Deponia Didier Convard / Jean-Christophe Thibert: Kaplan & Masson Band 1, Die Chaostheorie Zum Tod der Literatur-Nobelpreisträgerin Wislawa Szymborska von Michael Ebmeyer TATORT (ORF) - Kein Entkommen (05.02.2012) Kernnzeichen T - 27.01.2012
Dienstag, 07. Februar 2012 | 05:57

 

Frauen!

Eine junge Werbekauffrau verliert an einem einzigen Tag ihren Job, ihren Liebsten und ihre Wohnung. Da muss schnell ein neuer Lebensplan her. Gut, ein Job als Putzfrau lässt nicht jedes Frauenherz höher schlagen, aber der Bedarf für eine erfolgreiche Klientel, die sich Hochglanzwohnungen etwas kosten lässt, ist vorhanden. Als gewissenhafte Jungunternehmerin, die ihren Job sehr ernst nimmt, muss sie aber auch weniger schöne Dinge aus den Wohnungen der Kunden entfernen, wie zum Beispiel Leichen. DOREEN WORNEST nimmt den Roman von Jutta Profijt ernst … na ja, ein bisschen wenigstens.

 

Schönheit und Freiheit

… findet SABINA SCHUTTER unwiderstehlich. Und folgt Natsuo Kirino auf der Suche danach …

 

Sex - Macht - Manipulation - Kontrolle

Erst vor wenigen Wochen lief die 6. und damit letzte Staffel der Serie Hautnah - Die Methode Hill im ZDF. Als bekannt wurde, dass der britische Sender ITV die Produktion wegen zu hoher Kosten eingestellt hatte, reagierte der Tony-Hill-Fan empört und enttäuscht, weil eine international derart erfolgreiche Serie abgesetzt wurde. Er kann sich nun aber mit der gerade auf DVD erschienenen 4. Staffel trösten, die erneut durch flotte und ambitionierte Inszenierung und hervorragende Darstellung überzeugt. ANNA VERONICA WUTSCHEL ist ein treuer Fan.

 

Die Nazis in Belgien

Ein düsteres Kapitel der belgisch-deutschen Vergangenheit bildet den Rahmen für Ingrid Hedströms Die toten Mädchen von Villette. Ob sie das in der Geschichtsstunde durchgenommen hat, versuchte sich JUDITH HAMMER beim Lesen zu erinnern.

 

Die alltägliche Physik des Verbrechens

Man glaubt es nicht, aber der Sommer naht und es soll Menschen geben, die nicht mit zwei T-Shirts und 19,8 kg Büchern in ihren Sommerurlaub aufbrechen. All jenen sei von SABINA SCHUTTER das folgende Werk ans Herz gelegt, mit kleinen Einschränkungen.

 

Der Blick in die Zukunft

Am 6. Oktober hatte die gesamte Menschheit für 2 Minuten und 17 Sekunden einen Blackout. Dabei blickte die ganze Welt ein halbes Jahr in die Zukunft. FlashForward, ein neues amerikanisches Serienhighlight, basierend auf dem gleichnamigen Roman des kanadischen Science-Fiction-Autors Robert J. Sawyer, widmet sich der Sehnsucht und dem Fluch, die eigene Zukunft zu kennen. DOREEN WORNEST verrät uns, was sie montags, um 21:10 Uhr tut …

 

Meine Carrie heißt Lisa

Christine Lehmann gehört mit ihren Lisa-Nerz-Romanen zur ersten Garde der deutschen Kriminalliteratur. Jetzt gibt es auch eine Sammlung von Lisa-Nerz-Storys. SABINA SCHUTTER hat sich sofort darüber hergemacht …

 

Granit, in den kleine Herzen gemeißelt sind

Am 11. Mai würde Ulf Miehe 70 Jahre alt.

Eine Hommage von D.B. BLETTENBERG

 

Alles tadellos im County

ANNA V. WUTSCHEL kann’s nicht lassen. Sie guckt für ihr Leben gerne Inspector Barnaby, amüsiert sich blendend und teilt ihre Freude mit uns.

 

Fremde oder Freunde

Wo hört die Freundschaft auf, beim Geld oder beim Tod? In Mord unter Freunden tut ihr beides nicht gut. JUDITH HAMMER hat sich das schon gedacht und den neuen Roman der allseits beliebten Maria Ernestam gelesen.

 

Auf Glanz polierte Haken

Die Technologie rückt uns immer mehr zu Leibe, Realitäten verschieben, überlagern sich. Und bald müssen wir kaum noch ins Internet, weil sich im Outernet die physische Realität längst mit der Virtualität gekreuzt haben wird. Gefahr ist im Verzug, findet Jeffery Deaver und legt den Finger in die Wunde. ANNA VERONICA WUTSCHEL ist schmerzunempfindlich …

 

"Besser als jetzt wird das Leben nie mehr"

Und teurer Whiskey ist bedeutend besser als billiger. Diese und andere Weisheiten über das Leben hat JUDITH HAMMER in Håkan Nessers Roman Das zweite Leben des Herrn Roos gefunden.

