Bradbury / Hamilton: Fahrenheit 451 Interview mit Jane Goodall - und Gewinnspiel! Volker Reinhardt: Der Göttliche Music for Films Casiokids: Topp stemning på lokal bar Wolf Wagner: Tatort Universität
Dienstag, 07. September 2010 | 15:54

 

Gestohlene Stunden

Pfeife anstecken und Lupe suchen. Das Romandebüt des Jedediah Berry. Von MATHIAS BROSE

 

Ein literarischer Almodovar

Javier Tomeo hat eine Sex-& Pornosatire geschrieben. Von WOLFRAM SCHÜTTE

 

Der gute Geist des Flughafens

Salvador Fuensanta fegt seit Jahren tagein, tagaus die Halle des Airports und vertreibt den Wartenden die Zeit. Der Putzmann erzählt Geschichten – lebenskluge, sperrige, nachdenkliche, fantastische – genau die, welche der Reisende braucht. Von MONIKA THEES

 

"Schatz, ich gehe nur kurz Zigaretten holen!"

Diskont-Detektiv Marek Miert und sein neuester Fall. Vorgestellt von STEFAN HEUER

 

 

Die Wünsche hinter den Begierden

Vier nigerianischer Frauen brechen in ein besseres Leben auf und arbeiten dann als Prostituierte in den Straßen Antwerpens. Als eine von ihnen stirbt, beginnt die Selbstreflexion - und alles verändert sich. Von CATHÉRINE WENK

 

Surrealistisches Wintermärchen

Der bis in den Mai dauernde Winter dieses Jahres hätte besondere Sympathie für ein kleines, absonderliches Buch wecken können, in dem Krieg geführt wird gegen einen Februar, der nicht vergehen will. Von WOLFRAM SCHÜTTE

 

Hardboiled und herzzerreißend

Fast dreißig Jahre nach der amerikanischen Erstausgabe ist jetzt auch Pete Dexters Debutroman „Gods Pocket“ endlich auf Deutsch erschienen und erweist sich als weitere grandiose (Neu-) Entdeckung dieses hierzulande lange Zeit unbekannten Gesellschaftschronisten. Von KARSTEN HERRMANN

 

Ein Kaddisch für den Vater

Ethan Rosen, Sozialwissenschaftler in Wien und Publizist, schaut vom Flugzeug hinab auf Tel Aviv und erinnert sich an seine Kindheit. In ihr sind die Bedingungen für sein weiteres Leben definiert ... Von THOMAS ROTHSCHILD

 

Bei Drei auf dem Rentier

Eine Buchkritik zu schreiben dauert seine Zeit. Dabei gilt die einfache Formel: Je mehr das Buch dem Rezensenten gefallen hat, desto mehr bemüht er sich, eine gelungene, fein abgewogene Kritik zu schreiben, die hoffentlich andere Menschen zum Kauf des besprochenen Werkes bewegt, und desto mehr Zeit ist er auch gewillt, ins Schreiben seiner Rezension zu investieren. Wenn ich jetzt also zu Roman Schatz’ Buch nur schreibe: “Es ist nicht gut.”, dann können Sie sich im Umkehrschluss ausrechnen, WIE SEHR nicht gut ich es fand … Von FLORIAN HOFFMANN

 

Das Genre beugt sich Auster, nicht umgekehrt

Oder: Die Zeit, in der diese Rezension nicht geschrieben wurde


In Unsichtbar tut Paul Auster, was Auster immer tut. Er tut es gut. Von JAN FISCHER

 

Leiden & Qualen eines existenzbedrohten Kleinbürgers

Ein Lebensroman in Fortsetzungen: der dritte Band der walserschen Tagebuch-Edition. Von WOLFRAM SCHÜTTE

 

,,Das hier sind die Achtziger, Baby!"

Der Titel macht schon mächtig auf, wirkt groß, bedeutsam und - geheimnisvoll. Um ihn fassbarer zu machen, kehrt man ihn am besten um und käme somit etwa zu: Die Normalos stehen im Schatten, oder so ähnlich ... Von CHRISTOPH POLLMANN

 

Das Dunkel der Peripherie

Ein stinkender, ekelhafter und zarter Einblick an den Rand Moskaus. Von JAN FISCHER

 

Was wäre wenn ...?

