Dienstreise nach Malaysia – und dort ist der Teufel los. Eins steht fest: Flint und ihr Sikh-Inspektor Singh ergeben eine unwiderstehliche Kombination … Eine Trouvaille von PETER MÜNDER.
There be Monsters
Mit Dmitry Glukhovskys Metro-Romanen wird die russische Liebe zur Dystopie um eine knisternde Dimension erweitert. Liest sich wie frisch gezapftes Bier, findet BRIGITTE HELBLING.
Eine Stadt für Loser
Daniel Depp möchte nicht auf seinen (Halb-)Bruder Johnny angesprochen werden, heißt es. Warum aber steht der dann mit einem mäßig originellen Spruch auf dem Cover? ANNA VERONICA WUTSCHEL hat sich um so was nicht gekümmert und einfach das Buch gelesen.
Spitzenmittelmaß
Jo Nesbøs Romane um seinen Helden Harry Hole sind Phänomene. Evidenterweise sind sie eher mittelmäßig und wenig originell, dennoch landete jetzt der Leopard auf allen Listen und Rankings ganz oben. JOACHIM FELDMANN hat sich ein paar Gedanken dazu gemacht.
Mitternacht
von Andreas Gryphius
Liebes Samstag-ist-Krimitag-Publikum,
heute in SiK, dem Kriminalmagazin: Zurzeit tourt James Ellroy durch Deutschland. In Hamburg hat sich PETER MÜNDER das Spektakel angeschaut. DR. LEHMANNs Sach- und Warenkunde beschäftigt sich in der 4. Folge der neuen Staffel überraschenderweise mit Leichen.
FRIEDEMANN SPRENGER hat Western-Comics angeschaut, die auch Thriller sind; HENRIKE HEILAND hat Kurzgeschichten von Ian Rankin gelesen und dabei über die Short Story an und für sich nachgedacht. H. L. BURKARDT ärgert sich über ein schwaches Buch von Jean Amila, das zudem auch noch schlampig übersetzt ist, FRANK RUMPEL ist kulinarisch mit Martin Suter unterwegs. THOMAS WÖRTCHE kümmert sich anhand von Milo Raus Ceausescu-Projekt um die seltsamen Dialektiken von Kontexten und Texten.
Das Gedicht ist ein bekannter Hit von Sade, ein schönes Video aber eröffnet neue Möglichkeiten, den Song zu verstehen! Gute Unterhaltung und viel Spaß wünscht Ihnen aus Berlin
Ihr Thomas Wörtche
Mein Kampfhund heißt Margaret
James Ellroy war schon immer ein sehr emsiger und bemühter Selbstdarsteller. Deswegen hat SiK ihn sich in Hamburg angeschaut – ein vergnüglicher Lesungsbericht von PETER MÜNDER.
Kleine Kriminalistik für Krimis
Heute: In der Rechtsmedizin - die innere Leichenschau.
Hat die Rechtsmedizinerin den äußeren Zustand der Leiche begutachtet und dokumentiert, kann die innere Leichenschau beginnen. Und die ist nichts für empfindliche Menschen. Es riecht nach Schlachthaus und, wenn die Rechtsmedizinerin den Darm verletzt, nach Latrine. Leichen, bei denen der Verwesungsprozess eingesetzt hat, stinken nach verfaultem Fleisch. Routinierte Obduzenten gewöhnen sich daran.
Schöne Blutfontänen
Ein Western-Comic, der auch ein Thriller- oder Krimi-Comic sein könnte? Manchmal unterscheiden sich beide nur durch Ort und Zeit der Handlung. Aber das reicht ja für eine Schublade noch lange nicht. FRIEDEMANN SPRENGER hat so einen Comic gefunden …
Die Kunst der Kürze
Ian Rankin und die Kurzgeschichte – für HENRIKE HEILAND der perfekte Anlass, eine kompakte, kleine Poetik der Short Story in einer Rezension zu verstecken …
Slapstick in der Puppenkiste
„Mann, wie genug ich habe! Was für ein Scheißjob!“, heißt es so treffend in Jean Amilas Die Abreibung, weshalb H.L. BURKHARDT auch leider nicht in Lob verfällt.