 

Mélange à trois

Dass sich nach einem gewagten Attentat für den Killer etwas zusammenbraut, versteht sich von selbst. Verschmuste Riesen, die unter anderem von Zigaretten abstammen und gelegentlich Körperteile sammeln, entstehen aber dann doch eher selten. Nicolas de Crécy stellt uns ein Exemplar ohne Worte vor, BORIS BAUSCH braucht für Prosopopus schon eine Handvoll mehr.

 

Verzwickte Irrsinnswelt

Politthriller sind sowieso oft die interessantere Sortierung von Kriminalliteratur, prinzipiell gesehen. Multimedial sowieso. Das heißt nicht, dass jedes Teil ein Knaller sein muss. Deswegen hat ANNA VERONICA WUTSCHEL zunächst TV geschaut - und dann einen ganzen Film.

 

Finnisch-russische Schnitzeljagd

Von einem Hinweis zum nächsten schickt Taavi Soininvaara seinen Ermittler samt Anhang in Der Finne. Das zehrt an den Kräften, findet JUDITH HAMMER.

 

 

 

Unmoralisch und grandios

Der vierte Band von Sleeper ist Abschluss von nicht weniger als einer der besten Comic-Serien aller Zeiten. Nun ist Sleeper auch auf Deutsch endlich komplett. NILS KURFÜRST gerät ins Schwärmen.

 

Total toll und lieb

Krimi oder Frauenroman oder Frauenkrimi oder egal? SABINA SCHUTTER jedenfalls mag den Roman von Helen Fitzgerald, zumindest letztendlich.

 

Eine Stadt für Loser

Daniel Depp möchte nicht auf seinen (Halb-)Bruder Johnny angesprochen werden, heißt es. Warum aber steht der dann mit einem mäßig originellen Spruch auf dem Cover? ANNA VERONICA WUTSCHEL hat sich um so was nicht gekümmert und einfach das Buch gelesen.

 

In memoriam Robert B. Parker

Wie schon hier gemeldet ist Robert B. Parker am letzten Montag gestorben. Ein ausführlicher Nachruf von Jan Christian Schmidt folgt. Bis dahin verweisen wir auf Parkers umfangreiches Werk: Kaliber38.

 

Ich, der Robot

Wer hat sich nicht schon einmal gewünscht, ein anderer zu sein? Jünger, schlanker, attraktiver – in der Graphic Novel The Surrogates von Robert Venditti und Brett Weldele ist das möglich. Von MATTHIAS ROSS, der sich auch mit den beiden Künstlern unterhalten hat.

 

Geruhsame Morde

Manchmal ist es sehr nett, sich an kalten Sonntagabenden charmant und intelligent langweilen zu lassen. Eine Qualität, die englische Fernsehserien seit den Tagen der seligen Task Force Police immer wieder kultivieren. Inspector Barnaby gehört dringend in diese Tradition. ANNA VERONICA WUTSCHEL hat sich außerdem noch die DVDs reingezogen …

 

Ein Klassiker in der modernen Comicwelt

Vom Zeitungscomic-Klassiker zum aktuellen Comicheft-Helden: Der Spirit ist wieder da. Hatte man sich bisher mit Nachdrucken der Meisterwerke von Will Eisner aus den vierziger und frühen fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts begnügt, setzt der US-Verlag DC nun seit einiger Zeit namhafte und begabte Autoren und Zeichner auf den Stoff an. Ein in mehrfacher Hinsicht riskantes Projekt: Dass sie sich an einen der besten realistischen Comics überhaupt wagen, scheint den Machern bewusst zu sein. Zudem stellt sich aber die Frage: Taugt der Spirit dazu, in die Gegenwart verpflanzt zu werden? Von ANDREAS ALT

 

Maßlos reißerisch aufgedonnert

Jean-Christophe Grangé gehört zu den Autoren, die, obschon mit gewissen Qualitäten, alles superlativistisch abhandeln. Ultraböse, ultrabrutal, ultrabescheuert. Weniger wäre mehr, auch in seinem neuen Buch, meint ANNA VERONICA WUTSCHEL.

 

Die gefährliche Freundschaft des (Kriminal)Romans mit dem Comic

Alle kennen wir ihn, Paco Ignacio Taibo II und seine monumentalen Kriminalromane aus Mexiko. Einer seiner besten, Vier Hände, erscheint jetzt in Spanien als Comic. FRANCISCO J. ORTIZ hat ihn gierig verschlungen. Die Rezension hat Doris Wieser aus dem Spanischen übersetzt.

 

Monströse Trivialitäten

Dass in Märchen immer ein tieferer Kern Wahrheit steckt, mag richtig sein. Nicht so, wenn Iris Johansen zur Feder greift und die uralten Storys von Helden, Prinzessinnen und Monstern immer wieder neu klischeegesättigt ineinander ‚schlendriant'. Rührselige Dramatik und Kaskaden von irrwitziger Gewalt wollen Spannung erzeugen, zeichnen dabei allerdings ein derart absurdes Szenario, dass das implizite Feiern von Heroismus, Privatkriegen und Selbstjustiz – gottlob – nicht wirklich ernst genommen werden kann. Von ANNA V. WUTSCHEL

 

Trau ihm, er ist ein Cop

Unter dem Pseudonym Pierre Dragon verbirgt sich ein wirkliches Mitglied der Renseignements Généraux – des Geheimdienstes der Nationalen Polizei Frankreichs –, der mit RG – Verdeckter Einsatz in Paris sein Debüt als Comicautor vorgelegt hat. Von CHRISTIAN NEUBERT

 

Konfus und bunt zusammengeknobelt

James Patterson schreibt und schreibt und schreibt. Das muss nicht unbedingt sein, findet ANNA VERONICA WUTSCHEL.

