Angst hat viele Gesichter
Es wird so allerlei gemunkelt in der neuen Stadt, in die Helena mit ihren Eltern und ihren beiden Schwestern gezogen ist. Zunächst sind es nur die anderen Kinder, aber dann warnen auch die Erwachsenen: Pass bloß auf, denn da sind Ratten in den Schatten. Von ANDREA WANNER
Zusammenprall der Kulturen
Die einen meiden jede Anstrengung, um immer essen zu können. Die anderen meiden keine Anstrengung, um endlich richtig reich zu werden. Märchenwelt hie, unsere moderne Welt da. Wenn die beiden aufeinandertreffen, muss es ja ein Gewitter geben. Sabine Ludwig schickt zwei Jugendliche in den Sturm. Von MAGALI HEISSLER
Ohne Wenn und Aber
Trist ist die Welt, in der ein Junge aufwächst. Eltern, die nur vor dem Fernseher sitzen, nur das Notwendigste reden. Wie soll ein Kind in einer so uninspirierten Welt Fantasie und Kreativität entwickeln? Von ANDREA WANNER
Denken ist eine Reise ohne Ende
Neugierig sein, Fragen stellen, vor allem Fragen stellen dürfen, sollte für Kinder selbstverständlich sein. Aber kann man einfach darauf los fragen? Und wie steht es mit den Antworten? Wer gibt sie? Wie findet man sie? Indem man denken lernt, sagt der Philosoph. Auch zu Kindern. Von MAGALI HEISSLER
"Ich bin immer die Alleinste!"
Kinder aus Patchworkfamilien haben es nicht immer leicht haben, ihren Platz in der Familienhierarchie zu finden. Da werden schnell falsche Rückschlüsse gezogen wie von Josefine, dem Sandwich-Kind. Von BEATE MAINKA
Nonsense? Natürlich notwendig!
Ein Alphabet birgt mehr als Buchstaben: Seltsames, Fremdartiges, Skurriles, Verrücktes in sechsundzwanzig Variationen versteckt sich dahinter. Auf eine extravagante Entdeckungsreise geht MAGALI HEISSLER.
Von Wochenendevätern und anderen (Un-)Glücksfällen
Papa ist ein richtiger Pechvogel: Gestern ist ihm der Toast angebrannt, beim Einkaufen hat er das Geld vergessen, beim Geldholen war die Waschmaschine ausgelaufen, beim Mittagessen ist die Soße explodiert, beim Spülen hat er aus Versehen Waschmittel in die Spülmaschine gefüllt ... Von GEORG PATZER
Ein Superheld steckt in jedem!
Ole ist ungefähr acht und will nicht in die Schule gehen. Rosa ist eine ältere Frau und will ihr Haus nicht verlassen. Kaninchen Hubert bringt die beiden zusammen, aber richtig helfen kann nur Habichtmann, der größte der Helden. Oder heißt der etwa Ole? Von MAGALI HEISSLER
,,Als ich neun Jahre alt war, wurde ich von einem Gorilla adoptiert."
Jedes Auftauchen eines Autos bedeutet für die 51 Kinder aus dem Waisenhaus Rainfarn die Hoffnung mitgenommen zu werden in ein anderes, besseres Leben. Für Jonna mit den ewig ungewaschenen Händen wird das wohl immer ein Wunschtraum bleiben. Aber bereits der erste, verblüffende Satz dieser Geschichte verrät, das ihr ein anderes Schicksal beschieden ist. Von ANDREA WANNER
Ein Kampfhund zum Kuscheln?
Würden Sie Ihrem Kind guten Gewissens einen Pitbull Terrier als Spielgefährten erlauben? Wahrscheinlich gehen Ihnen bei der Erwähnung dieser Hunderasse Zeitungsartikel von zerfleischten Kleinkindern und schwer verletzten Hundehaltern durch den Kopf. Doch ausgerechnet eine junge Hundedame dieser übel beleumundeten Rasse wird zum Wunderhund. Von BEATE MAINKA
Ene mene muh ...
