Wolf Wagner: Tatort Universität Music for Films Bradbury / Hamilton: Fahrenheit 451 Schiffe aus Feuer Casiokids: Topp stemning på lokal bar Volker Reinhardt: Der Göttliche
Dienstag, 07. September 2010 | 15:50

 

Die Gedanken sind frei

Jürgen Domians Call-In-Show hält wochentags eine treue Fangemeinde, zu der sich auch CHRISTIAN NEUBERT zählt, wach bzw. lässt diese gut einschlafen. Nun liegt die Hörbuchfassung seines zweiten Romans vor.

 

Märchenstunde

Fantasy ist die junge, hippe Schwester des Märchens. Und ebenso wie ihre ältere Verwandte ist sie am besten, wenn sie mündlich vermittelt wird. Katharina Thalbach beweist das mit ihrer Lesung von Terry Pratchetts Scheibenwelt-Roman Ruhig Blut! Von MATTHIAS ROSS

 

Keine Panik

Vom Hörspiel zum Roman zum Hörbuch … der Kreis schließt sich: Das Restaurant am Ende des Universums liegt jetzt auch auf Deutsch als Audiobook vor. Gelesen wird Douglas Adams von Christian Ulmen. MATTHIAS ROSS fragt sich, ob das eine gute Wahl gewesen ist ...

 

Der Nervenkitzler

Hitchcock mochte Robert Bloch nicht. Aber dass Psycho cooler Stoff ist, hatte der Großmeister schon gemerkt. JÖRG VON BILAVSKY hat stundenlang CDs gehört …

 

VerSPIEGELter Blick

Quellen- und Faktenanalyse zum Nachhören: Im Hörbuch "Natürlich kann geschossen werden" lässt Michael Sontheimer in prägnanter Form die kurze Geschichte der Roten Armee Fraktion erzählen. Den selbst erhobenen Anspruch, neue Erkenntnisse mit der Beantwortung alter Fragen zu verbinden, kann er dabei nicht einlösen. Von JÖRG AUBERG

 

Der Maßstab der Wahrnehmung

Poetische Anthropologie: Nora Gomringer und Michael Stauffer haben sich die großen Sorgen der kleinen Menschen genauer angeschaut. Entstanden ist ein Hörbuch mit ent- und bezaubernden Spoken-Word-Texten. Von JAN SEDELIES

 

Unhörbare Atemzüge

Das dunkle Cover dieses Hörbuchs zeigt einen menschenleeren, nächtlichen Bahnsteig. Auf der Rückseite behauptet ein Zitat: „Man muss solche Geschichten erzählen, sonst hält man es nicht aus.“ Wartet hier also Grässliches? Erschütterndes? GISELA TRAHMS geht mit Peter Kurzeck auf Reisen und findet es heraus …

 

Huck, wo bist du?

Mit Superlativen sollte man in der Literaturkritik sehr vorsichtig umgehen, aber diese Romane gehören ganz eindeutig zu den großen Klassikern der Weltliteratur: Tom Sawyer und Die Abenteuer des Huckleberry Finn sind unverwüstliche Werke eines großartigen Literaten. Eine neue Hörspiel-Adaption führt uns pünktlich zum Mark-Twain-Jubiläum wieder direkt auf den Mississippi. Ein Klassiker-Check von MARTIN BEYER.

 

Nicht vordergründig abgründig ...

... und auch nicht grundlos fordernd: Kehlmanns Kurzprosasammlung Unter der Sonne überzeugt nicht zuletzt durch eine schnörkellose Sprache und subtil nach oben strebende Spannungsbögen. Das funktioniert auch und gerade als Hörbuch. Von CHRISTIAN NEUBERT

 

Vonne Alleestraße weg - und geblieben

Die zeitgleich zum Buch (siehe TITEL-Besprechung) erschienene Hörbuchfassung von Radio Heimat macht deutlich, was Frank Goosen am besten kann: Geschichten erzählen. Geschichten, die der Alltag schreibt. Von den Kindheitserinnerungen der Großeltern bis in die Gegenwart ziehen sich die in einem sehr persönlichen Ton erzählten Anekdoten aus dem „Herzen der schönsten deutschen Provinz“ – dem Ruhrgebiet. Und am besten ist das alles dann, wenn es vom Autor selber vorgelesen wird. Von TOM ASAM

 

Allet wird jut - und zwar morgen

Kaffee, Kippe, Berliner Schnauze – das ist Toni Mahoni. Nach dem Internet und kleineren Konzertbühnen erobert er nun auch die Buchläden. Was auf dem Papier als recht dünne Anekdotensammlung daherkommt, entfaltet vorgelesen vom Autor dann doch einigen Charme, hat CHRISTIAN NEUBERT festgestellt.