 

Viel hilft nicht viel

Manchmal hängt man an Serien und Serienfiguren, das ist dann einfach so. sabina schutter zum Beispiel hängt an Lisa Lutz. Und das kommt raus dabei:

 

Wasser auf die Mühlen?

Mit Teufelsg’walt, dem neuen Lisa-Nerz-Roman, geht SiK-Kolumnistin Christine Lehmann weiter ihre unbequemen, nicht stromlinienförmige Wege. Glücklicherweise. SABINA SCHUTTER, selbst Soziologin und mit dem Thema von Lehmanns Roman befasst, weiß das Risiko richtig einzuschätzen …

 

Die dunklen Schatten der Vergangenheit

Auch in den tiefsten deutschen Provinzen kann es richtig zur Sache gehen. Es gibt nämlich neben den üblichen Regionalgrimmis auch richtige Kriminalromane, die eben dort spielen, wo die meisten Deutschen leben: In Kleinstädten und auf dem Lande. STEFAN HEUER hat einen solchen richtigen Kriminalroman gelesen …

 

Nett, knuffelig und doof ...

Ach ja, immer diese Marketing-Bücher. Frankreich, Essen, Morden ... Peter Mayle hat vor Jahren ein paar nette Ideen und auch vom Essen wirklich was verstanden. Der neueste Lifestyle aus dem Kombinationslabor hat dann doch ein paar Macken im Design. ANNA VERONICA WUTSCHEL ist nicht sehr begeistert.

 

Die Entdeckung der Leidenschaft

In der medialen Überproduktion vermeintlich erotischer Sujets bleibt die angestrebte und eigentliche Erotik viel zu oft auf der Strecke. Dass dies aber durchaus nicht so sein muss, zeigen wir Ihnen in unserer Rubrik „Sex and Crime“, in der wir in loser Folge einige, dem Vergessen anheimgestellte und einige ewig lebendige Eroten unserer Zeit aus Literatur, Musik und Film vorstellen. In dieser Woche beschäftigt Anica Richter die Frage, inwiefern Rousseau die Kausalitätenkette abgebrochenes Jurastudium – Bankraub – Talkshow leidenschaftlich durchbrochen hätte, und warum Romy Schneider die Verrohung des Burkhard Driest als ganz und gar angenehm empfunden haben mag.

 

Verlorene Unschuld?

Sie tanzten im Schlamm, berauschten sich an Alkohol und Drogen und zelebrierten ein Fest der Liebe. Woodstock 1969: Hippies, Frieden und Musik. Hunderttausende feierten friedlich einen neuen Lebensentwurf, der sich gegen das Establishment richtete. Peter Robinson erzählt in Im Sommer des Todes, dem neuen Alan-Banks-Krimi, wie der Sommer der Liebe vor vierzig Jahren auch ins ländliche Yorkshire einzog und ein brutaler Mord an einem Hippie-Mädchen für Entsetzen sorgte. Und fast möchte man bei aller Nostalgie dies als Sinnbild lesen für eine Bewegung, die Anfang der 70er langsam ihre Unschuld verlor. ANNA VERONICA WUTSCHEL erfreut sich am Soundtrack …

 

Die Masche der ChatGroomer

In Göteborg tauchen zwei Mädchenleichen auf – Teenager, brutal misshandelt und anschließend ermordet. Schnell ist klar, dass es derselbe Täter war, und auch, dass er weiter morden wird. Die Spur führt ins Internet: Dort waren die Mädchen in Kontaktbörsen aktiv, auf der Suche nach Bestätigung und Verständnis für ihre Probleme in der Familie und mit Schulkameraden. Leichte Beute für die Schmeicheleien eines Verbrechers – unter falscher Identität hat er sich an sie herangemacht und zu einem Treffen überredet. von JUDITH HAMMER

 

Das Internet ist die Midlife-Crisis

Das Wichtigste zuerst: Wenn Sie einen Freund um die 40 haben, mit dem Sie nicht viel verbindet, ein Arbeitskollege aus der Kreativbranche vielleicht, dann können Sie ihm dieses Buch zum Geburtstag schenken. Das Geschenk hat genau die Balance: Stilistisch wie das „Zeitmagazin“, es drückt aus, dass Sie sich nicht gar keine Gedanken gemacht haben und bleibt dabei leicht verdaulich. Der avisierte Leser wird sich in mancher Passage erkennen und überrascht sein, dass Sie ihm so ein treffendes Buch schenken. Er wird aber auch nicht in eine persönliche Krise gestürzt und das wollen wir dem Arbeitskollegen ja nicht zumuten. Uns mutet es SABINA SCHUTTER schon zu …

 

Reed The Page

In der Überproduktion vermeintlich erotischer Bilder bleibt die Erotik viel zu oft auf der Strecke. Deswegen stellen wir Ihnen in unserer neuen Reihe „Sex and Crime“ in loser Folge spannende Eroten aus Literatur, Musik und Film vor. In dieser Woche ergründet Anica Richter, warum Lou Reed und Bettie Page ein ganz hervorragendes Paar abgegeben hätten und was Leopold von Sacher-Masoch von dieser Konstellation gehalten hätte.