Von Küchen und Kriegen
Gewohnt souverän erzählt Martin Suter in seinem neuen Roman Der Koch von der Wirtschaftskrise, vom Krieg in Sri Lanka und dem Geschäft damit, von der Molekularküche und der Liebe. Heraus kommt ein gewohnt elegant geschriebener Roman mit ein paar Längen. FRANK RUMPEL lässt sich den Appetit aber nicht verderben, au contraire …
Penetrante Bilder
Am 25. Dezember 1989, um 14:50 Uhr wurden Nicolae und Elena Ceausescu ohne weitere Formalitäten nach einer Farce von Gerichtsverfahren auf dem Hof einer Kaserne im rumänischen Tagorviste erschossen. Der Kameramann, der die Exekution aufnehmen sollte, kam zu spät. Dennoch haben sich die Bilder des Prozesses und der Leichen ins kollektive Bewusstsein gebrannt. 20 Jahre später hat Milo Rau die letzten Tage der Ceausescus penibel rekonstruiert. Ein Trip ins Absurde. THOMAS WÖRTCHE hat sich ein paar Gedanken dazu gemacht …
Smooth Operator
von Sade Adu

Liebes Samstag-ist-Krimitag-Publikum,
Liebe Leserinnen und Leser, heute in Samstag-ist-Krimitag, dem Kriminalmagazin: THOMAS WÖRTCHE macht sich Gedanken über einen Unhold namens Sqweegel und was der uns über den Krimi-Markt zu sagen hat. CARLO SCHÄFER eröffnet uns in der „Krimischmiede“ erstaunliche Einblicke in sein geheimes Archiv. Wir erinnern kurz an den jüngst verstorbenen Robert B. Parker. DORIS WIESER stellt uns den chilenischen Schriftsteller Roberto Ampuero vor und Sie können sich auf eine Leseprobe aus dessen neuem Roman freuen. MATTHIAS ROSS betrachtet einen Comic von Robert Venditti und Brett Weldele, ANNA VERONIKA WUTSCHEL hat sich’s mit Inspector-Barnaby-DVDs allzu gemütlich gemacht. CHRISTIANE GELDMACHER feiert hemmungslos Wolf Haas und JOACHIM FELDMANN erfreut sich an dem Pulp von Richard Aleas.
Das Gedicht hat heute eine ungewöhnliche Bitte zum Thema – vorgetragen von einer sehr ungewöhnlichen Frau: Bessie Smith! Viel Vergnügen und gute Unterhaltung wünscht Ihnen aus Berlin – Ihr Thomas Wörtche
Zum Beispiel das Sqweegeli
Ekelbatzige Scheußlichkeiten einerseits und oft aufgeblasener Wille zur Hohen Literatur andererseits sind die beiden Extreme des momentanen Krimi-Booms. THOMAS WÖRTCHE hat sich ein besonders ekliges Ekelbätzchen exemplarisch angeschaut. Und diskutiert eine Tendenz …
Frühwerke
Folgen Sie auch heute wieder CARLO SCHÄFER in seine Krimischmiede, in der er auf dem Wahnsinn der Welt herumhämmert, auf dass die Funken sprühen. Das passiert mit schöner Regelmäßigkeit alle 14 Tage … Heute bekommen wir einen erschütternden Einblick in eine seiner früheren Schaffensperioden.
In memoriam Robert B. Parker
Wie schon hier gemeldet ist Robert B. Parker am letzten Montag gestorben. Ein ausführlicher Nachruf von Jan Christian Schmidt folgt. Bis dahin verweisen wir auf Parkers umfangreiches Werk: Kaliber38.
Nomade der Globalisierung
Am 27. Februar 2010 erscheint Der Fall Neruda im Berlin Verlag. Darin schickt der chilenische Schriftsteller Roberto Ampuero seinen Privatdetektiv Cayetano Brulé auf die Suche nach dem womöglich einzigen Nachkommen des weltberühmten Dichters und Nobelpreisträgers Pablo Neruda. SiK bringt einen kleinen Vorabdruck, auf Deutsch und Spanisch. Und DORIS WIESER stellt Ihnen den Autor vor, eine Rezension des Buches folgt nach seinem Erscheinen.