 

Ein Wunderland für die Ohren

Im Zuge der neuen Verfilmung von Tim Burton werden verschiedene Hörspielinszenierungen von Alice im Wunderland auf den Markt geworfen. Aufgewärmtes und Neu-Inszeniertes ist dabei, einen kleinen Überblick verschafft MARTIN BEYER.

 

Wer nicht sehen will, muss hören!

Der legendäre Krimimehrteiler Das Halstuch vermag als Filmhörspiel nicht zu überzeugen. Ein Klassiker-Check, für den sich JÖRG VON BILAVSKY tapfer durchgehört hat.

 

Die Viren und wir

Umfangreiches und für den Laien verständliches Basiswissen aus dem Leben der Viren kann man sich seit Neuestem bequem über den Kopfhörer aneignen – dank Karin Mölling und dem Hörbuchverlag supposé. Von CHRISTIAN NEUBERT

 

Backsteinbröselsoundtrack

KiWi (und Der Hörverlag) legt nach: Jetzt, da der Hype um den Unendlichen Spaß abzuflauen droht, erscheint ein Hörbuch. „Ein Buch als Ereignis“ verspricht es und dokumentiert eine Veranstaltung im Kölner Schauspielhaus. Denis Scheck und andere reden, Harald Schmidt und andere lesen. Bloß: für wen und wozu eigentlich?, fragt GISELA TRAHMS.

 

Wenn aus Arbeit Freude wird

Das für den Bayerischen Rundfunk produzierte Hörspiel collagiert nachgesprochene Zitate aus dem US-amerikanischen House-Underground mit eigens eingespielten Tracks und beleuchtet die unterschiedlichen Bedeutungen des Wortes work. Von TOM ASAM

 

Einen Platz bei Ringelnatz

Zwei opulente Hörbücher bringen den 2008 verstorbenen Dichter Peter Rühmkorf zum Swingen. Sie sind Trost und Trotz gegen den Tod, beweisen sie doch, wie stark Rühmkorf gewirkt hat – und nachwirken wird. Von THOMAS SCHAEFER

 

Goldener Orient, wo bist du?

Es nebelt, der gemeine Mitteleuropäer wird kuschelbedürftiger, er kauft sich besonders weiche Schals und wasserfeste Schuhe. Und an einem Tag zwischen erstem Glühwein und letztem Eisbecher des Jahres träumt er sich fort ... Von HANNS-WERNER PRUNCK

 

Angst und Widerstand

So vieles kann das kleine Mädchen sich nicht erklären, so vieles macht ihm Angst. Woher kommt das Dunkel der Nacht? Aus dem Tintenfass? Und muss man dann nicht darin ertrinken? Das Mädchen ahnt nicht, dass „die Tinte“, also das Schreiben, später einmal zur Rettung werden wird... Von GISELA TRAHMS

 

Ein Kulturführer für die Ohren

Am 14. Oktober öffnet die Frankfurter Buchmesse 2009 ihre Pforten, und vermutlich werden überdurchschnittlich viele Chinesen vor Ort sein und die Messehallen, die Imbissstände und eventuell auch das Lesezelt bevölkern. Wäre es da nicht schön, den Vertretern des diesjährigen Gastlands mit ausgefeiltem Wissen über deren Kultur und Geschichte genüberzutreten? STEFAN HEUER empfiehlt einen Crashkurs.