Der Roman besticht auf den ersten Blick durch die Idee, dass es da zwei gibt, die voneinander angezogen sind, sich jährlich wieder treffen und doch nie zueinander finden. Von BASTIAN BUCHTALECK

 

 

"Willst du, dass ich für dich mein Leben ruiniere?"

Hier wird’s romantisch verträumt und rührselig schnulzig – eine typische Liebesgeschichte also, meint CHRISTIANE MIETH.

 

Eine Spur von Schulden

THOMAS SCHAEFER stellt Ihnen einen schelmischen Finanzkrisenroman vor, dem ein wenig die Sorgfalt fehlt.

 

Reif sein - zum Weg ins Freie

Philip Roths Roman über die künstlerische Impotenz eines Schauspielers: Die Demütigung Ist erneut ein gelungener Kurzroman des Amerikanischen Altmeisters. Von WOLFRAM SCHÜTTE

 

Unruhiges Gewässer

„Halt die Stellung, Daniel – aber bleib am Leben“, appelliert der Koch Dominic Baciagalupo an seinen zwölfjährigen Sohn Danny. Was nicht einfach ist, denn unter den Holzfällern in Coos County, im nördlichen New Hampshire, unweit der kanadischen Grenze, herrschen in den 1950er-Jahren raue Sitten. Danny schafft es, am Leben zu bleiben – doch um welchen Preis? Ein halbes Jahrhundert später ist er ein einsamer Mann, der so ziemlich alle Menschen verloren hat, die ihm etwas bedeutet haben. Die Geschichte von Danny und seinem Vater Dominic erzählt John Irving in seinem neuen Roman Letzte Nacht in Twisted River. Von PETRA VESPER

 

Pausenloses Lustemissionsflimmern in totalitären Verhältnissen

„Manche Dinge muss man einfach säuberlich aufschreiben, um ihren Idiotiewert zu erkennen.“ Dies trifft nicht zu auf Jan Faktors 636 Seiten starken, erotischen Entwicklungsroman Georgs Sorgen um die Vergangenheit oder Im Reich des Heiligen Hodensack-Bimbams von Prag. Auch wenn man als Leser ausdauernd sein und ab und an die letzten Energiedepots anzapfen muss: es lohnt sich. Von VERENA MEIS

 

Der zweite Befreiungsschlag

In Schurken der Landstraße befreit Michael Chabon sich endgültig von den Fesseln der immergleichen Gegenwartsliteratur. Von JAN FISCHER

 

Crash-Kurs

Als Kristof Magnusson mit der Arbeit an seinem zweiten Roman begann, konnte er nicht ahnen, wie sehr er mit dem Thema den Nerv der Zeit treffen sollte. Von FRANK SCHORNECK

 

Zwei unheilige Heilige

Simon Froehlings literarisches Debüt spielt zwar sehr explizit in der Homosexuellenszene – ist dabei jedoch eindeutig mehr als ein „Szeneroman“, da es mit feiner Symbolik von universellen seelischen und sexuellen Traumata erzählt. INGO AREND über einen gelungenen Erstling.

 

Ich hab´ euch alle lieb

In die literarische Chill-out-Zone führt uns der (ehemalige) DJ, Konzertveranstalter und Journalist Jürgen Teipel mit seinem Debütroman Ich weiß nicht und zielt auf die glückselige Verbundenheit von allen mit allem: „Wir waren einfach in allem enthalten.“ Von KARSTEN HERRMANN

 

Was das Leben & Lesen so hergibt

WOLFRAM SCHÜTTE über Erwin Einzingers wunderliches literarisches Kaleidoskop Von Dschalalabad nach Bad Schallerbach.

 

Don´t Look Back in Anger

Es gibt viele, sehr viele Lieder, über die Liebe aber wenige, fast keine über die Ehe. Würde man Arno Geigers Romanfigur Sally auf diese Tatsache ansprechen, würde sie wahrscheinlich sagen: Kein Wunder! Wenn man jung ist, denkt man ja an Liebe, nicht an Gewöhnung. Von SIMONE SCHRÖDER

 

Scheitern an der Normalität

John Wilder, amerikanischer Durchschnittsbürger und Familienvater mit gesichertem Einkommen, will mehr. Mehr Drinks und mehr vom Leben. Doch seine Träume verwandeln sich in einen einzigen Albtraum. Der atemberaubende Einblick in die Psyche eines Alkoholikers auf dem Weg nach unten. Von TOM ASAM

 

Wo sind wir bloß reingeraten?

