Zwei Jahre Digitale Spiele bei TITEL-Kulturmagazin Roedelius: Plays Piano (Live in London 1985) TATORT (ORF) - Kein Entkommen (05.02.2012) Deponia Kernnzeichen T - 27.01.2012 Eine Deutschemichelnachtzipfelzubettgehtirade
Dienstag, 07. Februar 2012 | 05:56

 

Alles, nur kaum Eier

Verrückte Hühner kennen alle – kein Zweifel, dass es sie wirklich gibt. Heinz Janisch erzählt, wie ein Bauer an seinem jedoch fast verzweifelt. Sein verrücktes Huhn legt nämlich anstelle der Eier fast immer irgendeinen Klamauk ins Nest. Mit den Bildern von Walter Schmögner entsteht so ein verrückter Lesespaß. Von JOHANNES BROERMANN

 

Hey, Art, lass uns malen!

Der chaotische Anfänger Max trifft auf Arthur, wirbelt Farben, Formen und Figuren auf und wird schließlich Freund des arrivierten Könners. David Wiesner visualisiert die Möglichkeiten der Kunst und das Wesen des kreativen Prozesses. Witzig, rasant, mitreißend gut. Von MONIKA THEES

 

 

Gefühle sind mächtig

Gefühle können eine ganz schön durchschütteln, egal, wie alt man ist. So glücklich, dass man die Welt umarmen möchte, so lebendig, dass man Bäume ausreißen könnte, so ängstlich, dass man in einem Mauseloch verschwinden möchte, so tief traurig, dass man Sturzbäche weint. Alles übertrieben und gegen jeden Verstand. Trotzdem fühlt es sich wahr an. Alma muss das in Nikola Huppertz' Geschichte Alma, ganz klein durchmachen. Wir fühlen mit ihr. Von MAGALI HEISSLER

 

Eine Traumreise durch die Nacht

Mia ist ein kleines Mädchen in Korea. Ihre Eltern arbeiten den ganzen Tag, Spielsachen besitzt Mia keine. Nur ein einziges Bilderbuch über einen großen, weißen Bären. Mit ihm träumt sie sich durch ihre Einsamkeit. ANDREA WANNER träumt mit.

 

Mit der Maus durchs Jahr

Noch ist das Jahr jung genug für einen Kalendervorschlag. Jeden Wochentag mit einer Frage am Frühstückstisch beginnen und die Antwort aus berufenem Munde präsentiert bekommen. ANDREA WANNER freut sich über FRAG doch mal…, den klugen Mauskalender für 2012.

 

Vom Glück des Andersseins

Was ist eigentlich normal? Dass man sich zum Schlafen ins Bett legt und in der Küche isst? Dass Männer Herrenschuhe tragen? Herr Juri lebt anders, er schläft im Schrank und liegt nachts unter der Bank vor dem Haus. Viola Rohner und Erhardt Dietl erzählen von ihm und seinem Weihnachtsfest. Von SUSANNE MARSCHALL

 

Zwei Geschichten vom Glück

Glück braucht man im Leben, was wären wir ohne es? Glück, das im letzten Moment Unglück wendet, Momente des Glücks, die Leben schön machen, sei es für längere Zeit, sei es für einen Augenblick nur. Glück, das wie ein freundlicher Geist erscheint, um die Sonne in ein dunkles Leben leuchten zu lassen. Davon erzählen jeweils auf sehr eigene Art Will Gmehling in Wie das Glück zu Rita Ricotta kam und Alessandro Lecis in Ich bin nicht Rotkäppchen. Von MAGALI HEISSLER

 

Ein Fest für die Nase - und die Augen!