Ich, der Robot
Wer hat sich nicht schon einmal gewünscht, ein anderer zu sein? Jünger, schlanker, attraktiver – in der Graphic Novel The Surrogates von Robert Venditti und Brett Weldele ist das möglich. Von MATTHIAS ROSS, der sich auch mit den beiden Künstlern unterhalten hat.
Geruhsame Morde
Manchmal ist es sehr nett, sich an kalten Sonntagabenden charmant und intelligent langweilen zu lassen. Eine Qualität, die englische Fernsehserien seit den Tagen der seligen Task Force Police immer wieder kultivieren. Inspector Barnaby gehört dringend in diese Tradition. ANNA VERONICA WUTSCHEL hat sich außerdem noch die DVDs reingezogen …
Hilfsausdruck Seelenverwandtschaft
Simon Brenner ist wieder da, Wolf Haas’ Detektiv mit Polizeivergangenheit. Er nimmt Antidepressiva, hat aber einen coolen Job als Chauffeur des wohlhabenden Bauunternehmers Kressdorf. Er karrt die zweijährige Helena zwischen Mutter und Vater hin und her, zwischen Wien und Kitzbühel. Bis ihm eines Tages an einer Tankstelle das Kind vom Rücksitz geklaut wird. 100 Entführungsstunden später weiß CHRISTIANE GELDMACHER warum.
Pulp Fiction
Grundsätzlich ist großes Misstrauen geboten, wenn Verleger ihre eigenen Werke verlegen. Denn der Subtext heißt: Sonst will sie ja keiner haben … Der Hard Case-Verleger Charles Ardai riskiert diesen Reflex und schreibt unter Richard Aleas in seinem eigenen Verlag Kriminalromane, die richtig gut sind, findet JOACHIM FELDMANN.
Send Me to the ´lectric Chair
von Bessie Smith

Liebes Samstag-ist-Krimitag-Publikum,
heute kommentiert ULRICH NOLLER Glanz und Elend des deutschen Fernsehens anhand der Serie KDD-Kriminaldauerdienst. Zusammen mit STEPHANIE BUSCH hat er auch mit dem Erfinder der Serie Orkun Ertener gesprochen. Gezeichnete Bilder von Will Eisner hat sich ANDREAS ALT angeschaut. JOACHIM FELDMANN ist charmiert von P.D. James Gedanken zur Detective Fiction. EVA KARNOFSKY beschäftigt sich mit den eher unschönen Realitäten von Pablo Escobar. KLAUS KAMBERGER erinnert an den vor zwei Jahren verstorbenen Stefan Murr.
BRIGITTE HELBLING lobt Wolfgang Schorlau, FRANK RUMPEL findet Angelo Petrella gut, ANNA VERONICA WUTSCHEL wünscht sich mehr Bodenhaftung bei Jean-Christophe Grangé und JÖRG VON BILAVSKY findet, dass Heinrich Steinfest immer ein großer Essayist ist, auch wenn er gerade Romane schreibt.
Das Krimi-Gedicht zeigt, dass man keine Blutorgien für exzeptionelle Literatur braucht. Ein Tropfen tut’s auch, wenn man Luis de Góngora heißt! Bitte beachten Sie auch, liebes Publikum, dass es am Ende eines jeden Artikels eine Kommentarfunktion gibt!
Viel Spaß mit dem SiK (Samstag-ist-Krimitag)-Magazin wünscht Ihnen aus Berlin
Ihr Thomas Wörtche
Das Beste (des Besten) kommt zum Schluss
Seit Dienstag verramscht das ZDF das Tafelsilber seiner Zukunftsfähigkeit: Die dritte Staffel von KDD-Kriminaldauerdienst wird in wöchentlicher Folge vorab bei arte präsentiert (Dienstags, 22.15 Uhr), bevor sie ab März auch im Zweiten zu sehen sein soll. Nach den acht neuen Folgen ist Schluss: Die beste, bedeutendste Serie des deutschen Fernsehens wird sang- und klanglos eingestellt. Ein paar Gedanken dazu von ULRICH NOLLER.
