Backsteinbröselsoundtrack
KiWi (und Der Hörverlag) legt nach: Jetzt, da der Hype um den Unendlichen Spaß abzuflauen droht, erscheint ein Hörbuch. „Ein Buch als Ereignis“ verspricht es und dokumentiert eine Veranstaltung im Kölner Schauspielhaus. Denis Scheck und andere reden, Harald Schmidt und andere lesen. Bloß: für wen und wozu eigentlich?, fragt GISELA TRAHMS.
Wenn aus Arbeit Freude wird
Das für den Bayerischen Rundfunk produzierte Hörspiel collagiert nachgesprochene Zitate aus dem US-amerikanischen House-Underground mit eigens eingespielten Tracks und beleuchtet die unterschiedlichen Bedeutungen des Wortes work. Von TOM ASAM
Einen Platz bei Ringelnatz
Zwei opulente Hörbücher bringen den 2008 verstorbenen Dichter Peter Rühmkorf zum Swingen. Sie sind Trost und Trotz gegen den Tod, beweisen sie doch, wie stark Rühmkorf gewirkt hat – und nachwirken wird. Von THOMAS SCHAEFER
Goldener Orient, wo bist du?
Es nebelt, der gemeine Mitteleuropäer wird kuschelbedürftiger, er kauft sich besonders weiche Schals und wasserfeste Schuhe. Und an einem Tag zwischen erstem Glühwein und letztem Eisbecher des Jahres träumt er sich fort ... Von HANNS-WERNER PRUNCK
Angst und Widerstand
So vieles kann das kleine Mädchen sich nicht erklären, so vieles macht ihm Angst. Woher kommt das Dunkel der Nacht? Aus dem Tintenfass? Und muss man dann nicht darin ertrinken? Das Mädchen ahnt nicht, dass „die Tinte“, also das Schreiben, später einmal zur Rettung werden wird... Von GISELA TRAHMS
Ein Kulturführer für die Ohren
Am 14. Oktober öffnet die Frankfurter Buchmesse 2009 ihre Pforten, und vermutlich werden überdurchschnittlich viele Chinesen vor Ort sein und die Messehallen, die Imbissstände und eventuell auch das Lesezelt bevölkern. Wäre es da nicht schön, den Vertretern des diesjährigen Gastlands mit ausgefeiltem Wissen über deren Kultur und Geschichte genüberzutreten? STEFAN HEUER empfiehlt einen Crashkurs.
Der Körper als Haus
Keine Frage: das Tier bei Elfriede Jelinek, das ist der Mann. Wenn die Österreicherin also dazu anhebt, einen Text über Prostitution zu schreiben, dann weiß man, was man zu erwarten hat. Subtilitäten haben Elfriede Jelinek noch nie interessiert. Andererseits geht es in den Bordellen von Deutschland, Österreich und sonst wo eh nicht subtil zu, so viel hat man als aufgeklärter Bürger schon mitbekommen. Von TINA MANSKE
Kein Spaß
Die PARTEI agiert professionell und den Regeln konform - und legt gerade deswegen den Politbetrieb in viel überzeugenderer Weise bloß als beispielsweise ein Horst Schlämmer. Eine Wahlempfehlung von TINA MANSKE
Letzte Worte
In einer beeindruckenden Sammlung von Tondokumenten aus den Jahren zwischen 1989 und 1997 reflektiert Jurek Becker über das eigene Leben und den Stellenwert der Literatur in der Welt des Home-Entertainments. Von JÖRG AUBERG
Überfall auf die Horde
Hermann Peter Piwitt charakterisiert mit pointierten Beobachtungen eine aberwitzige Gesellschaft, in der die Grenzen zwischen Normalität und Irrsinn ins Schwimmen geraten sind. Von THOMAS SCHAEFER
Kunst der Täuschung
In Sven Strickers Hörspielfassung für den NDR gesteht Felix Krull dem lauschenden Publikum seine charmanten Gaunereien. Von TINE BRÜMMER
Hochgeschwindigkeitskabarett
Urban Priol legt mit der „Box“ seine Soloprogramme aus den Jahren zwischen 1997 und 2005 vor - eine kurze persönliche Geschichte des politischen Kabaretts. Von JÖRG AUBERG
Nazitum und Nächstenliebe
John La Bei, wie die Chinesen ihn nennen, war Mitglied der NSDAP seit 1934 (Karteinummer 3401106), er war Ortsgruppenführer und entflammter Hitler-Verehrer, verdächtig deutsch, wenn es um Tugenden wie Ehre, Pflicht und Disziplin geht. Ein wohldisziplinierter Beamter, nach eigener Aussage. Und ein Mann, der acht Wochen lang ein echter Held war, ein Held der Menschlichkeit. H.-W. PRUNCK über den "guten Deutschen von Nanking".