In der Masse der Neuerscheinungen – die jüngsten Zahlen haben ergeben, dass im vergangenen Jahr die 8000er-Marke bei Kinder - und Jugendbüchern erreicht wurde – wird leicht vergessen, was für eine Leistung ein Buch eigentlich ist. Hin und wieder aber tauchen aus der Flut einzelne Bücher auf, bei denen Idee, Umsetzung und schieres Können zu einem so meisterlichen Ergebnis zusammenfließen, dass man das Gefühl hat, ein wahres Wunder vor sich zu haben. Silvana D’Angelo und Antonio Marinoni haben mit ihrer Geschichte Der Duft der Dinge ein solches Wunder geschaffen. MAGALI HEISSLER staunt immer noch.

 

Ganz genau hinschauen!

Wir kennen die Dinge um uns herum, können sie benennen, benutzen sie täglich und wissen genau, wozu sie da sind. Wirklich? Zwei witzige Bilderbücher laden dazu ein, die Welt einmal mit anderen Augen zu sehen. ANDREA WANNER staunte.

 

Wir werden nicht als Egoisten geboren, wir werden ...

Kleine Kinder sind süß. Äuglein, Näschen, Öhrchen, Patschhändchen, einfach herzig. Ganz klar, dass es auch einmal schief gehen kann, wenn so putzige Fingerchen nach etwas greifen. Daran kann man dem goldigen kleinen Wesen nicht die Schuld geben. Sagen Erwachsene. Sie übersehen dabei allerdings etwas. Gleich, wie süß kleine Kinder sein mögen, eins sind sie nicht: dumm. Thad Krasnesky und David Parkins beweisen es in ihrer witzigen Geschichte Ich mach, was ich will - ich bin doch noch klein. Von MAGALI HEISSLER

 

Ene mene meck und du bist weg!

Angelika Waldis und Christophe Badoux (Ill.) haben – tock – ein wunderbares Comickinderbuch geschrieben. VIOLA STOCKER würde am liebsten mit Jojo tauschen und sich zumindest manchmal den titelgebenden unheimlichen Stein ausborgen. TOCK – Sofa zum Vorlesen verdoppeln – TOCKTOCK – nächtliche Störenfriede ins Nirvana schicken. Aber wie kriegt man die dann zurück?

 

Sandwichkind will einen Hund

Sie hat es nicht leicht, die junge Dame in Elfriede Hammerls aus dem prallen Familienleben gegriffenen Geschichte über eine arme, frischgebackene große Schwester mit noch größerer Schwester und nur einem Herzenswunsch, um diesem Dilemma zu entkommen: Sie braucht einen Hund, unbedingt und sofort! Von BEATE MAINKA

 

Die stolzen Blumen und der Schnee

Einst war der Schnee farblos und durchsichtig wie der Wind. Wie und warum er zu seinem weißen Kleid kam, erzählt das Märchen von Heinz Janisch. Silke Leffler illustrierte es in leuchtenden Farben, wunderschön und voller Poesie. Von MONIKA THEES

 

Innig, mit Gefühl

Wenn der beste Freund eines Jungen sein Hund ist, ist das nur auf den ersten Blick süß. Tatsächlich ist eine solche Verbindung ein Indikator dafür, dass es mit dem diesem Kind nicht zum Besten steht. Das kann auch zutreffen, wenn es dem Kind nach außen hin gut geht. Wenn dieser beste Freund plötzlich vom Tod bedroht ist, zeigt es sich, wie dünn Fassaden wirklich sind. In ihrem zweiten Buch für etwas ältere Kinder, Samsons Reise, verknüpft Annette Mierswa ein zurückliegendes Familientrauma mit der grundsätzlichen Frage nach dem Sterben. Von MAGALI HEISSLER

 

Wer ist der Seehund?

In wunderschönen Bildern erzählt der mehrfach ausgezeichnete Buchautor und Illustrator Nikolaus Heidelbach die Geschichte Wenn ich groß bin, werde ich Seehund. Ein kleiner Junge findet im Bettkasten des Sofas ein Seehundfell, ohne zu ahnen, was seine Entdeckung auslöst. Von MONIKA THEES

 

Intelligenz ist gefährlich!