 

Der Körper als Haus

Keine Frage: das Tier bei Elfriede Jelinek, das ist der Mann. Wenn die Österreicherin also dazu anhebt, einen Text über Prostitution zu schreiben, dann weiß man, was man zu erwarten hat. Subtilitäten haben Elfriede Jelinek noch nie interessiert. Andererseits geht es in den Bordellen von Deutschland, Österreich und sonst wo eh nicht subtil zu, so viel hat man als aufgeklärter Bürger schon mitbekommen. Von TINA MANSKE

 

Kein Spaß

Die PARTEI agiert professionell und den Regeln konform - und legt gerade deswegen den Politbetrieb in viel überzeugenderer Weise bloß als beispielsweise ein Horst Schlämmer. Eine Wahlempfehlung von TINA MANSKE

 

Letzte Worte

In einer beeindruckenden Sammlung von Tondokumenten aus den Jahren zwischen 1989 und 1997 reflektiert Jurek Becker über das eigene Leben und den Stellenwert der Literatur in der Welt des Home-Entertainments. Von JÖRG AUBERG

 

Überfall auf die Horde

Hermann Peter Piwitt charakterisiert mit pointierten Beobachtungen eine aberwitzige Gesellschaft, in der die Grenzen zwischen Normalität und Irrsinn ins Schwimmen geraten sind. Von THOMAS SCHAEFER

 

Kunst der Täuschung

In Sven Strickers Hörspielfassung für den NDR gesteht Felix Krull dem lauschenden Publikum seine charmanten Gaunereien. Von TINE BRÜMMER

 

Hochgeschwindigkeitskabarett

Urban Priol legt mit der „Box“ seine Soloprogramme aus den Jahren zwischen 1997 und 2005 vor - eine kurze persönliche Geschichte des politischen Kabaretts. Von JÖRG AUBERG

 

Nazitum und Nächstenliebe

John La Bei, wie die Chinesen ihn nennen, war Mitglied der NSDAP seit 1934 (Karteinummer 3401106), er war Ortsgruppenführer und entflammter Hitler-Verehrer, verdächtig deutsch, wenn es um Tugenden wie Ehre, Pflicht und Disziplin geht. Ein wohldisziplinierter Beamter, nach eigener Aussage. Und ein Mann, der acht Wochen lang ein echter Held war, ein Held der Menschlichkeit. H.-W. PRUNCK über den "guten Deutschen von Nanking".

 

Liebende Literaturwissenschaftlerin

Diese Rilke-Biographie changiert zwischen künstlerischer Würdigung, psychologischer Forschung und Erinnerungsarbeit. Von TINA MANSKE

 

150 Jahre Faulheit

Natürlich ist Oblomow ein eingebildeter Kranker und ein Taugenichts, aber er ist auch ein Provokateur, der das "Hohelied der Faulheit“ anstimmt in Zeiten des beschleunigten Kapitalismus. H.-W. PRUNCK lauscht einem Klassiker.

 

Kampf des Dünnen mit der Sprache

Ich war diesen Mittwoch in München und wollte endlich einmal ins Karl-Valentin-Museum zum 50jährigen Bestehen. Und so schlenderte ich mit zwei Anheiterungsbieren im Blut, also munter gelaunt, hinunter zum Isartor - doch das Museum hatte zu! Auf dem Schild stand: Mittwochs geschlossen. Besichtigung, auch bei Regenschein, Tag und Nacht, nur von außen und zwar kostenlos. H.W. PRUNCK hört Valentin.

 

Der zundrige Hochsitz

Ein Buch von 1000 Seiten eine halbe Million Mal verkauft? Ich dachte zuerst, der achte Band von Harry Potter ist draußen! H.-W. PRUNCK hat ins Buch gehört.

 

Friede meiner Masche

Zwei CD-Editionen bei Bear Family Records gedenken zu seinem 20. Todestag dem großen deutschen Kabarettisten und Satiriker Wolfgang Neuss. Von TINA MANSKE

 

Es begann vor 146 Jahren...

Kennen Sie Awe Kooda bilaxpak Kuuxshish? Nein? Doch, garantiert, er ist nämlich seit mittlerweile 100 Tagen Präsident - nicht von Spitzbergen – von Amerika. Zugegeben, er ist wohl etwas bekannter unter dem Namen Barack Hussein Obama. H.W. PRUNCK über ein Obama-Hörbuch von Christian Blees.