 

Tote und Reisen

Die Serie Mord und Nachschlag des Oktober Verlages kombiniert Krimis mit einem Rezeptanhang aus der Region (z.B. Wuppertal). Da versteht sich von selbst, dass es nicht allzu blutig zugehen darf, denn sonst wollen die Leser ja nichts mehr kochen. Was hat der Azoren-Krimi von Ben Faridi aber noch zu bieten? SABINA SCHUTTER ist ja basal neugierig …

 

Ermittlung eiskalt

Man nehme einen Ex-Cop mit Alkoholproblem, gebe eine spurlos verschwundene Ehefrau bei, rühre eine pubertierende Tochter unter, serviere das Ganze im nördlichsten Bundesstaat der USA, und fertig ist ein Krimi der etwas anderen Art: Marc Bourgnes Comic Frank Lincoln . Von FALK STRAUB

 

Die Spellman-Akten

Manchmal entscheidet sich auf den ersten zwei Seiten, ob mir ein Roman gefällt oder nicht. Gefällt er mir, ist es nicht schwer, weiterzulesen und das Befinden zu bestätigen oder zu widerlegen, gefällt er mir nicht, ist es ein harter Kampf bis zum Ende. Bei Little Miss Undercover war, trotz des Lauren-Weisberger-Blurbs auf dem Cover „Das witzigste Buch“, ersteres der Fall. SABINA SCHUTTER amüsiert sich.

 

Ins Ziel gestolpert

Das Karussell von Sünde und Verbrechen dreht sich standhaft und schlägt vor allem in San Francisco gewaltige Kapriolen. Gut, dass sich vier Mädels kümmern, hat sich doch der „Women’s Murder Club“ nicht nur dem Spaß und Zusammenhalt verschrieben, sondern auch die Vereitelung von Straftaten und Verfolgung von Verbrechern auf die Club-Fahnen gesetzt. Im inzwischen siebten Teil der sich selbst durchzählenden Serie, Die 7 Sünden, lautet die erprobte Patterson/Paetro Devise erneut: Viel ist nicht genug! Doch während das Herz der Ermittlerin Boxer schon bald vor Aufregung im ga-lopp, ga-lopp, ga-lopp hüpft, unterdrückt der Leser liebenswürdig ein Gähnen. ANNA VERONIKA WUTSCHEL auch …

 

Die Gefangenschaft einer Mutter

Ich weiß nicht, ob Jodi Piccoults Bücher verfilmt werden, aber wenn ja, dann eignet sich Die Macht des Zweifels prima für eine Sonntag-Abend-TV-Unterhaltung. Hier mein Vorschlag für einen Trailer (gesprochen von Christian Brückner): Als Mutter weißt Du, dass der Missbrauch an Deinem Sohn die Kinderseele unheilbar verletzt [Blitz!]. Als Staatsanwältin weißt Du, dass die meisten Täter in Missbrauchsfällen ungeschoren davonkommen [Blitz!]. Was machst Du, wenn Du beides bist? [dunkler Bildschirm – aufgeregte Violinenmusik]. Die Macht des Zweifels [tiefer langgezogener Basston]. Sonntag, 20 Uhr 15. Und so ist auch das Buch, findet SABINA SCHUTTER.

 

Der Tod und das Mädchen

Wer sich mit dem Tod einlässt, muss dafür bezahlen. Mit dem Seelenfrieden, dem Lachen, oder mit dem Leben. So kennen wir das aus Büchern und Filmen, und auch in Maria Ernestams Caipirinha mit dem Tod ist das so. Eine Rezension von JUDITH HAMMER.

 

Tausend verschachtelte Episoden

Spannend, was sich so alles in der Vergangenheit ereignet hat. Aus Geschichte werden Geschichten, wobei auch die Gegenwart nie ruht und mit weiteren Eskapaden aufwartet. Wenn man durchdenkt, was sich über Jahrzehnte alles abgespielt haben könnte, gibt’s einen prall gefüllten Sack voller Erlebnisse. Val McDermid hat mit Nacht unter Tag - ihrem seit langem besten Buch - tief in der schottischen Geschichte gekramt, letztlich aber einfach zu viel des Bösen aufeinander gestapelt. ANNA VERONIKA WUTSCHEL hat viel gelernt.

 

Gotham Noir

Heath Ledgers Darstellung des Jokers in The Dark Knight wird die Figur auf lange Zeit hin prägen. Sein Joker gilt als der ultimative Joker. Kann ein Comic da überhaupt noch mithalten, der Figur genauso viel Tiefgang geben wie ein Schauspieler? Brian Azzarello und Lee Bermejo gelingt es mit ihrer Graphic Novel Batman: Joker. MATTHIAS ROß über Etiketten, Neo-Noir und Superhelden.

 

Sex, Zähne und Zauber

Gothic, Noir und noch mehr Vampire. SABINA SCHUTTEN über Etiketten, Beißer und puren Unfug.

 

Der Pate des Punishers

Seit zehn Jahren schreibt Garth Ennis eine Punisher-Serie nach der anderen. Weil jetzt mit der Garth Ennis Collection 3 und Valley Forge, Valley Forge zwei der Comics auch auf Deutsch erscheinen, werfen wir einmal einen Blick darauf, wie sich der Punisher in dieser Zeit entwickelt hat. Das hat MATTHIAS ROß für uns getan.