… und raus bist du? Ernst A. Ekker lehnte Abzählreime schon immer ab und begann seine Lesungen stattdessen mit einem „Einzählreim“. Von ANDREA WANNER
Vom Umgang mit Büchern
Wasch dir vor dem Lesen die Hände! Vorsicht, keine Eselsohren! Nimm das Buch nicht mit in die Badewanne! Unser Verhältnis zu Büchern ist von Anfang an bestimmten Regeln unterworfen, zu denen missbilligende Elternblicke gehören, Schutzumschläge, Lesezeichen und mahnende Worte. Und jetzt das! Von ANDREA WANNER
Lesen als Frusttherapie
Bilderbücher über Hunde kennen wir zuhauf, Bilderbücher über den Zauber des Lesens gibt es ebenfalls, eine Kombination aus beidem ist eher ungewöhnlich. Wir stellen ihn vor, den Hund, der seine Leidenschaft für Bücher, allen Hindernissen zum Trotz, gar zum Beruf macht. Von BEATE MAINKA
Sichtbare Zeichen eines Unsichtbaren
Selten wurde im Kinderbuch eine treffendere Symbolik für den Verlust eines geliebten Menschen gefunden als im ersten ins Deutsche übersetzten Roman des amerikanischen Autors Evan Kuhlman. Das Tagebuch des Finn Garrett gibt Auskunft über ein sehr merkwürdiges Phänomen ... Von BEATE MAINKA
Harmonie aus dem Chaos
Kind sein ist besonders dann nicht leicht, wenn man in der Familie die Vernunft in Person sein muss. Und wenn diese personifizierte Vernunft plötzlich einem verrückten Traum nachhängt, kann ja nur das Chaos ausbrechen ... Von MAGALI HEISSLER
Der weite Weg zum Ruhm
Wer sein Kind „Caruso“ nennt, muss billigend in Kauf nehmen, dass es sich zu Höherem berufen fühlt – auch wenn das Kind nur eine winzige Maus ist. Von ANDREA WANNER
Denkzettel
Herr Günther ist ein unangenehmer Zeitgenosse. So einer, mit dem man eigentlich nichts zu tun haben möchte. Zu einem ähnlichen Ergebnis kommen die drei Freundinnen Noemi, Valerie und Yasmina. Nur ihre Reaktion ist anders als erwartet. Von ANDREA WANNER
Hommage an die Zuversicht
Der Tod eines kleinen grünen Papageis stürzt die ganze Welt in tiefe Trauer: Das Mädchen weint, der Baum verliert seine Blätter, der Wind eine Bö, der Himmel wird kalkweiß und die Menschen werden stumm. Zum Glück kommt der Töpfer von Ceará und will wissen, was geschehen ist ... Von SUSANNE MARSCHALL
Ein luftiger Ausflug mit Panoramablick
Man sollte bei aufkommendem Sturm nicht aus dem Haus gehen: Da könnte einen ja ein dicker Ast erschlagen, ein Ziegel auf den Kopf fallen oder eine Bö mit sich forttragen - wie es dem Mann am Strand passiert ist. Nichtsahnend geht er spazieren und schwupps! fliegt er höher und immer höher in den Himmel. Nach einer Weile gefällt es ihm sogar ... Von SUSANNE MARSCHALL
Wie ein Haus geplant und gebaut wird
Baustellenbilderbücher stehen in der Rangliste kleiner Jungen ganz oben, da brummt der Laster, der Bagger bewegt Tonnen von Erde und über allem thront hoch oben der Kranführer. Dass ein Hausbau aber viel mehr umfasst als den Einsatz von großen Maschinen, das erklärt ein Schweizer Autorenteam seinen jungen Lesern ganz genau und landete damit auch prompt auf der Nominierungsliste zum diesjährigen Jugendliteraturpreis in der Sparte Sachbuch. Von BEATE MAINKA
Poetische Kunstwerke, lyrische Kostbarkeiten und archaische Illustrationen
Auf der 47. Kinderbuchmesse in Bologna konnte man sich vier Tage lang, vom 23. bis zum 26. März, einen Überblick über die internationale Kinderbuchszene verschaffen. Bei frühlingshaftem Wetter, in luftigen Hallen und angenehmer Atmosphäre konnte man stöbern und staunen, sich begeistern und bezaubern lassen, und die kulturell unterschiedlichen Trends und Tendenzen beobachten. Von SUSANNE MARSCHALL
Gute und fiese Geheimnisse
In den Sozialwohnsiedlungen ist auch nicht alles Gold, was glänzt. Und nicht alles Schmutz, was nicht normal aussieht. Das muss auch Cleo erfahren, die erst seit neuestem dort wohnt und gleich mehrere Geheimnisse mit sich herumtragen muss. Aber sie ist nicht allein. Von GEORG PATZER
Back to nature
Anton fährt gutgelaunt mit den Großeltern in die Ferien. Seine Stimmung ändert sich nach der Ankunft allerdings schlagartig: So hat er sich das nicht vorgestellt. Wo ist hier der Swimmingpool? Von ANDREA WANNER
Nicht von Pappe
Bilderbücher für die Jüngsten sollen leicht verständlich sein und trotzdem Spaß machen. Erstaunlich, wie ein richtiger Bilderbuchkrimi zum Mitraten einlädt. Von ANDREA WANNER
Pssst - streng geheim!