Die Serie als Roman unserer Zeit
Als Hommage an die abgesetzte Serie KDD – Kriminaldauerdienst, bringen wir hier noch einmal ein Interview mit dem „Erfinder“ Orkun Ertener. Von STEPHANIE BUSCH und ULRICH NOLLER
Ein Klassiker in der modernen Comicwelt
Vom Zeitungscomic-Klassiker zum aktuellen Comicheft-Helden: Der Spirit ist wieder da. Hatte man sich bisher mit Nachdrucken der Meisterwerke von Will Eisner aus den vierziger und frühen fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts begnügt, setzt der US-Verlag DC nun seit einiger Zeit namhafte und begabte Autoren und Zeichner auf den Stoff an. Ein in mehrfacher Hinsicht riskantes Projekt: Dass sie sich an einen der besten realistischen Comics überhaupt wagen, scheint den Machern bewusst zu sein. Zudem stellt sich aber die Frage: Taugt der Spirit dazu, in die Gegenwart verpflanzt zu werden? Von ANDREAS ALT
Baroness James of Holland Park
Schon beeindruckend, die Baroness James of Holland Park, besser bekannt als P.D. James. Wer ihr je begegnet ist – vielleicht sogar im Doppelpack mit ihrer Freundin/Rivalin Ruth Rendell – wird wissen, was gemeint ist. Jetzt hat sie ein Bändchen über Detective Fiction vorgelegt, das natürlich einer Standortbestimmung ihrer Positionen im kriminalliterarischen Feld bedarf. JOACHIM FELDMANN ist amused …
Vom Massenmörder zum Messias
Gäbe es ein Ranking der erfolgreichsten Verbrecher, nähme der Kolumbianer Pablo Escobar einen der vordersten Plätze ein. Er verschob Kokain in die ganze Welt und zählte mehrere Jahre zu den reichsten Männern der Erde. Zu seiner besten Zeit hörten ganze Brigaden von Killern auf sein Kommando, und er hat tausende von Toten zu verantworten. Der Brite James Mollison hat die Geschichte des Drogenbarons neu aufgerollt und beweist mit seinem Buch einmal mehr, dass die Wirklichkeit selbst die fantasievollsten Krimiautoren weit in den Schatten stellt, findet EVA KARNOFSKY.
Historischer suspense
Vor beinahe zwei Jahren (22.01.08) starb der Jurist und Schriftsteller Bernhard Horstmann, nebenbei bemerkt ein Enkel des „Volksschriftstellers“ Ludwig Ganghofer. Mit seiner Frau Charlotte oder auch alleine schrieb Horstmann unter dem Pseudonym Stefan Murr eine Reihe von Kriminalromanen, die mit dem damals üblichen „Soziokrimi“ wenig zu tun hatten. Ein vernachlässigtes Sachbuch ist für KLAUS KAMBERGER Anlass, an Stefan Murr zu erinnern.
Die Freiheit entblößt ihre Brüste
Einem Schriftsteller müsse etwas einfallen, erklärte Wolfgang Schorlau vor einiger Zeit in einem Interview, noch wichtiger sei aber, dass ihm etwas auffalle. „Mir selbst fällt meistens das auf, über das ich mich aufrege.“ Von BRIGITTE HELBLING
Faschist, Hooligan, Hacker
Eine recht ungemütliche Perspektive hat Angelo Petrella in seinem kurzen Roman Nazi Paradise gewählt, denn sein Ich-Erzähler ist ein junger, neapolitanischer Nazi-Skin, gewalttätiger Hooligan und Hacker. Das kann man so machen, findet FRANK RUMPEL.
Maßlos reißerisch aufgedonnert
Jean-Christophe Grangé gehört zu den Autoren, die, obschon mit gewissen Qualitäten, alles superlativistisch abhandeln. Ultraböse, ultrabrutal, ultrabescheuert. Weniger wäre mehr, auch in seinem neuen Buch, meint ANNA VERONICA WUTSCHEL.
Mitreißender Gedankenstrom
Steinfests Bücher tragen schon etwas länger nicht mehr das Etikett „Kriminalroman“. Nein, sie werden vom Verlag, vielleicht auch auf Wunsch des Autors auf dem Cover, als Romane präsentiert. Doch weder das eine noch das andere Signet treffen das Genre, in dem sich des Autors philosophierende Schreibe bewegt. JÖRG VON BILAVSKY schert sich nicht um Schubladen.