Vielschreiber Dietmar Dath legt ein Bilderbuch über die Finanzkrise vor und lässt dabei die Sehnsucht nach älteren Texten aufkommen. Von TINA MANSKE

 

Mit den Mitteln der Lakonie

Ein alter Mann, 1910 geboren und seit langen Jahren in den USA lebend, blickt zu Beginn des 21. Jahrhunderts zurück auf sein Leben und seine bewegte europäische Vergangenheit. Fjodor Kokoschkin, Hauptfigur des Buches, reist an die Orte seiner früheren Existenz und berichtet aus der Erinnerung. Von THOMAS COMBRINK

 

Tokio, mon amour

Japan im Jahre 1989. Eine junge belgische Diplomatentochter trifft auf einen neureichen, einheimischen Französisch-Studenten. Der Beginn einer interkulturellen Liebesbeziehung? Von INGEBORG JAISER

 

Über ein Menschenleben im stalinistischen Staat

Neun Jahre lang schrieb Wassili Grossman an dieser Erzählung, die als sein Vermächtnis gilt. ELFRIEDE MÜLLER über Grossmans blitzgescheite, emotionale Überlegungen über das Scheitern des Sozialismus.

 

Zu wenig und zu viel Schaum

Schaumschwester heißt der neue Roman von Thor Kunkel und ist dem Genre naher Zukunfts-Science-Fiction zuzuordnen. Die Reihe des Verlags Matthes und Seitz heißt „Neue Welt“ und da passt der fünfte Roman von Kunkel gut hinein. Netter Titel, schöne Optik, gute Anlagen – da kann man vor allem nach Kuhls Kosmos Einiges erwarten. SABINA SCHUTTER ist dennoch etwas enttäuscht.

 

Der Teufel liebt Käsebällchen

In seinem neuen Roman Doktor Phil zeigt Philipp Tingler, was geschieht, wenn ein versnobter Literat dem Teufel die Tür öffnet. Und dass er komödiantisches Talent besitzt. Von KATHRIN BREDE

 

 

Im Haus der Häuser

WOLFRAM SCHÜTTE über den großen italienischen Epiker Andrea Giovene, dessen erzählerische Feldstudie des Archaischen nun endlich in der Übersetzung von Moshe Kahn auf Deutsch entdeckt werden kann.

 

Wirklichkeit und Vorstellung verschmelzen zur Kunst

„Ich hatte eine Farm in Afrika am Fuß des Ngong-Gebirges.“ Mit diesem Satz eröffnet Karen Blixen (1885–1962), in Deutschland unter dem Pseudonym Tania Blixen bekannt, ihren Weltklassiker. Und bereits mit dem ersten Satz wird der Leser von der Kraft der Erzählung erfasst und in eine fremdartige und unbekannte Welt hineingezogen. TANJA SIEG hat die Neuausgabe des Romans zum 125. Geburtstag der fantastischen Geschichtenerzählerin noch einmal gelesen.

 

Funktioniert´s?

Paul Chowder ist nicht mehr jung und muss einigen unangenehmen Wahrheiten ins Gesicht sehen. Zwar hat er bis zu einem gewissen Grad erreicht, was er erreichen wollte. Aber für den wirklichen Erfolg reichen die Kräfte offenbar nicht. Betrüblich, aber sympathisch, findet GISELA TRAHMS.

 

Roadmovie

Vier Freunde und ein orange-weißer VW-Bus hauen ab aus dem täglichen Leben, lassen alles hinter sich und erleben, wie für ein paar Tage die Welt still steht. Nach Vaterliebe und Salto rückwärts schreibt Edgar Rai nun vom Nächsten Sommer in Südfrankreich – eine Geschichte wie gemacht für alle Flügellahmen. Von CHRISTIANE MIETH

 

Spiel nicht mit den Schmuddelkindern

Unter den fünf nominierten belletristischen Neuerscheinungen wurde dieser Roman mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. Und das vollkommen zu Recht findet INGEBORG JAISER.