 

Unter dem Rauschen hört man die Glocken

Eine Anthologie der besonderen Art hat der mairisch-Verlag herausgebracht. 20 Hörspiele, so unterschiedlich wie das Genre selbst, versammeln sich auf der neuen Kompilation „pressplay 2“. Darauf präsentiert sich die aktuelle Hörspielszene vielseitiger denn je. Von SIMONE UNGER

 

Der Charme des Morbiden

Sowohl die öffentlich-rechtlichen Anstalten als auch die meisten Hörbuchverlage (in diesem Fall der WDR und Der Hörverlag) fühlen sich auf der sicheren Seite, wenn Hörspiele auf der Grundlage vielfach erprobter literarischer Bestseller produziert werden. Von TINE BRÜMMER

 

Dada in Dresden

Ein gestürzter Thron, ein sinkendes Staatschiff und groteske Charaktere in einem sehr freien Hörspiel nach Alfred Jarrys „Ubu Roi“. Von JÖRG VON BILAVSKY

 

Der unsouveräne Staat

Ganz zu Recht hat dieses Tondokument, zusammengestellt von Maximilian Schönherr und erschienen bei DAV, dem Audio-Verlag, den begehrten Hörspielpreis 2009 gewonnen. Weil es uns so eindringlich wieder in ein 30 Jahre zurückliegendes Gebiet hineinführt. Von H.W.PRUNCK

 

Herz der melancholischen Helligkeit

Das Hörspiel Matrosen übrigens halten Tauben für Zugvögel von Ruedi Häusermann nach Texten von Peter Bichsel hätte viel mehr Aufmerksamkeit verdient, als ihm bislang zugekommen ist. Ja, es ist von der Kritik praktisch komplett übergangen worden - ein kulturbetrieblicher Fehler, den H.W.PRUNCK korrigiert.

 

Blick zurück nach vorn im Zorn

In seinem vierten Soloprogramm „Es war nicht alles schlecht“ wirft Wilfried Schmickler einen Blick zurück auf seine dreißigjährige Bühnenkarriere, ohne die aktuelle Situation aus den Augen zu verlieren. Von JÖRG AUBERG

 

Italienisch für Anfänger

Die Hörbuchbearbeitung der ‚Italienischen Reise’ Goethes hätte das Hör-Highlight des Frühlings werden können: Ulrich Tukur, Ulrike Kiener und Quadro Nuevo – was soll man denn da noch mehr wollen? Vor allem etwas weniger sakrosankte Klassikerergebenheit wünscht sich SEBASTIAN KARNATZ.

 

Von Händel und Handel

Dass der Silberfuchs-Verlag ein gutes Händchen für musikalische Hörbücher hat, dürfte inzwischen hinlänglich bekannt sein. So bietet auch das „Händel-Hörbuch“ wieder beste Unterhaltung und profunde (Ge-)Hörbildung zugleich. Von SEBASTIAN KARNATZ

 

Die Biederkeit des Bösen

Voller Anspruch ist dieses Hörspiel von Werner Fritsch ohne Zweifel, doch spricht es auch an? Ja!, sagt H.W.PRUNCK.

 

No way out

Wir befinden uns in einem Dorf namens Elend. Das Dorf liegt im Harz, am Fuße des Brocken, es sind die 60er-Jahre, wir sind in der DDR. Hier wächst ein Kind auf, dessen Namen wir nicht kennen. Der Erzähler nennt es No. Von TINA MANSKE

 

Der Erzkomödiant

Bernhard verkörpert den literarischen Widerspruch, denn der Finsterling war auch ein großer Spaßmacher - nicht nur ein Ernstmacher. H.W.PRUNCK hat sich diese Woche zwei Bernhard-Biografien angehört, die als Hörbücher heruntergeladen werden können.

 

Tief in der Tristesse

Harry Rowohlt und osteuropäische Literatur, das passt zueinander wie Depeche Mode und irische Volksmusik. In Serhij Zhadans jetzt als Hörbuch erschienenem Roman trifft zusammen, was sich eigentlich abstößt. Von SIMONE UNGER

 

Mit Vollgas durch die Trash-Kultur

Heute garantiere ich Ihnen: So etwas haben Sie noch nie gehört! Walk of Fame von Ulrich Bassenge ist ein Hörspiel, dass uns eine Stunde lang verwirrt, denn das Tempo ist hoch, die Story hochkrude - und dann spielt sich alles auch noch auf doppeltem Boden ab! Kann das gutgehen? Es kann. Und es wird. Von H.W.PRUNCK

 

Ein Geschäft von einiger Größe

Wie man mit einem Klassiker der Literaturgeschichte das Kino, das Fernsehen und – weil es gerade in ist – das Medium Hörspiel gleichzeitig bedient. Thomas Manns „Die Buddenbrooks“ in einer Hörspielfassung. Von TINE BRÜMMER

 

Die heiligen Avantgarden

Marion Oelmann erzählt in einer neuen Hörbuch-Reihe Geschichten über moderne Kunst – und verfällt dabei leider der tradierten Fabel von einer teleologischen Entwicklung hin zur Abstraktion. Von SEBASTIAN KARNATZ

 

Adam und Evelyn

Schulze zelebriert einen Stil der Bescheidenheit, der niemals großtut und sich nie wortgewaltig in den Vordergrund spielt. Eine Hörbuch-Kolumne von H.W.PRUNCK.