Wer intelligent ist, lernt leicht, hat die besten Noten in der Schule und bekommt später die besten Positionen im Beruf. Auf ein intelligentes Kind kann man nur stolz sein. Kein Wunder, dass Eltern intelligente Kinder haben wollen. Intelligenz kann aber auch zur Falle werden, wenn jemand damit böse Geschäfte treiben will. Eine Gruppe munterer Kinder macht in Yrsa Sigurðardóttirs Die IQ-Kids und die geklaute Intelligenz, unfreiwillig ihre eigenen Erfahrungen mit der Jagd nach den Intelligenten unter uns. Von MAGALI HEISSLER.

 

»Eine Pippi ... was?«

TANJA LINDAUER empfiehlt dieses Leselustmachbuch von Lorenz Pauli nicht nur den Fünfjährigen, sondern auch allen bibliophil veranlagten Eltern.

 

Das große Déjà-vu

Kinder können manchmal unausstehlich sein, so wie die kleine Emmi. Dann  gibt es Krach mit den Eltern. Mama und Papa wünschen sich ein braveres Kind, und die lieben Kleinen wollen nur noch eins: weg. Elisabeth Vera Rathenböck und Anna Anastasova können ein Lied davon singen, denn Emmi will ausziehen, und VIOLA STOCKER weiß auch schon wohin: zu Lotta.

 

Überzeugungsarbeit

Wie gehen Erwachsene mit Kinderbüchern um? Manchmal ganz schön kompliziert! Was muss ich alles bedenken, um das richtige Buch für mein Kind auszuwählen, das bildet und unterhält, beruhigt und stärkt, erklärt und motiviert? Erwachsene können sich das Leben schwer machen. ANDREA WANNER hat sich gefreut, aus einer neuen Perspektive über Kinderbücher aufgeklärt zu werden.

 

Die Klassiker und die lieben Kleinen

»Kinder brauchen ...«, so beginnen viele schöne Sätze, die, zu Ende gesprochen, vor allem eine Personengruppe glücklich machen: die der wohlmeinenden Erwachsenen. Gleich, ob Märchen, Lebertran, Spinat oder Milchschnitte, ein scharfer Blick auf das Gebotene ist mehr als angebracht. Das gilt auch für einen weiteren Dauerbrenner unter den Dingen, die Kinder angeblich so sehr brauchen – die Klassiker der Literatur. Klassiker sind, Mark Twain hat es deutlich formuliert, die Bücher, die keiner liest. Muss man sie also den Wehrlosen in die Kehle zwingen? Muss man nicht, man kann sie neu verpackt und freundlich präsentieren. Trotzdem sollte man sich bei der Auswahl gründlich Gedanken machen. Schillers Die Teilung der Erde aus dem Verlag von Barbara Kindermann erweist sich als höchst diskussionsbedürftiger Fall. Von MAGALI HEISSLER

 

Nicht lustig

Der Engländer David Walliams ist Schauspieler in Film und Fernsehen, TV-Comedian und verdienstvoller Sport-Schwimmer für gute Zwecke. Vor drei Jahren gesellte er sich zudem zu den Kinderbuchautoren. Wie im wirklichen Leben verband das erste Buch, Kicker im Kleid, das im Vorjahr erschien, plakativen, vornehmlich den Vorgaben des heutigen Fernsehens geschuldeten Slapstick mit einem etwas ernsteren Thema, das sich am Ende dann des guten Zwecks wegen in Wohlgefallen auflöst. In seinem zweiten Kinderbuch Gestatten Mr. Stink, das soeben im Aufbau-Verlag erschienen ist, legt Walliams in allen drei Disziplinen noch nach. Über das Ergebnis kann man nur verwundert den Kopf schütteln. Von MAGALI HEISSLER

 

Geschichten von der Freiheit

Ein kleiner Spiegel aus Ebenholz, Ende des 18. Jahrhunderts geschnitzt, geht auf die Reise von Afrika nach Argentinien, Chile, Spanien und wieder zurück. Er reist mit Kindern und Erwachsenen, Frauen, Männern, Sklavinnen und Soldaten. Er zeigt sie und ihr Leben und vor allem das, was ihnen am wichtigsten ist: Freiheit. Liliana Bodoc hat mit ihrem Kinderbuch Der afrikanische Spiegel ein wahres Märchen über ein wichtiges Gut geschrieben. MAGALI HEISSLER hat sich verzaubern lassen.