Liebende Literaturwissenschaftlerin
Diese Rilke-Biographie changiert zwischen künstlerischer Würdigung, psychologischer Forschung und Erinnerungsarbeit. Von TINA MANSKE
150 Jahre Faulheit
Natürlich ist Oblomow ein eingebildeter Kranker und ein Taugenichts, aber er ist auch ein Provokateur, der das "Hohelied der Faulheit“ anstimmt in Zeiten des beschleunigten Kapitalismus. H.-W. PRUNCK lauscht einem Klassiker.
Kampf des Dünnen mit der Sprache
Ich war diesen Mittwoch in München und wollte endlich einmal ins Karl-Valentin-Museum zum 50jährigen Bestehen. Und so schlenderte ich mit zwei Anheiterungsbieren im Blut, also munter gelaunt, hinunter zum Isartor - doch das Museum hatte zu! Auf dem Schild stand: Mittwochs geschlossen. Besichtigung, auch bei Regenschein, Tag und Nacht, nur von außen und zwar kostenlos. H.W. PRUNCK hört Valentin.
Der zundrige Hochsitz
Ein Buch von 1000 Seiten eine halbe Million Mal verkauft? Ich dachte zuerst, der achte Band von Harry Potter ist draußen! H.-W. PRUNCK hat ins Buch gehört.
Friede meiner Masche
Zwei CD-Editionen bei Bear Family Records gedenken zu seinem 20. Todestag dem großen deutschen Kabarettisten und Satiriker Wolfgang Neuss. Von TINA MANSKE
Es begann vor 146 Jahren...
Kennen Sie Awe Kooda bilaxpak Kuuxshish? Nein? Doch, garantiert, er ist nämlich seit mittlerweile 100 Tagen Präsident - nicht von Spitzbergen – von Amerika. Zugegeben, er ist wohl etwas bekannter unter dem Namen Barack Hussein Obama. H.W. PRUNCK über ein Obama-Hörbuch von Christian Blees.
Unter dem Rauschen hört man die Glocken
Eine Anthologie der besonderen Art hat der mairisch-Verlag herausgebracht. 20 Hörspiele, so unterschiedlich wie das Genre selbst, versammeln sich auf der neuen Kompilation „pressplay 2“. Darauf präsentiert sich die aktuelle Hörspielszene vielseitiger denn je. Von SIMONE UNGER
Der Charme des Morbiden
Sowohl die öffentlich-rechtlichen Anstalten als auch die meisten Hörbuchverlage (in diesem Fall der WDR und Der Hörverlag) fühlen sich auf der sicheren Seite, wenn Hörspiele auf der Grundlage vielfach erprobter literarischer Bestseller produziert werden. Von TINE BRÜMMER
Dada in Dresden
Ein gestürzter Thron, ein sinkendes Staatschiff und groteske Charaktere in einem sehr freien Hörspiel nach Alfred Jarrys „Ubu Roi“. Von JÖRG VON BILAVSKY
Der unsouveräne Staat
Ganz zu Recht hat dieses Tondokument, zusammengestellt von Maximilian Schönherr und erschienen bei DAV, dem Audio-Verlag, den begehrten Hörspielpreis 2009 gewonnen. Weil es uns so eindringlich wieder in ein 30 Jahre zurückliegendes Gebiet hineinführt. Von H.W.PRUNCK
Herz der melancholischen Helligkeit
Das Hörspiel Matrosen übrigens halten Tauben für Zugvögel von Ruedi Häusermann nach Texten von Peter Bichsel hätte viel mehr Aufmerksamkeit verdient, als ihm bislang zugekommen ist. Ja, es ist von der Kritik praktisch komplett übergangen worden - ein kulturbetrieblicher Fehler, den H.W.PRUNCK korrigiert.