 

Odyssee im Weltraum

Wir sind das Experiment einer außerirdischen Rasse – und die amüsieren sich köstlich. Auf unsere Kosten wohlgemerkt. HANNS WERNER PRUNCK über die 352 Minuten lange Hörbuchfassung von Arthur C. Clarkes Klassiker.

 

Zufälle und Unglücksfälle

Wie aberwitzig, grotesk und tragikomisch der ganz normale Alltag sein kann, eröffnet uns der Schweizer Franz Hohler in seinem neuesten Hörbuch. Von INGEBORG JAISER

 

Ein Fest für die Ohren

Heiligabend und immer noch keine Weihnachtsgeschenke? Dabei sollte doch eigentlich klar sein: Seinen Lieben schenkt man ein Buch – und den ganz Lieben ein Hörbuch. Mit den folgenden sieben Hörtipps macht man garantiert nichts falsch. Von SEBATIAN KARNATZ

 

Im Land der verletzten Dinge

Es ist eine Szene wie aus einem Drama von Samuel Beckett: Ein Mann wacht in einem tiefen Erdloch auf. Er weiß nicht, wie er hineingeraten ist, geschweige denn, wie er wieder herauskommen soll. Von ANDREAS MARTIN WIDMANN

 

Kein Weltuntergang

Des Bayern liebster Humorist meldet sich zurück: Gerhard Polt präsentiert auf seiner neuen CD zehn durchaus gelungene Nummern zwischen Politkabarett und bajuwarischem Biedermeier. Von SEBASTIAN KARNATZ

 

Der Filmstar und die Feministin

Am 23.09.2008 wäre Romy Schneider 70 Jahre alt geworden. Zu ihrem Geburtstag ist das von Alice Schwarzer verfasste Porträt „Romy Schneider – Mythos und Leben“ in überarbeiteter Fassung als Hörbuch erschienen. Von INGEBORG JAISER

 

Die Vorleser

Rafik Schamis neuer Roman Das Geheimnis des Kalligraphen ist ein wunderbares, wohlklingendes Stück Literatur, das man sich am Besten in dieser gelungenen Hörbuchfassung vorlesen lässt. Von SEBASTIAN KARNATZ

 

Belagerungszustand

Christian Brückner legt mit seiner Interpretation der hierzulande relativ unbekannten Erzählung „Ich und mein Kamin“ eine verborgene Bedeutung Herman Melvilles für die moderne Literatur frei. Von JÖRG AUBERG

 

Sternstunden des Hörens

Wahrhafte Sternstunden erwarten den Hörer der vierzehn Miniaturen von Stefan Zweig, die neben der Schachnovelle wohl zu den bekanntesten Werken des österreichischen Autors gehören. Meisterhaft gelesen von Jürgen Hentsch entfalten sie eine große emotionale Kraft, wie sie in einer solchen Dichte und Ausgewogenheit nur selten zu finden ist. Von FRANK KAUFMANN

 

Tu felix Austria!

Pünktlich zum 80. Geburtstag des großen österreichschen Kabarettisten Helmut Qualtinger gilt es, diesen Meister des schwarzen Wiener Humors neu zu entdecken. Eine CD mit erlesenen Höhepunkten seiner Karriere erleichtert den Einstieg. Von SEBASTIAN KARNATZ

 

Sackpfeife und Bänkellied

Was diese Bearbeitung des umfangreichen und wohlbekannten Stoffes so besonders macht, ist ihre Musikalität. Von TINA MANSKE

 

Eyes Wide Shut

Istanbul - die Metropole pulsiert! Der preisgekrönte Hörspielmacher, Autor und Journalist Andreas Ammer fängt in einer faszinierenden Hörcollage Stimmungen und Stimmen aus der türkischen Hauptstadt ein. Von SEBASTIAN KARNATZ