 

Auf Wiedersehen, Cambridge

Generationenbild, Gesellschaftskomödie und Autobiografie: In seinen Memoiren eines jungen Künstlers erzählt Christopher Isherwood, wie er zum Schriftsteller wurde, und zeigt, dass Ironie nicht nur Stilmittel, sondern der Stil selbst sein kann. Von ANDREAS MARTIN WIDMANN

 

Terror in Technicolor

In zwei neuen Cut-up-Romanen knüpft Carl Weissner an die literarischen Experimente der amerikanischen Underground-Kultur der sechziger und siebziger Jahre an, wobei die einstige Avantgarde ihre Altersspuren nicht verbergen kann. Von JÖRG AUBERG

 

Radierungen mit kalter Nadel

Noch nicht als Schriftsteller sieht sich nach nur zwei schmalen Büchern der französische Künstler Grégoire Bouillier. Dabei beweist schon sein nun auf deutsch nachgereichtes fulminantes Debüt Ich über mich, dass er ein Erzliterat ist. Von WOLFRAM SCHÜTTE

 

Bonjour nostalgie!

Die Literatur braucht ihre Stars. Und ganz groß im Verehren ihrer eigenen Leute sind die Franzosen. Seit ihren Erzählungen von 2002 gehört auch Anna Gavalda dazu, die jetzt mit Ein geschenkter Tag bereits ihren fünften Roman veröffentlicht. Hierzulande mögen wir sie aber auch. Von SENTA WAGNER

 

Die wunderbar gehorsame Emma Dial

„Assist-and-tell“, nannte die NY Times versuchsweise das Genre, zu dem Die amerikanische Malerin Emma Dial gehört, angelehnt an das „Kiss-and-tell“, das öffentliche Ausplaudern von intimen Geheimnissen. Der große Assist-and-tell-Roman des letzten Jahrzehnts war Der Teufel trägt Prada, der in der Herzkammer eines Fashionmagazins spielt. In Samantha Peales Roman geht es nun um den Kunstbetrieb. Von BRIGITTE HELBLING

 

Familienaufstellung

Wiedersehensdramolett oder Trennungsdrama? Generationenkonflikt oder Patchworkfamilienglück? Lebenslust oder Selbstbetrug? Dieses melancholisch angehauchte Kammerspiel wirft einen ironischen Blick auf eine zeitgenössische Vater-Sohn-Beziehung. Von INGEBORG JAISER

 

Ich und Don DeLillo

Nun ist also Don DeLillos neuster Roman oder eher neuste Novelle erschienen, Der Omega-Punkt, und die Zeit ist gekommen, Folgendes festzuhalten:

Don DeLillo ist wie kein anderer Autor auf der Welt.

Von BRIGITTE HELBLING

 

Fight Club, transgender

Chuck Palahniuks Roman Fratze ist wie Fight Club – nur geschlechtsumgewandelt. Von JAN FISCHER

 

 

Eine Geschichte, kein Skalpell

Und die Nilpferde kochten in ihren Becken ist ein Schlüsseltext der Beat Generation. Es ist aber besser, das beim Lesen zu vergessen. Von JAN FISCHER

 

Von einem, der auszog, zuhause zu bleiben

Die Männer verachten ihn, die Frauen wollen nichts mit ihm zu tun haben. Timo gilt in seinem Heimatort als „Idiot“. Dann kommt der Krieg, und mit dem Krieg die Evakuierung. Doch Timo weigert sich, sein Dorf zu verlassen. Was kümmert einen Idioten die Territorialkämpfe seines Vaterlandes? Über Das Dorf der Wunder schreibt BRIGITTE HELBLING.

 

Proletenkind

Schon mit ihrem Vorgängerroman hat die ursprünglich als Lyrikerin bekannte Autorin eine Erfolgsgeschichte geschrieben, die als Teufelsbraten verfilmt wurde. Nun folgt ein weiterer Abschnitt der Chronik einer hart erkämpften Bildung. Von INGEBORG JAISER

 

The death of the ass

Das Leben ist eigentlich wie der Orgasmus einer Frau. Es dauert ewig, bis es in Fahrt kommt, erreicht dann einen kurzen, aber dramatischen Höhepunkt und flaut endlos unspektakulär ab. Bunny Munros Leben ist wie der Orgasmus eines Mannes: Kurz, heftig, vorüber. Und schließlich ist Nick Caves Roman Der Tod des Bunny Munro wie der Trieb selbst – drängend, unerbittlich und voller Leidenschaft. ANICA RICHTER ist fasziniert.