Blick zurück nach vorn im Zorn
In seinem vierten Soloprogramm „Es war nicht alles schlecht“ wirft Wilfried Schmickler einen Blick zurück auf seine dreißigjährige Bühnenkarriere, ohne die aktuelle Situation aus den Augen zu verlieren. Von JÖRG AUBERG
Italienisch für Anfänger
Die Hörbuchbearbeitung der ‚Italienischen Reise’ Goethes hätte das Hör-Highlight des Frühlings werden können: Ulrich Tukur, Ulrike Kiener und Quadro Nuevo – was soll man denn da noch mehr wollen? Vor allem etwas weniger sakrosankte Klassikerergebenheit wünscht sich SEBASTIAN KARNATZ.
Von Händel und Handel
Dass der Silberfuchs-Verlag ein gutes Händchen für musikalische Hörbücher hat, dürfte inzwischen hinlänglich bekannt sein. So bietet auch das „Händel-Hörbuch“ wieder beste Unterhaltung und profunde (Ge-)Hörbildung zugleich. Von SEBASTIAN KARNATZ
Die Biederkeit des Bösen
Voller Anspruch ist dieses Hörspiel von Werner Fritsch ohne Zweifel, doch spricht es auch an? Ja!, sagt H.W.PRUNCK.
No way out
Wir befinden uns in einem Dorf namens Elend. Das Dorf liegt im Harz, am Fuße des Brocken, es sind die 60er-Jahre, wir sind in der DDR. Hier wächst ein Kind auf, dessen Namen wir nicht kennen. Der Erzähler nennt es No. Von TINA MANSKE
Der Erzkomödiant
Bernhard verkörpert den literarischen Widerspruch, denn der Finsterling war auch ein großer Spaßmacher - nicht nur ein Ernstmacher. H.W.PRUNCK hat sich diese Woche zwei Bernhard-Biografien angehört, die als Hörbücher heruntergeladen werden können.
Tief in der Tristesse
Harry Rowohlt und osteuropäische Literatur, das passt zueinander wie Depeche Mode und irische Volksmusik. In Serhij Zhadans jetzt als Hörbuch erschienenem Roman trifft zusammen, was sich eigentlich abstößt. Von SIMONE UNGER
Mit Vollgas durch die Trash-Kultur
Heute garantiere ich Ihnen: So etwas haben Sie noch nie gehört! Walk of Fame von Ulrich Bassenge ist ein Hörspiel, dass uns eine Stunde lang verwirrt, denn das Tempo ist hoch, die Story hochkrude - und dann spielt sich alles auch noch auf doppeltem Boden ab! Kann das gutgehen? Es kann. Und es wird. Von H.W.PRUNCK
Ein Geschäft von einiger Größe
Wie man mit einem Klassiker der Literaturgeschichte das Kino, das Fernsehen und – weil es gerade in ist – das Medium Hörspiel gleichzeitig bedient. Thomas Manns „Die Buddenbrooks“ in einer Hörspielfassung. Von TINE BRÜMMER
Die heiligen Avantgarden
Marion Oelmann erzählt in einer neuen Hörbuch-Reihe Geschichten über moderne Kunst – und verfällt dabei leider der tradierten Fabel von einer teleologischen Entwicklung hin zur Abstraktion. Von SEBASTIAN KARNATZ
Adam und Evelyn
Schulze zelebriert einen Stil der Bescheidenheit, der niemals großtut und sich nie wortgewaltig in den Vordergrund spielt. Eine Hörbuch-Kolumne von H.W.PRUNCK.
Odyssee im Weltraum
Wir sind das Experiment einer außerirdischen Rasse – und die amüsieren sich köstlich. Auf unsere Kosten wohlgemerkt. HANNS WERNER PRUNCK über die 352 Minuten lange Hörbuchfassung von Arthur C. Clarkes Klassiker.