Von einer Dame, die sich beim Entledigen ihres Ringes mit einer Nadel in den Finger stach
von Luis de Gongora

Liebes Samstag-ist-Krimitag-Publikum,
heute wird in CARLOS KRIMISCHMIEDE Geburtstag gefeiert, Anlass für eine sehr sehr lustige Lebensbilanz … FRANCISCO J. ORTIZ ist begeistert von der gerade in Spanien erschienenen Comicfassung von Paco Ignacio Taibo II‘s Roman Vier Hände. Doris Wieser hat seine Rezension für SiK übersetzt. DR. LEHMANS Sach- und Warenkunde klärt uns über den tatsächlichen Verlauf von Obduktion auf und in Kontext: Politik befasst sich ELFRIEDE MÜLLER mit dem „Berufsrevolutionär“ Ernest Mandel.
Dazu gibt's einige ungnädige Rezensionen: HENRIKE HEILAND ärgert sich, dass Iain McDowell die guten Ansätze seines Romans gnadenlos verstolpert, ANNA VERONICA WUTSCHEL schüttelt den Kopf über viel Tumult und wenig Inhalt in Iris Johansens jüngstem Reißer und auch KIRSTEN REIMERS wird mit der klebrigen Betulichkeit von Jefferson & Bass‘ neuem Buch nicht glücklich.
Das heutige Gedicht (und vor allem das Video dazu) ist nichts für sensible Gemüter (Parental Advisory – Explicit Content), passt aber zur Jahreszeit: Kampf der Schweinegrippe!
In Vertretung von Thomas Wörtche grüßt herzlich aus Hamburg
Jan „Watson“ Karsten
"Dieses blöde 46!"
Folgen Sie CARLO SCHÄFER in seine Krimischmiede, in der er alle 14 Tage auf dem Wahnsinn der Welt herumhämmert, auf dass die Funken sprühen. Heute: Carlo feiert Geburtstag ...
Die gefährliche Freundschaft des (Kriminal)Romans mit dem Comic
Alle kennen wir ihn, Paco Ignacio Taibo II und seine monumentalen Kriminalromane aus Mexiko. Einer seiner besten, Vier Hände, erscheint jetzt in Spanien als Comic. FRANCISCO J. ORTIZ hat ihn gierig verschlungen. Die Rezension hat Doris Wieser aus dem Spanischen übersetzt.
Kleine Kriminalistik für Krimis
Heute: In der Rechtsmedizin - die äußere Leichenschau.
Es gibt etliche Krimis, welche die Arbeit von Rechtsmedizinern ins Zentrum stellen und sie dabei auch in die Rolle operativer Ermittler stecken. Aber ein Gerichtsmediziner ermittelt nicht. Er ist auch nicht Teil der Polizei. Er befragt keine Zeugen und rennt nicht herum, um selbst Spuren zu sichern. Der Zeuge, den er zum sprechen bringt, ist die Leiche.
Der letzte Berufsrevolutionär
Ernest Mandel war Widerständler gegen die Nazis, Berufsrevolutionär, mehr Theoretiker als Wissenschaftler und Bestsellerautor. Er verfolgte zwei große Projekte im Leben, die eng miteinander verwoben waren: Die Fortschreibung des Marxismus und den Aufbau einer revolutionären Internationale. Von ELFRIEDE MÜLLER
Von der Unfähigkeit des Autors, mit Kunst Kunst zu machen
Manchmal haben Autoren ja richtig schöne Ideen. Sogar bei Krimiautoren soll das häufiger vorkommen. Iain McDowall zum Beispiel hatte ein paar richtig schöne Ideen, als er sich an seinen vierten Roman mit den Herren Jacobson und Kerr setzte: Identitätsklau. Im Namen der Kunst. Von HENRIKE HEILAND
Monströse Trivialitäten
Dass in Märchen immer ein tieferer Kern Wahrheit steckt, mag richtig sein. Nicht so, wenn Iris Johansen zur Feder greift und die uralten Storys von Helden, Prinzessinnen und Monstern immer wieder neu klischeegesättigt ineinander ‚schlendriant'. Rührselige Dramatik und Kaskaden von irrwitziger Gewalt wollen Spannung erzeugen, zeichnen dabei allerdings ein derart absurdes Szenario, dass das implizite Feiern von Heroismus, Privatkriegen und Selbstjustiz – gottlob – nicht wirklich ernst genommen werden kann. Von ANNA V. WUTSCHEL
Knochen, Recht und Ordnung
Detailversessen und technikverliebt beschäftigen sich klischeehaft gezeichnete Menschen mit verwesenden Leichen. Dass das eher unappetitlich ist, liegt allerdings kaum an der Konsistenz der Toten, findet KIRSTEN REIMERS.