 

Klingende Kulturgeschichte mit Prädikat

Der Silberfuchs-Verlag erhält den Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik 2008 für die Hörbuchreihe „Länder hören“ – eine überaus erfreuliche Nachricht in Zeiten oftmals irritierender Auszeichnungs-Entscheidungen. Von SEBASTIAN KKARNATZ

 

Der Schweinestaat

Zwei Meister unter sich: Hans Korte liest George Orwells „Farm der Tiere“ und verschafft dem satirischen Märchen einen veritablen Hörauftritt. Von SEBASTIAN KARNATZ

 

Zwei Klangmaler im Dialog

Der Dichter Rafik Schami erschafft im intensiven Dialog mit dem Jazz-Schlagzeuger Günther Baby Sommer eine poetische Welt voll von Klang und Melancholie. Von SEBASTIAN KARNATZ

 

Hauptsache rumgepupst


Sven Regener liefert den letzten Teil der Trilogie um "Herrn Lehmann". Von TINA MANSKE

 

Tucholsky im Hawaiihemd

Jürgen von der Lippe liest Kurt Tucholsky. Und das soll funktionieren? Es funktioniert, denn Humor haben bewiesenermaßen beide Herren. Von STEFAN HEUER

 

Lob des Bayerischen

Das Bayerische wird oft – allzu oft – belächelt. Ihm hängt etwas urig Gemütliches, ja gar etwas dämlich Heimeliges an, das gerade den des Hochdeutschen Mächtigen gerne zu einem Gefühl der geistigen Überlegenheit veranlasst. Doch gemach, gemach, lieber Preuße: Oskar Maria Graf wird dich eines Besseren belehren! Von SEBASTIAN KARNATZ

 

Autor auf Achse

Wolfgang Koeppen ist ein „empfindsam“ Reisender, der höchst subjektiv seine Eindrücke von Ländern wie Spanien, Russland, Italien oder den USA wiedergibt: Die Höredition seiner Reiseberichte ist nichts für Pauschaltouristen. Von THOMAS COMBRINK

 

Wehrhafte Klassiker

Robert Löhrs fantastisches literarisches Kleinod „Das Erlkönig-Manöver“ ist nicht geeignet für die schnelle Auffrischung der gymnasialen Restbildung. Es ist vielmehr ein augenzwinkender literaturhistorischer Unterhaltungsroman, der nun in einer kongenialen Hörbuchfassung vorliegt. Von SEBASTIAN KARNATZ

 

Conrad Reloaded

Der österreichische Michael Köhlmeier hat aus Joseph Conrads berühmtester Erzählung ein extrem verdichtetes Hörspiel mit Licht- und Schattenseiten gemacht. Von SEBASTIAN KARNATZ

 

Shoegazer-Pros

Herrndorf fällt kein einziger Grund ein, wieso diese Geschichte ausgerechnet in Berlin spielen muss und was sie von anderen sogenannten Berlinromanen unterscheidet. Von TINA MANSKE

 

Urs Meier statt Günther Netzer

„Die Vorstellung, dass ich in dem Moment ihren Ohren so nahe bin, befremdet mich irgendwie“ – der Berner Jürg Halter lädt ein zu einer sehr "persönlichen Lesung"! Von STEFAN HEUER

 

Was bist du - und wenn ja warum liest dich jeder?

Der Publizist und Schriftsteller Richard David Precht hat mit „Wer bin ich – und wenn ja wie viele?“ eine unterhaltsame Philosophiegeschichte für jedermann geschrieben, die zumeist den üblichen Gesetzen des Genres gehorcht. Von SEBASTIAN KARNATZ

 

Der Mythos lebt

T.C. Boyle ist ein Vielschreiber. Dass er allerdings nicht zu viel schreibt, beweist seine neue Kurzgeschichtensammlung, die von Boris Aljinovic kongenial vorgetragen wird. Von SEBASTIAN KARNATZ

 

Unterwegs in der Bewegung

Die „Beatpoeten“ formen aus Gedichten und Prosastücken Hörspielminiaturen, aber auch mit Refrain operierende Songtexte. Minimalistische Klangstrukturen, elektronische Kleinstmelodien, die sich unverschämt schnell ins Ohr schmeicheln. Von STEFAN HEUER

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