 

Kriminal-Kitsch

Allerspätestens nach Cecelia Aherns P.S. Ich liebe Dich weiß der Bestseller-Leser, was eine junge Witwe an Leiden(-schaften) durchmacht. Und wie schwer Trauer zu bewältigen ist. In Seit er tot ist werden zwar keine Liebesbotschaften aus dem Jenseits gesendet, doch hinterlässt der Verstorbene ein Rätsel: Wer war die Frau, die mit ihm tödlich verunglückte? Seine Geliebte? Die Witwe muss ermitteln. Zu viel Rührseligkeit ist dem Roman nicht unbedingt vorzuhalten, ausgelagerte Realität allerdings schon. Zielgerichtet werden Story und Figuren durch reichlich merkwürdige Plot-Verhedderungen geschleust. Und damit der Leser leider auch. Erst recht ANNA VERONIKA WUTSCHEL.

 

Nichts gegen ein Wunder

Joshilyn Jackson siedelt ihr Krimidebüt in den Südstaaten an und lässt dabei keine Gefahr aus: Religion, Rassismus, Romantik, High-School-Drama und Familiendynamik können eine Geschichte mitreißend machen, sie können aber auch in eine allend(e)eske Schmonzette führen. Sabina Schutter lässt sich überraschen …

 

Neues von Shakespeare

Der neueste Roman von Michael Gruber, einem Professor der Meeresbiologie, begibt sich auf die Suche nach einem verschollenen Shakespeare-Manuskript. Maria Lesinski nähert sich dem eher nicht bahnbrechend originellen Text „comme il faut“: streng formal …

 

Die genügend gute Mutter

Was früher einmal als vernünftiges Projekt angefangen haben mag, kann zur Last werden: Serien. Vermutlich leidet erst der Autor oder die Autorin darunter, dann zunehmend auch das pp Publikum. SABINA SCHUTTER hat sich daraufhin den neuen Roman von Valerie Wilson Wesley angeschaut.

 

Der Verkäufer

Peter James verkauft und verkauft und verkauft. Das ist sicher schön für ihn, aber was um Himmels willen, hat er denn zu verkaufen? Und taugt das Produkt? ANNA VERONICA WUTSCHEL gibt die Stiftung Warentest …

 

Thriller

In Memoriam Michael Jackson (1958–2009)

 

Die Inszenierung der Inszenierung

Am 28. Juni 2009 wird Eric Ambler 100 Jahre alt. Gelegenheit zu einem Wiederlesen des 1972 erschienenen Romans Der Levantiner. Klassikercheck. Denn ein Klassiker ist er zweifellos. Und will, wie es einem solchen frommt, so gar nicht in die Schablonen des Genres passen. DIETER PAUL RUDOLPH folgt einem bewährten Ansatz (nachzulesen hier resp. hier) und fragt: Also – wie haben Sie’s gemacht, Mister Ambler?

 

Neues vom Krimitraumschiff

JUDITH HAMMER über den zuletzt auf Deutsch erschienenen Roman der Auflagen-Krimikönigin Schwedens, Camilla Läckberg.

 

Nix als dumme Faxen

Manch ein Buch ist gar nicht ein Buch, sondern viele. Der Autor streunt durch Motive und Stoffe, sammelt eine kleine Bibliothek, (er-)findet seine eigene Melodie und erzählt seine Geschichte. Frei nach T. S. Eliot: Unreife Dichter imitieren, reife Dichter stehlen. Postpostmodern nennt man das inzwischen auch und fürchtet doch die Werke, die kaum mehr als ein Labyrinth aus Zitaten, Anspielungen und bekannten Szenen zu bieten haben. Copkiller gibt sich hardboiled noir als Horror-Teenie-Snuff- und Splatter-Spektakel, irritiert aber vornehmlich durch gräuliche Faxen. Mit spitzen Fingern angefasst von ANNA VERONICA WUTSCHEL

 

Am Rande des Unerträglichen

Der Diogenes-Verlag ehrt Raymond Chandler zu seinem 50. Todestag mit einer extensiven Hörbuchfassung des Romans Der lange Abschied, die jedoch weder dem Verlag noch dem Vorleser Gert Heidenreich zur Ehre gereicht. JÖRG AUBERG ist verärgert

 

Geschwätziger Autorinnenmund

Eine Geschichte mit Potenzial? Durchaus. Aber Geschichten wollen erzählt werden, immer. Und nach Möglichkeit aus der richtigen Perspektive. Das, findet DIETER PAUL RUDOLPH, geht hier ziemlich daneben.

 

Die Leiden des Thronfolgers

Vor gut einem Jahr amüsierte Jonathan Barnes alle anglophilen Liebhaber schräger britischer Literatur mit seiner wunderbar skurrilen Story über Das Albtraumreich des Edward Moon. Mit seiner unabhängig zu lesenden Fortsetzung, an die die Erwartungen naturgemäß hoch waren, verbreitet er vor allem eins – gepflegte Langeweile, die allerdings gekonnt erzählt und schön blutrünstig garniert ist. Sie hören BEATE MAINKA gähnen ...