Zufälle und Unglücksfälle
Wie aberwitzig, grotesk und tragikomisch der ganz normale Alltag sein kann, eröffnet uns der Schweizer Franz Hohler in seinem neuesten Hörbuch. Von INGEBORG JAISER
Ein Fest für die Ohren
Heiligabend und immer noch keine Weihnachtsgeschenke? Dabei sollte doch eigentlich klar sein: Seinen Lieben schenkt man ein Buch – und den ganz Lieben ein Hörbuch. Mit den folgenden sieben Hörtipps macht man garantiert nichts falsch. Von SEBATIAN KARNATZ
Im Land der verletzten Dinge
Es ist eine Szene wie aus einem Drama von Samuel Beckett: Ein Mann wacht in einem tiefen Erdloch auf. Er weiß nicht, wie er hineingeraten ist, geschweige denn, wie er wieder herauskommen soll. Von ANDREAS MARTIN WIDMANN
Kein Weltuntergang
Des Bayern liebster Humorist meldet sich zurück: Gerhard Polt präsentiert auf seiner neuen CD zehn durchaus gelungene Nummern zwischen Politkabarett und bajuwarischem Biedermeier. Von SEBASTIAN KARNATZ
Der Filmstar und die Feministin
Am 23.09.2008 wäre Romy Schneider 70 Jahre alt geworden. Zu ihrem Geburtstag ist das von Alice Schwarzer verfasste Porträt „Romy Schneider – Mythos und Leben“ in überarbeiteter Fassung als Hörbuch erschienen. Von INGEBORG JAISER
Die Vorleser
Rafik Schamis neuer Roman Das Geheimnis des Kalligraphen ist ein wunderbares, wohlklingendes Stück Literatur, das man sich am Besten in dieser gelungenen Hörbuchfassung vorlesen lässt. Von SEBASTIAN KARNATZ
Belagerungszustand
Christian Brückner legt mit seiner Interpretation der hierzulande relativ unbekannten Erzählung „Ich und mein Kamin“ eine verborgene Bedeutung Herman Melvilles für die moderne Literatur frei. Von JÖRG AUBERG
Sternstunden des Hörens
Wahrhafte Sternstunden erwarten den Hörer der vierzehn Miniaturen von Stefan Zweig, die neben der Schachnovelle wohl zu den bekanntesten Werken des österreichischen Autors gehören. Meisterhaft gelesen von Jürgen Hentsch entfalten sie eine große emotionale Kraft, wie sie in einer solchen Dichte und Ausgewogenheit nur selten zu finden ist. Von FRANK KAUFMANN
Tu felix Austria!
Pünktlich zum 80. Geburtstag des großen österreichschen Kabarettisten Helmut Qualtinger gilt es, diesen Meister des schwarzen Wiener Humors neu zu entdecken. Eine CD mit erlesenen Höhepunkten seiner Karriere erleichtert den Einstieg. Von SEBASTIAN KARNATZ
Sackpfeife und Bänkellied
Was diese Bearbeitung des umfangreichen und wohlbekannten Stoffes so besonders macht, ist ihre Musikalität. Von TINA MANSKE
Eyes Wide Shut
Istanbul - die Metropole pulsiert! Der preisgekrönte Hörspielmacher, Autor und Journalist Andreas Ammer fängt in einer faszinierenden Hörcollage Stimmungen und Stimmen aus der türkischen Hauptstadt ein. Von SEBASTIAN KARNATZ
Klingende Kulturgeschichte mit Prädikat
Der Silberfuchs-Verlag erhält den Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik 2008 für die Hörbuchreihe „Länder hören“ – eine überaus erfreuliche Nachricht in Zeiten oftmals irritierender Auszeichnungs-Entscheidungen. Von SEBASTIAN KKARNATZ
Der Schweinestaat
Zwei Meister unter sich: Hans Korte liest George Orwells „Farm der Tiere“ und verschafft dem satirischen Märchen einen veritablen Hörauftritt. Von SEBASTIAN KARNATZ
Zwei Klangmaler im Dialog
Der Dichter Rafik Schami erschafft im intensiven Dialog mit dem Jazz-Schlagzeuger Günther Baby Sommer eine poetische Welt voll von Klang und Melancholie. Von SEBASTIAN KARNATZ
Hauptsache rumgepupst
Sven Regener liefert den letzten Teil der Trilogie um "Herrn Lehmann". Von TINA MANSKE
Tucholsky im Hawaiihemd
Jürgen von der Lippe liest Kurt Tucholsky. Und das soll funktionieren? Es funktioniert, denn Humor haben bewiesenermaßen beide Herren. Von STEFAN HEUER
Lob des Bayerischen
Das Bayerische wird oft – allzu oft – belächelt. Ihm hängt etwas urig Gemütliches, ja gar etwas dämlich Heimeliges an, das gerade den des Hochdeutschen Mächtigen gerne zu einem Gefühl der geistigen Überlegenheit veranlasst. Doch gemach, gemach, lieber Preuße: Oskar Maria Graf wird dich eines Besseren belehren! Von SEBASTIAN KARNATZ
Autor auf Achse
Wolfgang Koeppen ist ein „empfindsam“ Reisender, der höchst subjektiv seine Eindrücke von Ländern wie Spanien, Russland, Italien oder den USA wiedergibt: Die Höredition seiner Reiseberichte ist nichts für Pauschaltouristen. Von THOMAS COMBRINK
Wehrhafte Klassiker
Robert Löhrs fantastisches literarisches Kleinod „Das Erlkönig-Manöver“ ist nicht geeignet für die schnelle Auffrischung der gymnasialen Restbildung. Es ist vielmehr ein augenzwinkender literaturhistorischer Unterhaltungsroman, der nun in einer kongenialen Hörbuchfassung vorliegt. Von SEBASTIAN KARNATZ
Conrad Reloaded
Der österreichische Michael Köhlmeier hat aus Joseph Conrads berühmtester Erzählung ein extrem verdichtetes Hörspiel mit Licht- und Schattenseiten gemacht. Von SEBASTIAN KARNATZ
Shoegazer-Pros
Herrndorf fällt kein einziger Grund ein, wieso diese Geschichte ausgerechnet in Berlin spielen muss und was sie von anderen sogenannten Berlinromanen unterscheidet. Von TINA MANSKE
Urs Meier statt Günther Netzer
„Die Vorstellung, dass ich in dem Moment ihren Ohren so nahe bin, befremdet mich irgendwie“ – der Berner Jürg Halter lädt ein zu einer sehr "persönlichen Lesung"! Von STEFAN HEUER
Was bist du - und wenn ja warum liest dich jeder?