He`s Behind You, he`s Got Swine Flu
von The Streets

Liebes Samstag-ist-Krimitag-Publikum,
in der letzten Ausgabe des Jahres 2009 haben wir die Kritikerinnen und Kritiker des SiK um ihre „Critic’s Choice“ – um ihre Lesehighlights des Jahres – gebeten. Herausgekommen ist eine erstaunliche vielfältige Liste, die Sie auch gerne als letzten vorweihnachtlichen Kaufanreiz betrachten möchten … Weinen werden Sie sicherlich in vorweihnachtlicher Rührung über CARLO SCHÄFERS heutige Ausgabe seiner Krimischmiede. JÖRG VON BILAVSKY war im Kino und hat die Stieg Larsson Verfilmung geguckt, DIRK SCHMIDT hat sich eine DVD mit Michael Manns Public Enemies angeschaut, und FRIEDEMANN SPRENGER hat ein dickes Bilderbuch über Los Angeles betrachtet. MATTHIAS PENZEL erzählt uns alles, was wir über OZZY OSBOURNE Autobiografie wissen müssen. EVA KARNOFSKY ärgert sich über José Carlos Somoza, JOACHIM FELDMANN freut sich wehmütig an Walter Wolter und KLAUS KAMBERGER hat in Stephan Brüggenthies eine neue Hoffnung des deutschen Kriminalromans gefunden. Wir beschließen das Jahr lyrisch mit einem Skandal-Text der 1980er, der plötzlich wieder virulent wird …
Der Lagartijo verabschiedet sich hiermit forever von Ihnen, steigt in seine Karavelle nach Vera Cruz und wünscht Ihnen alles Gute, schöne Feiertage und ein rasend gutes neues Jahr! Dem schließt sich fröhlich grüßend bis zur nächsten SiK-Ausgabe am 9. Januar 2010 an Ihr Thomas Wörtche
SiK-Bestenliste 2009
Wie schön, dass die Kritikerinnen und Kritiker des SiK eine Bande fröhlicher Anarchos ist! Abstimmungsdisziplin, formal – forget it! Bücher und DVDs, TV und Comics, Roman und Sachbuch, alles geht fröhlich durcheinander. Gut so! Dafür aber eine Jahresendliste, die sehr schön das ganze Spektrum der wunderlichen Welt der Crime Fiction abdeckt. Weltumspannend, könnte man sagen. Kriminalliteratur ist eben eine sehr, sehr vielfältige Veranstaltung. Würde man aus unserer Abstimmung ein Ranking ziehen wollen, könnte man sich gerade mal auf drei Bücher mit je drei Nennungen kaprizieren. Ross Thomas: Voodoo Ltd., Roger Smith: Kap der Finsternis und David Peace: Tokio im Jahr Null. Fine choice …
Weihnachten bei Carlo
Folgen Sie auch heute wieder CARLO SCHÄFER in seine Krimischmiede, in der er alle 14 Tage auf dem Wahnsinn der Welt herumhämmert, auf dass die Funken sprühen. Aber heute ist alles anders: Bald ist Weihnachten, legen Sie schon mal das Taschentuch bereit, denn Carlos Weihnachtsgeschichte ist soooo schön …
Leid und Leidenschaften
Die kongeniale Verfilmung eines phänomenalen Bestsellers. Stieg Larssons Psychothriller Verblendung als fesselndes Mystery-Drama. Dazu die anbetungswürdige Noomi Rapace. JÖRG VON BILAVSKY war im Kino …
Pokerface, Mau Mau
Michael-Mann-Filme sind immer heiß diskutiert. So auch seine Variation eines uramerikanischen Mythos: Der Staatsfeind N°1 – der once upon a time John Dillinger hieß. DIRK SCHMIDT hat sich die DVD noch einmal ganz genau angesehen …
California Noir
Kein Mensch kommt auf die Idee, von Regionalkrimis zu sprechen, wenn Kriminalromane gemeint sind, die in Los Angeles spielen. Warum das so sein könnte, zeigt der prächtige Bildband Los Angeles. Porträt einer Stadt. FRIEDEMANN SPRENGER hat ihn sich angeschaut.