 

Zähne zeigen und die Folgen

Wer kennt die Zeiten nicht, in denen man nichts und niemanden leiden kann. Niemanden sehen will, seine Ruhe haben, ein für alle Mal! Und wehe, es wagt jemand, näher zu kommen. Gut, dass solche Zeiten vorübergehen. Allerdings kommt es vor, dass man den rechten Augenblick verpasst und dann feststellen muss, dass Alleinsein weh tut. Marajaleena Lembcke erzählt in Ichmagnicht oder wie der Mann Envälita auf die Katze kam von so einer gefährlichen Situation und Julia Neuhaus macht die Bilder dazu. Von MAGALI HEISSLER

 

Von Hühnern und Wundern

Über 2000 km liegen zwischen Xanten am Niederrhein und Santiago de Compostela. Moderne Jakobuspilger fliegen davon den längsten Teil, doch vor »vielen hundert Jahren« musste das Geschäft an die Gesellen übergeben werden und ein monatelanges Pilgern konnte beginnen. In Das Hühnerwunder nehmen uns Willi Fährmann (Text) und Gabriele Hafermaas (Zeichnungen) mit auf den weiten Weg nach Santiago – allerlei Abenteuer inklusive. Von JOHANNES BROERMANN

 

Begabung und die Folgen

In einer Familie, in der alle Talent haben, ist der Begabteste König. Keine Frage, dass sich das Familienleben nach seinen Bedürfnissen richtet, schließlich liebt man sich und schließlich gehören Familien zusammen. Aber haben nicht alle die gleichen Rechte, sich zu entfalten? Noel Streatfeild zeigt in ihrem fast fünfzig Jahre alten Kinderbuch Reiseschuhe hochmoderne Seiten an dem alten Problem »Wunderkinder« auf. Von MAGALI HEISSLER.

 

Trümmer, Schwarzmarkt und die Freude an den kleinen Dingen

Ende letzten Jahres gab es an dieser Stelle eine Rezension zu Anke Kuhls nostalgisch-pfiffigem Bilderbuch Oma ist echt toll. Jetzt gibt es einen Bildband für Kinder, der in einer gelungenen Kombination von zeitgenössischen Fotos und fiktiven Geschichten Kindheit in der Nachkriegszeit erlebbar macht und Kindern eine Zeit nahe bringt, als ihre Großeltern Kinder waren. Von BEATE MAINKA.

 

Der andere Blick

Die Vorstellung, dass unbelebte Gegenstände sich in Worten äußern, hat für viele eine seltsame Faszination. Eindeutig soll das Thema zudem sein, das Leben und Treiben der Menschen nämlich, möglichst über Zeiträume, die länger dauern, als ein Menschenleben. Die Folge solcher Wünsche sind Geschichten und Geschichtchen, besserer oder minderer Qualität, denen vor allem eins gemeinsam ist: ein penetrant moralischer Standpunkt. Roberto Innocenti und Patrick Lewis schlagen in Ein Haus erzählt einen anderen Weg ein, findet MAGALI HEISSLER.

 

Ein Plädoyer für die Faulheit

In einer hektischen Welt, in der die Menschen von morgens bis abends unterwegs sind, elaborierte Zeitpläne auch schon die Tage der Kleinen bis zur letzten Minute verplanen, scheint Faulheit das Letzte zu sein, was die Welt braucht. ANDREA WANNER schnauft an der Seite von Frieda einmal richtig durch.