Der Publizist und Schriftsteller Richard David Precht hat mit „Wer bin ich – und wenn ja wie viele?“ eine unterhaltsame Philosophiegeschichte für jedermann geschrieben, die zumeist den üblichen Gesetzen des Genres gehorcht. Von SEBASTIAN KARNATZ
Der Mythos lebt
T.C. Boyle ist ein Vielschreiber. Dass er allerdings nicht zu viel schreibt, beweist seine neue Kurzgeschichtensammlung, die von Boris Aljinovic kongenial vorgetragen wird. Von SEBASTIAN KARNATZ
Unterwegs in der Bewegung
Die „Beatpoeten“ formen aus Gedichten und Prosastücken Hörspielminiaturen, aber auch mit Refrain operierende Songtexte. Minimalistische Klangstrukturen, elektronische Kleinstmelodien, die sich unverschämt schnell ins Ohr schmeicheln. Von STEFAN HEUER
Der Anti-Gotteswahn
"Eine kleine Geschichte des Grössten" ist ein höchst streitbares und steitlustiges Pamphlet gegen den angeblich reflektierten Unglauben. Von SEBASTIAN KARNATZ
Reisen mit dem Ohr
Die Kulturgeschichte eines Landes in knapp 80 Minuten? Und das alles noch dazu auf einer CD? In seltenen und erlesenen Fällen können auch solch avancierte Projekte gelingen – und zwar ohne in den Mief des pädagogisch wertvollen Bildungsradios abzusinken. Von SEBASTIAN KARNATZ
Heinrich! Mir graut`s vor dir!
„Texttreue“ Aufführungen sind ein Trend der Zeit. Vor- und Nachteile dieser Modeerscheinung demonstrieren geradezu exemplarisch Peter Steins Mammutaufführungen klassischer Dramen. Gute Schauspieler bringen das Innenleben eines Texts zum Leben. Man kann sich jedoch in manchen Fällen nicht des Eindrucks erwehren, einer bildungsbürgerlichen Nummernrevue beizuwohnen - wie in diesem Fall. Von SEBASTIAN KARNATZ
Zeige- und redefreudig
Feuchtgebiete ist ein äußerst gelungenes und abseits des Ekel-Hypes, der darum getrieben wird, überzeugendes Debüt. Von TINA MANSKE
Im Hades riecht es nach Wolle
Der schwedische Autor hat in Deutschland weitaus mehr Erfolg als in seiner Heimat. Vielen seiner Protagonisten verpasst er neben seinem eigenen Geburtsdatum, auch gern mal seinen Vornamen. Wie dem Lehrer Lars Herdin, dem Christian Brückner in diesem Hörspiel eine unverwechselbare Stimme verleiht. Von INGEBORG JAISER
"Jahrtausendgenie"
Scheinbar problemlos verwandelt sich Jaeger stimmlich in provinzielle Vermieter, in Regatta-Korrespondenten, Schwimmlehrer, Conférencies, Politiker und Radioreporter. Von TINA MANSKE
Romantik für die Ohren
Wer nicht zum Lesen kommt, für den gibt es das Hörbuch: Romantik. Eine deutsche Affäre, gelesen von Rüdiger Safranski, schafft einen unterhaltsamen Zugang zur Romantik und zum Romantischen.Von FRANK KAUFMANN
Sprachmusik
Rothschild's CD-Tipp: Beim Anhören stellt man fest, wie schwierig es ist, nicht nach Bedeutungsanklängen zu fahnden, Silben nur als phonetische Gebilde wahrzunehmen.