Es wimmelt zur Zeit auf dem Markt von Büchern, die behaupten, ein unglaubliches Geheimnis zu beinhalten. Ottos Geheimnis ist schon 20 Jahre alt (da erschien Roald Dahls Geschichte zum ersten Mal auf Englisch) – und eines der schönsten überhaupt. Ein bisschen davon kann man vertrauenswürdigen Personen ja vielleicht verraten. Von ANDREA WANNER
Wohnideen, ungewohnt
Vier Wände und ein Dach, natürlich eine Treppe, Fenster und ein Klo: Wenn wir an ein Haus denken, entstehen Bilder in unseren Köpfen, die wenig fantasievoll sind. Dabei geht es auch ganz anders. Von ANDREA WANNER
Verbalunterstützung für Liebende und Wutentbrannte
Eigentlich sind Liebe und Wut ja zwei Dinge, die sich schlecht unter einen Hut bringen lassen. Allerdings bedürfen beide Gefühlsregungen verstärkt des verbalen Ausdrucks - selbst schon in jungen Jahren. Hier wurde jetzt Abhilfe geschaffen für alle, die dabei dringend Unterstützung brauchen. Von BEATE MAINKA
Von Katzastrophal, Lady Knirschebein und anderen schnurrenden Vierbeinern
Katzen, die den Mäusen das Steppen beibringen? Unmöglich? Nicht bei T.S. Eliot. Der nobelpreistragende Katzenliebhaber hat diese und andere Katzen erfunden, der Beltz Verlag hat das Buch mit schönen Bildern neu aufgelegt. Von GEORG PATZER
Eine ungleiche Freundschaft
Wenn zwei Kinder sich anfreunden, stellen sie schon mal zusammen etwas an. Aber wenn der eine etwas undurchsichtig ist, ständig neue Handys hat und sich nie zu Hause besuchen lässt, dann ist etwas faul. Peter Pohl erzählt von der ungleichen Freundschaft zwischen Anton und Jojo. Von GEORG PATZER
Geschwisterglück
Das geschwisterliche Miteinander ist ein ständiges Auf und Ab. Wer könnte besser davon erzählen als ein kleiner Bruder, der eine große Schwester hat. Von ANDREA WANNER
Stadtführung der besonderen Art
Einen Preis hat es schon, das zweite Bilderbuch des jungen Grafik-Designers Philipp Seefeldt, und ist damit wieder eine dieser bedauernswerten Veröffentlichungen, die bei der Kritik auf viel Gegenliebe stoßen. Der Weg ins heimische Kinderzimmer, ob gekauft oder in einer Bibliothek ausgeliehen, ist hingegen steinig und beschwerlich. Warum eigentlich? Von BEATA MAINKA
Funkelnde Klangkaskaden und lyrische Bilder
Vor Eifersucht ist keiner gewappnet. Auch Könige nicht. Nur sind die Konsequenzen dann gleich für das gesamte Reich verheerend, wenn der sonst gutmütige Herrscher sich zum selbstgefälligen Despoten wandelt. Dann reuig geworden das ganze Land für Jahre in tiefe Trauer versinken lässt: Wo kein Vogel mehr singt, keine Blume blüht, kein Lämmerwölkchen mehr mit dem Westwind spielt. Shakespeares „Wintermärchen“ ist eine Romanze mit düsterem Anfang, Franz Fühmann und Jacky Gleich erzählen sie kongenial nach. Von SUSANNE MARSCHALL
Die Seele der Poesie
Ein Kind, ein trauriger Goldfisch und die Macht, die hinter Worten steckt - mehr braucht man nicht, um ein wahres Märchen zu erzählen. Von MAGALI HEISSLER
Kopfüber ins Bodenlose
Es gibt Momente in unseren Lieblingsbüchern, in denen wir unwillkürlich den Atem anhalten. So einer ist Alices Fall in den Kaninchenbau. Endlos dauert der Sturz, Zeit genug, sich Gedanken zu machen für Lewis Carolls unvergessliche Heldin. Zeit genug, sich umzusehen und die Wände des Brunnenschachts – als solchen hat sie das Loch identifiziert – genauer unter die Lupe zu nehmen. Erinnern Sie sich, was sie dort entdeckt? Küchenschränke und Bücherbretter. Und nun wird es Zeit für ganz neue Geschichten. Von ANDREA WANNER
Aus Lilys Tagebuch
Lily misstraut großen Gefühlen und ganz besonders, wenn es sich um ‚Liebe’ handeln soll. Das kann es gar nicht geben. Am besten, man geht ganz locker-spielerisch darüber hinweg, dann kann auch nichts passieren. Außer, dass man sich böse verbrennen kann, wenn man mit großen Gefühlen locker spielt. Von MAGALI HEIßLER
Klassiker für Kinder - eine Zumutung!