 

11 Freundinnen müsst ihr sein!

Am 26. Juni 2011 startet das sportliche Großereignis in Deutschland: sehnsüchtig erwartet, leise belächelt, noch nicht so ganz angekommen bei vielen Menschen im Land: die Fußballweltmeisterschaft. Aber eben die der Frauen. ANDREA WANNER freut sich über ein Buch, das Fußball für Mädchen ernst nimmt.

 

Völkerverständigung

Eltern wollen das Beste für ihre Kinder, und meistens beinhaltet das, dass die eigenen Kinder im Leben weiter kommen sollen als man selbst. Die schulischen Leistungen sollen gut sein, Sport zu betreiben und ein Instrument zu erlernen ist Pflicht und auf Fremdsprachen kann man sowieso nicht verzichten. ANDREA WANNER war gespannt, wohin der elterliche Ehrgeiz im Falle von Jean-Charles führt.

 

Alles Machos?

Wir lernen schon früh, Menschen nach Äußerlichkeiten zu beurteilen und in Schubladen zu stecken. Jungs wissen, das Mädchen mit Kleidchen und Kuscheltier zickig sind und Mädchen denken, dass Jungs mit Cowboyhut und Lasso Angeber sein müssen. Alles klar! ANDREA WANNER grinst über ein Spiel mit Klischees für die Jüngsten.

 

Was Wörter können

In der Welt der Wörter heißt sprachlos sein, hilflos sein. Wehe dem, dem die Worte fehlen! Es gibt aber auch den umgekehrten Fall, dass einen die Wörter überschwemmen und man doch die richtigen darunter nicht findet. Wer sich zu helfen weiß, schafft flugs neue Wörter oder setzt bekannte neu zusammen. Wer Wörter regieren lässt, kann unter Umständen in bösen Patschen landen. Wer jedoch Wörter tanzen lassen kann, kann sein Glück finden. Wie David Almonds Mina. Von MAGALI HEISSLER

 

Bionik für Anfänger

Bilderbücher, die Kindern die Grundfunktionen von technischem Gerät erklären, findet man in der Regel im Sachbuchbereich. Christoph Niemann findet einen anderen Ansatzpunkt und lässt der Fantasie seiner kleinen Helden freien Lauf. BEATE MAINKA beschreibt ihre Aha-Erlebnisse.

 

Evolution für Anfänger

Unsere menschliche Existenz verdanken wir evolutionsbedingt wem? Genau, einem klugen Fisch. Was, das wussten Sie nicht? Dann sollten Sie schnellstens das neue Bilderbuch von Chris Wormell lesen, gemeinsam mit Ihren Kindern. Von BEATE MAINKA

 

Lass dich nicht beirren!

Eigene Überzeugungen zu haben, ist etwas Schönes. Es kann aber vorkommen, dass andere diese Überzeugungen nicht teilen. Im schlimmsten Fall steht man ganz allein da mit der eigenen Meinung. Daraus kann nichts werden. Oder etwa doch? fragt MAGALI HEISSLER.

 

Vogelstimmen-Ouvertüre im Wald

Zwitschern, Tschilpen und Trällern. Mit vielstimmigem Gesang begrüßen Drossel, Specht und Kuckuck den anbrechenden Tag. Das große Waldorchester des belgischen Kinderbuchautors und Illustrators Guido van Genechten lädt ein zum morgendlichen Konzert, zum Lauschen, Staunen, zur herrlichen Musik der Vögel. Von MONIKA THEES

 

Das Gleichgewicht wiederfinden

Eine Familie ist ein Kosmos. Verschwindet ein Bestandteil, gerät die kleine Welt aus den Fugen. Die übrigen Einzelteile schweben hilflos umher. Es braucht viel Zeit und Anstrengung, ehe die Einzelteile ihre geordnete Bahn wiedergefunden haben und miteinander einen neuen Kosmos bilden können. John Newman erzählt in seinem Erstlingsroman Anni eine solche Geschichte. Von MAGALI HEISSLER

 

Kommt der nie mehr wieder?