 

Erbarmen!

Irgendwo liegt das Geheimnis der Menschheit begraben. Tom Knox weiß wo und erklärt uns das in seinem ersten Thriller Genesis Secret mit einem waghalsigen Sprung in ein düsteres Allerlei: Das Schwarze Buch der Jesiden, Archäologie, Religionen, Genetik, eine jahrhundertealte Mission, Okkultismus, Hokuspokus, Genie und Wahnsinn. Doch – so viel Erbarmen sei uns vergönnt – kann die Welt am Ende aufatmen, niemanden wird’s aus den Fugen schlagen! Denn Knox erzählt wie ein böser Wüstendämon, der allerdings zu lange in der Sonne gesessen hat. ANNA VERONICA WUTSCHEL brummt der Schädel

 

Der Chronist der alten Bundesrepublik

Ein Porträt über Frank Göhre von ELFRIEDE MÜLLER

 

Eine Provinzapokalypse reinsten Wassers

Niederbayerische Provinz, eine Kapelle mit Heilquelle und am Brunnenbecken lehnt ein toter Araber mit sehr unschönen Stichwunden im Oberkörper. Ausgerechnet an einem Ort, an dem „körnerfressende Hebammen“, Nonnen und Brustamputierte ihr Heil suchen, schlägt das Unheil ein und es wird in Norbert Entfellners Krimi Das abessinische Souvenir noch weite Kreise ziehen. ALEXANDER FRANK entdeckt eine Perle in den Fluten des Regionalkrimis

 

Meisterwerk der Ligne Claire als Nischenprodukt

Es ist eine Detektivserie mit zahlreichen grafischen und inhaltlichen Bezügen und Zitaten. Das neunte Abenteuer von Dick Herrison ist im Stil der Ligne Claire gehalten und huldigt Klassikern der französischen Kriminalliteratur. Der Titelheld versucht, eine rätselhafte Selbstmord-Serie aufzuklären und eine Erklärung für bizarre Phänomene einer Seelenwanderung zu finden. Typisch ist dagegen die Publikationsgeschichte der Serie in Deutschland. ANDREAS ALT hat sich Gedanken gemacht

 

Im Trüben fischen

1998 erhielt Kenneth Abel den Deutschen Krimi Preis für seinen nicht mehr lieferbaren Roman Köder am Haken, danach war es ruhig um den amerikanischen Autor aus New Orleans. Jetzt dürfen auch die deutschen Leser wieder einen Thriller von Abel lesen, und der entpuppt sich trotz der reißerischen Aufmachung als ein wahres Highlight in der Krimiflut. BEATE MAINKA hat sich an der Lektüre eines Romans ergötzt, den man irgendwo zwischen The Big Easy und Joa R. Lansdales Sturmwarnung ansiedeln möchte.

 

"Buh, Buh!"

Wer robuste, sogar sehr robuste Romane schreiben möchte, die in den Südstaaten spielen, kommt vor allem nicht um Joe R. Lansdale herum. Auch wenn man William Gay heißt und sich große Mühe gibt Denn da ist doch alles drin, oder? Szenen aus der Metzgerei und dem kleinen Perversitätenladen, dazu die Morbidität des Zerfalls in rauschender Wildnis (Southern Gothic!). Der Autor lebt zudem „in den Wäldern von Tennessee“ und sieht auf dem Foto auch genauso aus. Schön. Und warum hat sich DIETER PAUL RUDOLPH bei der Lektüre dann dennoch so entsetzlich gelangweilt?

 

Frauenroman mit Krimieinschlag

Die Töchter der Kälte ist ein Kriminalroman. So steht es auf dem Umschlag. Gut so. Sonst könnte man denken, es sei ein Frauenroman. Camilla Läckbergs viertes Buch spielt wieder im Touristenidyll Fjällbacka und behandelt neben Wochenbettdepressionen und Beziehungsproblemen auch ein paar Kriminalfälle. JUDITH HAMMER schäumt nicht gerade vor Begeisterung...

 

Mördermythen

Was kann ein Comic, was andere Kunstformen, die dasselbe Thema zum Stoff haben, nicht können? Oder anders können? Jack-the-Ripper hat derart viele mediale Bearbeitungen erfahren, dass es kaum noch möglich sein sollte, dem Sujet noch überraschende Seiten abzugewinnen. SVEN JACHMANN hat sich bemüht.

 

Männer sind Schweine

Jason Starr muss eine offene Rechnung mit der heterosexuellen Männerwelt haben, sonst hätte er nicht dieses Buch geschrieben und damit die Chancen großstädtischer Singles massiv verschlechtert. Männer sind nämlich entweder durch den eigenen Phallus gesteuert oder aber, falls emotional zugänglich, berechnende Psychopathen. SABINA SCHUTTER kommt ins Grübeln.

 

Zerstörung von unschuldigem Papier!

Ein ganzes Buch vernichten, einen Deaver noch dazu, wer pflanzt eine derart barbarische Idee in des Lesers Hirn? In diesem Fall der Autor selbst: Denn irgendwo im Buchrücken versteckt könnte ein Chip – ist das nicht verrückt? – über einen Funkscanner melden, wo gerade welches Buch gelesen wird. Wer die fatale Todsünde begeht, nicht bar sondern mit Karte zu zahlen, hinterlässt einen breiten Trampelpfad an persönlichen Informationen und rückt direkt das „Wer“ an Ort und Buch. (Horror-)Utopia ? In Der Täuscher zeigt uns Jeffery Deaver, dass in scheinbar harmlos nutzlosem Datenmüll das Böse lauert. Was weiß ANNA VERONICA WUTSCHEL.