Erzählkunst, die bleibt: Peter Kurzecks Buch ohne Text
Am 9. März werden in Köln die Deutschen Hörbuch – Preise verliehen. Oscar – Atmosphäre wird allerdings nicht aufkommen: die sieben Preisträger, gewählt von einer Fach-Jury aus einer shortlist von 21 Titeln, stehen längst fest. Das erstaunlichste und bezauberndste Hörbuch des Jahres 2007, „Ein Sommer, der bleibt“, ist freilich nicht einmal in dieser zu finden. Taube Ohren der Juroren? Von STEFFEN RIZZ
Eine tragikomische Audiographie
Das Leben und Schaffen Karl Valentins serviert als gelungene Mischung aus Hörbuch und Hörspiel. Von JÖRG VON BILAVSKY
Also ährlich ...
Frisch ausgegrabene Monologe vom alten Ruhrpott-Comedian Adolf Tegtmeier. Von JÖRG VON BILAVSKY
Mitunter Feder- und Bleistift-Dichter
Eine Biographie- und eine CD-Empfehlung zum 100. Todestag von Wilhelm Busch am 9.1.08. Von FRANK THOMAS GRUB
Die Fortsetzung
Rothschild's CD-Tipp: Die Symbiose von individuellen Schicksalen und Zeitgeschichte, unmittelbar überzeugende Vergleiche und Metaphern und vor allem eine in Rhythmus und Melodie unvergleichliche Sprache machen dieses Werk besonders.
Tschechows Meistererzählung
Rothschild's CD-Tipp: Der Arzt und große Humanist entwirft hier ein ebenso wirklichkeitsnahes wie deprimierendes Bild von den Zuständen in Russland im Allgemeinen und in psychiatrischen Anstalten im Besonderen.
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Nackt unter Türstehern
Alle 14 Tage berichtet STEFAN BEUSE von den Erhabenheiten und Fallstricken der Welt. Heute: Muskelhengste im Fitnessstudio.
Kurios fad
Bei Carlsen Manga erscheint, nach der jüngst veröffentlichten Reihe Shinanogawa, wieder eine Miniserie von ...
Die Welt ist schlecht, ungelogen!
Mit Kinderliteratur hat dieser Pinocchio nicht mehr viel zu tun. Das Comic-Update des Klassikers ist Ausdruck einer düsteren, apokalyptischen Weltanschauung – und außerdem ...
2000 Jahre Dekadenz
Jetzt also die Griechen. Man dachte ja eigentlich, Guido Westerwelle hätte die größten Schmarotzer des deutschen Gemeinwesens ein für allemal identifiziert - da kommen ihm die ...
Danish Dynamite
Wie das Booklet dank Angabe der Gitarrengriffe beweist, benötigt dieses Quartett nicht viele Akkorde, um für abwechslungsreichen Groove zu sorgen. Von JÖRG VON BILAVSKY
Erst beflissen, dann befreit
Na schön, es gibt Elektro-Autos, aber gibt es auch Elektro-Opern? Jetzt schon: Die innovativen Geschwister The Knife aus Schweden haben's erfunden, zusammen mit Planningtorock und Mt. ...
Miasmen am Kap
Roger Smith ist das südafrikanische Lieblingskind der internationalen Kriminalliteratur. Auch bei uns. Südafrikanische Kriminalliteratur ist sowieso in, auch wenn ...
Die Kä(ß)seglocke
Folgen Sie CARLO SCHÄFER in seine Krimischmiede, in der er auf dem Wahnsinn der Welt herumhämmert, auf dass die Funken sprühen. Regelmäßig alle 14 Tage ...
Das Buch für die einsame Insel
Kunstvoll illustriert und aufwändig produziert: dieser Atlas glänzt durch fantasievolle Einfälle und handwerkliche Fertigkeit. Mehr solcher herausragender Gesamtkunstwerke ...
Alice Doesn´t Live Here Anymore
Jeder Kameraschwenk enthüllt ein überbordendes Szenario aus Kitsch und Anti-Kitsch. Alice im Wunderland ist eine stimmige Balance aus finsteren Mittelalterverliesen und ...
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