Polternd und schrill, verzerrt und blubbernd
Werwolf auf dem Altenteil, hat mal jemand den guten Ozzy Osbourne genannt. Jetzt hat er seine Autobiografie geschrieben. Und wer wollte sich Weihnachten im Knast mit Ozzy entgehen lassen? Wir nicht. MATTHIAS PENZEL erklärt, warum …
Unterirdisch
Ein Kubaner, der in Madrid lebt, schreibt einen Thriller – das Herz der hispanophilen und spannungsbegeisterten Rezensentin schlug höher. Doch schon der Klappentext dämpfte die Vorfreude: Das Schicksal der Menschheit steht auf dem Spiel. Das klang nach amerikanischem B-Film. Aber es kam noch schlimmer. EVA KARNOFSKY ist not amused.
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TITEL - Kulturmagazin bringt jeden Montag, Donnerstag und Samstag Neuigkeiten aus Literatur, Krimi, Musik und Film.
Er war einer der bedeutendsten Schriftsteller Mexikos, ein luzider und unbestechlicher Intellektueller und ein engagierter Menschenrechtsaktivist: Der Schriftsteller Carlos Montemayor ist am Sonntag im Alter von 62 Jahren gestorben.
Die 6. Bestenliste des Weltempfängers
Die neue Ausgabe des Weltempfängers präsentiert Literatur aus Argentinien, Frankreich, Kolumbien, Nepal, Somalia, Südafrika und Vietnam. Im Einzelnen:
2000 Jahre Dekadenz
Jetzt also die Griechen. Man dachte ja eigentlich, Guido Westerwelle hätte die größten Schmarotzer des deutschen Gemeinwesens ein für allemal identifiziert - da kommen ihm die ...
Voll abgekackt
Tommy Jaud präsentiert sich mit Hummeldumm auf der Höhe seines Schaffens. Mutig: Der schriftstellernde Komödiant schreckt auch vor kotigen Kalauern nicht zurück. Der ...
Kurios fad
Bei Carlsen Manga erscheint, nach der jüngst veröffentlichten Reihe Shinanogawa, wieder eine Miniserie von ...
Die Welt ist schlecht, ungelogen!
Mit Kinderliteratur hat dieser Pinocchio nicht mehr viel zu tun. Das Comic-Update des Klassikers ist Ausdruck einer düsteren, apokalyptischen Weltanschauung – und außerdem ...
Die Melancholie des Mysteriösen
Willkommen in Lovecraft lautet der Untertitel von Joe Hills Comicdebüt, und auch wenn der erste Band der Serie noch keine allumfassenden Urteile zulässt, bleibt zunächst ...
Danish Dynamite
Wie das Booklet dank Angabe der Gitarrengriffe beweist, benötigt dieses Quartett nicht viele Akkorde, um für abwechslungsreichen Groove zu sorgen. Von JÖRG VON BILAVSKY
Erst beflissen, dann befreit
Na schön, es gibt Elektro-Autos, aber gibt es auch Elektro-Opern? Jetzt schon: Die innovativen Geschwister The Knife aus Schweden haben's erfunden, zusammen mit Planningtorock und Mt. ...
Sensationen
Christoph Leisten
marrakesch, djemma el fna
Vorgestellt von Christoph Wenzel
Nackt unter Türstehern
Alle 14 Tage berichtet STEFAN BEUSE von den Erhabenheiten und Fallstricken der Welt. Heute: Muskelhengste im Fitnessstudio.
Prof. Dr. Dschungelkind
Seit sich jeder Quadratzentimeter belebte Natur per Knopfdruck auf den Bildschirm holen lässt, seit keine noch so abseitige Frage im Netz länger als fünf Minuten unbeantwortet ...
Alice Doesn´t Live Here Anymore
Jeder Kameraschwenk enthüllt ein überbordendes Szenario aus Kitsch und Anti-Kitsch. Alice im Wunderland ist eine stimmige Balance aus finsteren Mittelalterverliesen und ...
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