Immer wieder tauchen sie auf dem Buchmarkt auf, schön gebunden, oftmals mit Leinenrücken, erlesen illustriert, echte Hingucker im Bücherregal. Doch auf wen zielen diese vordergründig für Kinder gemachten Titel denn nun wirklich ab? Können Klassiker heutige Kinder überhaupt noch begeistern? Ein entschiedenes „Kommt ganz darauf an“ von BEATE MAINKA
Nachrichten von einem Toten
Das Leben kann schwierig sein mit 13, insbesondere wenn man seinen Vater bereits mit acht Jahren verloren hat, nur eine einzige Freundin aus Kindertagen hat und äußerst ungern U-Bahn fährt - und das in New York! Doch auf Jeremy Fink wartet eine große Überraschung... Von BEATE MAINKA
Unvergessliche Heldin
Es gibt Helden, deren Schicksal einfach unter die Haut geht. Denen wie dem biblischen Hiob eine Katastrophe nach der anderen zugemutet werden und die sich trotzdem nicht unterkriegen lassen. Genau so eine Heldin ist Sally Jones, das tapferste Affenmädchen, das man sich vorstellen kann. Von ANDREA WANNER
Werkstattbericht mit Schwein
Wer hat sich nicht schon einmal gefragt, wie es wohl am Arbeitstisch einer Illustratorin zugeht? Kathrin Schärer gibt Antwort und ein vorwitziges Schweinemädchen (das auf gar keinen Fall ein süßes rosa Glücksschwein sein will!) hilft ihr dabei. Von MAGALI HEIßLER
Schaurig schön!
In Spanien begann Zafóns schriftstellerische Karriere als Autor von Jugendbüchern, durchaus erfolgreich und prämiert. Der Fischer Verlag legt jetzt das erste davon vor, das bereits die Bestsellerlisten erobert und auch erwachsene Leser faszinieren wird. Von BEATE MAINKA
Wider das Alltagsgrau
Manche Sachen passen einfach nicht in diese Welt. Was macht man, wenn man so etwas findet? Sich verzaubern, sich in eine andere Welt entführen lassen? Oder sich dann doch wieder an das Alltagsgrau anpassen, die Fundsache wegbringen, alles vergessen? Von GEORG PATZER
Irische Dramen
Am 1. März 1981 tritt Häftling Bobby Sands den Hungerstreik an, um die britische Regierung unter Druck zu setzten, die IRA-Mitglieder als politische Gefangene anzuerkennen. Nach 66 Tagen stirbt er. Ein Sommer der Unruhen und Gewalt beginnt in Irland, mittendrin der 18jährige Fergus. Von ANDREA WANNER
Was ist schon normal?
Normal ist die Welt von links nach rechts. Aber manchmal passiert dann doch etwas Ungewöhnliches. Und warum? Weil das Ungewöhnliche auch normal ist. Wenn man nur will. Von GEORG PATZER
Wahre Helden gesucht!
Was macht man nur, wenn man Prinzessin ist, und der Königsvater ist nach Mallorca abgehauen und man muss unbedingt einen Helden heiraten? Susann Opel-Götz hat ein schönes Bilderbuch aus dieser vertrackten Geschichte gemacht. Von GEORG PATZER
Abschied für immer
Wenn das Buch eines Autors zum Thema Tod posthum erscheint, dann wirkt das fast wie ein doppeltes Vermächtnis. Axel Schulß, Münsteraner Allroundtalent für Musik, Kunst und (Kinder-) Literatur, starb Anfang des Jahres mit 57 Jahren an Multipler Sklerose. Sein letztes Kinderbuch erzählt die Geschichte von Otto, der den Tod seiner besten Freundin verkraften muss, so einfühlsam und hoffnungsvoll, wie es wohl nur ein Sterbenskranker vermag. Von BEATE MAINKA
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