Tod und Sterben sind für uns Erwachsene in den Medien fast alltäglich geworden. Kinder, insbesondere die kleinsten, werden mit diesem Tabuthema  in der Regel nicht belastet – höchstens aus aktuellem Anlass, beim Tod eines Haustieres etwa. In diesem Frühjahr sind einige bemerkenswerte Bücher zum Thema erschienen, die BEATE MAINKA vorstellt. 

 

Entdeckungsreise in ein fremdes Land

Ursprünglich ziert ein simples Do! in weißer Schrift das braune Cover aus handgeschöpftem Papier. Ins Deutsche übersetzt wird der Titel etwas sperriger »Das machen wir« kann man da jetzt lesen und zur weiteren Erklärung des Pronomens »wir« folgt gleich der Untertitel: Ein Bilderbuch aus Indien. ANDREA WANNER hat sich von diesem ungewöhnlichen Bilderbuch begeistern lassen.

 

Vom Fingerspitzenhändewaschen und Schokoladeessen

Von ihren Erlebnissen auf der Kinder- und Jugendbuchmesse in Bologna (28. bis 31. März 2011) berichten SUSANNE MARSCHALL und GEORG PATZER.

 

Eine feine Gesellschaft

Der Arzt und der Anwalt, der Kunstkenner und ein Philosoph, eine Gräfin und sogar ein Botschafterehepaar, dazu ein Polizei-Inspektor mitsamt Geheimagenten gehören zum wichtigsten Personal dieser Geschichte. Hochangesehen scheinen sie zu sein, allerdings sind sie allesamt in Tiergestalt. Was erzählt Kestutis Kasparavicius in Das verschwundene Bild? Einen Gesellschaftsroman? Einen Krimi? Oder eine klassische Fabel? MAGALI HEISSLER hat versucht, es herauszufinden.

 

Einladung ins Märchen

»Kinder brauchen Märchen«, lautet das Schlagwort! Schaut man genauer hin, so kann man rasch feststellen, dass man den Begriff »Kinder« unschwer durch »Menschen« ersetzen kann. Märchenbücher finden sich nicht nur im Kinderzimmer. Erzählt werden Märchen gleichfalls nicht nur Kindern, viele Schriftstellerinnen und Schriftsteller haben sich dieser Form angenommen. Das kleine Verlagshaus Mesheryakov verbindet mit der Neu-Ausgabe von Michail Lermontows Fassung von Ashik Kerib gleich mehrere der oben genannten Faktoren. Ein Märchenklassiker aus der Feder eines der bedeutendsten russischen Schriftstellers in neuester Ausstattung für Jung und Alt. Von MAGALI HEISSLER.

 

Überall ist Wunderland

Wimmelbilderbücher haben eine lange Tradition. Wer Ali Mitgutsch liebte, fand und findet in Rotraut Susanne Berner eine wundervolle Nachfolgerin. Und wer einen neuen Blick in eine herrliche Wimmelwelt sucht, findet in dem Pappbilderbuch Aleksandra Mizielinska und Daniel Mizielinski eine Unzahl witziger und origineller Situationen. 50 Geschichten aus Mamoko versprechen die beiden Autoren. ANDREA WANNER hat viel mehr entdeckt.

 

Familienbande

Eine Mutter und ein zwölfjähriger Sohn bilden nicht gerade eine große Familie. Der unvermutet auftauchende Großvater allerdings zählt gleich mehrfach: Großvater hat Asse im Ärmel, die die ganze Welt durcheinanderwirbeln können. Astrein sind die Asse allerdings nicht. Michael de Guzman stellt in seinem dritten Kinderroman Die Schlawiner die Welt auf den Kopf. Und rettet zugleich eine Familie. Eine atemberaubende Mischung. Von MAGALI HEISSLER

 

Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft

Zugegeben, diese Phrase ist reichlich abgedroschen, aber manchmal passt sie einfach zu 100 Prozent wie eben zu der wunderbaren Geschichte vom großen und vom kleinen Wolf und ihrer ganz allmählich aufkeimenden Zuneigung zueinander. Von BEATE MAINKA

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