 

Aus für Murder One

Mit großem Bedauern müssen wir das Ende von Murder One, dem großartigen und wegen seines Netzwerkcharakters unendlich wichtigen Buchladens für Crime Fiction in London bekannt geben. Wann immer man in Maxim (benannt nach dem berühmten Maschinengewehr) Jakubowskis Laden kam, es war immer jemand da, den man kannte oder mit dem man ins Gespräch kam. Die KollegInnen unserer Partner-Page Europolar haben eine kurze Notiz von CLAIRE GORRARA veröffentlicht.

 

Pulp Fiction

Weniger Satire, eher Groteske: Hard Boiled beschreibt die zukünftige Welt als technoide Apokalypse, die vor entfremdender Dekadenz ihren eigenen Ausnahmezustand verschlafen hat. SVEN JACHMANN hat sich den Comic von Frank Miller und Geof Darrow angeschaut

 

Patriarchatskritik im Krimipelz

Die deutsche Nachkriegszeit bildet eine gern verwendete Kulisse für kleinbürgerliche Normalitätswünsche und verdrängte Traumata – und daher das ideale Setting für psychologische Kriminalromane. Dies gelingt mal besser und mal schlechter, Nebenan ein Mädchen von Stefan Kiesbye, sogleich auf der KrimiWelt-Bestenliste gelandet, gehört in die erste Kategorie. SABINA SCHUTTER kommt dem Buch auf die Schliche.

 

Verlorene Unschuld

Denjenigen, die nach den guten Kriminalschriftstellerinnen rufen, kann an dieser Stelle wieder einmal geholfen werden. Voilá, Paule Constant aus Frankreich legt mit ihrem dritten in Deutschland erschienenen Roman ein kleines Meisterwerk vor, das einmal mehr ihre perfekte Beobachtungsgabe für menschliche Schwächen und den daraus resultierenden Verletzungen unter Beweis stellt. Beate Mainka schwärmt

 


Willkommene Gelegenheiten

Wozu sind „wahre Verbrechen“ gut? Vielleicht dazu, als fiktive Verbrechen in intelligenten Kriminalromanen aufzutauchen. Manchmal braucht es diesen Umweg, um das, was sich da in Wirklichkeit zugetragen hat, besser zu verstehen. Daran versucht sich Dieter Paul Rudolph

 

Liebes „Samstag-ist-Krimitag“-Publikum, liebe Leserinnen und Leser des Titel-Magazins, wir sind alle auf dem Osterspaziergang, auch der Lagartijo ist mit dabei. Am Donnerstag, den 16. April finden Sie die neue Ausgabe des-Titel Magazins, am 18. April den nächsten Krimi-Samstag! Wir wünschen Ihnen ruhige, stressfreie und sonnige Feiertage! Für die ganze Redaktion grüßt herzlich - Ihre Catrina

 

Maria neben der Spur

In ihrem neuesten Fall ermittelt die finnische Kommissarin Maria Kallio unter Leistungssportlern und Sportfunktionären. Dabei lässt Leena Lehtolainen ihre Hauptfigur lange Auf der falschen Spur laufen. Mit gewohnter Hartnäckigkeit und ungewohntem Widerwillen fördert Maria dabei interessante Geschichten zutage, nur nicht die Lösung ihres Falles. Als sie das endlich merkt, ist sie erleichtert, und die Leser auch. JUDITH HAMMER hat sich mit der finnischen Autorin einlässlich beschäftigt und unterhalten

 

Geld allein macht nicht glücklich, oder?

Man muss dem C. Bertelsmann Verlag zu seinem perfekten Timing gratulieren, pünktlich zur Weltwirtschaftskrise legt es den passenden Roman vor. Geschrieben hat ihn der hierzulande noch unbekannte Londoner Tobias Hill, Jahrgang 1970, allerdings schon 2003, offensichtlich bereits Böses ahnend. Beate Mainka strebt nach Erkenntnis …

 

Business in der Krise

Martin Suter kommt gut an. Ganz besonders bei unserer Spezialistin für Rezensionen o­n the rocks, SABINA SCHUTTER

 

Ein Buchmesselogbuch - Teil 2: Zwischenbericht und Tipps für das Wochenende

Es ist Wochenende auf der Buchmesse. Die Zeit der Schulklassen, die zum Besuch der Messe genötigt werden, damit die Lehrer etwas Abwechslung haben, ist gezählt. Jetzt drängen die literatur- und/oder spektakelinteressierten arbeitenden Menschen auf das Messegelände - und natürlich die Manga-Kinder. Notizen von HEIKO ZIMMERMANN

 

Nicht Freund noch Feind

Immens hoch muss der Erwartungsdruck gewesen sein, der auf dem gerade 30-jährigen Tom Rob Smith ob seines zweiten Romans lastete, nachdem er im vergangenen Jahr mit Kind 44 einen erstaunlich ausgereiften Überraschungserfolg landete. So ganz hat er ihm leider auch nicht standgehalten. Kolyma steht zwar auf der aktuellen KrimiWelt-Bestenliste auf Platz 6, aber das kann Beate Mainka noch lange nicht überzeugen

 

Keine Aufklärung – viel Aufklärung

Mord in einem kleinen Dorf in den Pyrenäen. Ein wahrer Fall – und deshalb weitab vom Regelwerk serieller Kriminalliteratur. Ohne die Katalonien-Buchmesse 2007, zu der die gebundene Ausgabe erschienen war, hätte dieses Buch auf Deutsch vermutlich gar nicht stattgefunden. Und das wäre schade gewesen, meint Dieter Paul Rudolph

 

Die Abenteuer von Alice im Literaturland

Armes Belgien, wie Charles Baudelaire meinte? Oder doch tu felix Belgium? Nein, dann doch nicht so ganz. Denn wie man im flandrischen und niederländischen Literaturbetrieb mit Kriminalliteratur umgeht, kommt uns - bei allen Unterschieden - irgendwie bekannt vor. Ein Blick zu den Nachbarn birgt immerhin den Trost, dass es sinnvolle Kriminalliteratur überall nicht leicht hat. Und dass es überall eine immer lauter werdende Opposition gegen diese unschönen Zustände gibt. Mieke de Loof hat ihre Erfahrungen gemacht.

 


Echt und lebensnah

Catherine O’Flynn verbindet Krimiplot und unkonventionelle Gesellschaftskritik in origineller und absolut überzeugender Manier. Aus der Rubrik: Bücher außerhalb von Schubladen. Vorgestellt von Anselm Brakhage.

 

Glut zwischen den Lenden

Husch, husch ins Märchenwunderland der Schönen und der Reichen. Dort, wo Lüge, Betrug, Geld und hitzige Ekstase das Regiment führen. Doch selbst hier wollen Schandtaten gesühnt und Todesfälle aufgeklärt werden. Laster, archaische Triebe und ein vermeintlich männermordender Vamp können dem Ermittler hierbei ordentlich in die Quere schießen. Ein Verhängnis ist nicht genug, um in der Schwüle Savannahs das Geheimnis zu enthüllen, das die begehrenswerte Elise zu verbergen sucht. Anna Veronica Wutschel kennt da nichts und liest sogar Sandra Brown

 

Zu Besuch in der BILIPO

Tu felix Francia – wie schön, wenn es in Deutschland, Österreich, der Schweiz oder Luxemburg auch so etwas gäbe. Tut es aber nicht, und das hat auch mit dem Status der Kriminalliteratur bei uns zu tun. Der Status des Genres in Frankreich ist ein anderer. Eine erstaunliche französische Bibliothek, porträtiert von Kerstin Schoof

 


Mestizaje es grandeza...

...zumindest ist das oft der Fall. Manchmal aber amalgamieren mehrere Subgenres in einem Roman aber nicht so recht. So wie bei Eliot Pattisons Das Ritual. Stellt Hans Richard Brittnacher bedauernd fest …

 


Globaler Dschihad

Politthriller um Schwerter, mit frommen Menschen, Buchhändlern und Antiquaren, die auch noch im Mittleren Osten spielen – kann das gut gehen? Eigentlich nein. Manchmal aber doch, sagt Beate Mainka

 

Japanisches Erzählkino

Christoph Peters hat bereits den Aspekte-Literaturpreis gewonnen und bietet auch mit seinem neuen Roman Mitsukos Restaurant einen Beleg für Ideenreichtum und ein gutes Auge. Ob das preisverdächtig ist, muss offen bleiben. Zumal man nicht so genau weiß, ob wir es hier mit einem Kriminalroman oder nur mit einem normalen Roman zu tun haben. Aber das Problem kennen wir ja. Sabina Schutter hat ganz andere Probleme mit dem Buch.

 

Poes Jahrhundert

Edgar Poe, der beliebig Reduzierbare, hat ein Gesamtkunstwerk hinterlassen. Erfinder der Detektivgeschichte? Ja, aber anders. Erfinder des 19. Jahrhunderts? Das vor allem. DIETER PAUL RUDOLPH stellt uns „seinen“ E.A. Poe vor

 

Das Glück eines Mörders

Die Chen-Saga von Qiu Xiaolong wird immer üppiger. Aber im Gegensatz zu dem modischen Trend, noch die letzte Ecke der Welt mit überflüssigen Kriminalhandlungen zu quälen, weiß Qiu Xiaolong, wovon er erzählt. Und anderem auch von den Gründen, warum er im Exil leben muss. Eine Lobpreisung von Frank Barsch

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| Santiago Roncagliolo: Roter April
| Robert B. Parker: Der stille Schüler
| Peter ODonnell: Der Xanadu-Talisman
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| Tatjana Ustinowa: Stirb, Brüderchen, Stirb
| Joe R. Lansdale: Wilder Winter
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| Petros Markaris: Balkan Blues
| Martha Grimes: Auferstanden von den Toten
| Anne Holt: Was niemals geschah.
| Val McDermid: Tödliche Worte
| Joanna Chmielewska: Mordsstimmung
| Blake Crouch: Blutzeichen
| Jan Seghers: Die Braut im Schnee
| Qiu Xiaolong: Rot auf Schwarz
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