 

Wie ein abgründiger Traum

1999 erschien der Debütroman der heute 39-jährigen australischen Autorin Julia Leigh. In Der Jäger schildert sie, wie die Suche eines Mannes nach einem seltenen Tiger zur Obsession gerät. Der Roman und seine Autorin wurden von der Kritik gefeiert, und Julia Leigh ist inzwischen im englischsprachigen Raum wie auch in Frankreich eine bekannte Autorin. Hierzulande ist sie eher noch ein Tipp – einer, dem man nachgehen sollte, findet CAROLA EBELING.

 

Dänemark prekär

Die Verfilmung dieses aufwühlenden Romans von Jonas T. Bengtsson lief als Wettbewerbsbeitrag bei der Berlinale 2010 und kommt demnächst in unsere Kinos. Doch gibt es genug Gründe, Submarino unabhängig davon zu lesen. Wäre das Buch nicht aus Papier, müsste man es ein „Brenneisen“ nennen. Von MARTIN BEYER

 

Emil rennt

Jean Echenoz, zuletzt Autor eines schmalen biografistischen Romans über den französischen Komponisten Ravel, hat sich nun einem unscheinbaren, jedoch einst weltberühmten Langstreckenläufer zugewandt: Emil Zátopek und durchquert mit der Läuferlegende die CSSR-Geschichte. Von WOLFRAM SCHÜTTE

 

Wo ist Walter?

Nachdem Söhne und Planeten schon für den aspekte-Literaturpreis 2007 nominiert war, legt Clemens J. Setz jetzt den 720-seitigen Roman Die Frequenzen nach, der auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises stand und jüngst mit dem Bremer Literaturpreis ausgezeichnet wurde. Um Söhne und Väter dreht es sich auch hier, sie erwarten zu viel voneinander, verlieren sich und finden nie wieder zusammen. Von CHRISTIANE MIETH

 

Fußstapfen, universumsgroß

Kein würdiger Nachfolger, sondern eine Grabrede – aber eine gute. JAN FISCHER über die Fortschrift von Douglas Adams' Trilogie Per Anhalter durch die Galaxis.

 

Panoptikum der Träume

Brigitte Kronauers neuer Roman ist ein unvergessliches Plädoyer für die Macht der Visionen und Utopien. Von TINA MANSKE

 

Vermächtnis eines Verschollenen

Lange Zeit war er vergessen. Seit Ende der 1980er-Jahre wird der russische Schriftsteller Leonid Dobycin (1894–1936) wiederentdeckt und gewürdigt. Sein Hauptwerk, Die Stadt N., liegt jetzt in deutscher Übersetzung von Peter Urban vor. Von MONIKA THEES

 

Literatur & Verbrechen, Wirklichkeit & Wahnwitz

Zu den rätselhaftesten Roman-Projekten der gegenwärtigen Weltliteratur zählt das monumentale Fragment 2666 des Lateinamerikaners Roberto Bolaño, der über seiner Fertigstellung mit nur 50 Jahren 2003 gestorben ist. In dieser Zeit der dicken Bücher ist das von Christian Hansen vorzüglich übersetzte 2666 mit seinen knapp 1100 Seiten eine der größten literarischen Herausforderungen. Ein Lektürebericht in drei Teilen von WOLFRAM SCHÜTTE (3). Zum 1. Teil

 

Literatur & Verbrechen, Wirklichkeit & Wahnwitz

Zu den rätselhaftesten Roman-Projekten der gegenwärtigen Weltliteratur zählt das monumentale Fragment 2666 des Lateinamerikaners Roberto Bolaño, der über seiner Fertigstellung mit nur 50 Jahren 2003 gestorben ist. In dieser Zeit der dicken Bücher ist das von Christian Hansen vorzüglich übersetzte 2666 mit seinen knapp 1100 Seiten eine der größten literarischen Herausforderungen. Ein Lektürebericht in drei Teilen von WOLFRAM SCHÜTTE (2). Zum 1. Teil

 

Beschädigte Ware

Das Buch, das bei Suhrkamp erschienen ist, sei nicht das Buch, das sie habe vorlegen wollen, sagt Katharina Hacker. Uns gibt sie den Roman dennoch zu lesen. Was ist von ihm zu halten? fragt BRIGITTE HELBLING.

 

Zurück ins Leben

Ganz auf die Gegenwart beschränkt zu sein, ohne Erinnerungen – was für eine beängstigende Vorstellung. Ein Sturz ins Bodenlose, eine verschluckte Identität. So ergeht es Helene Wesendahl in Kathrin Schmidts Roman Du stirbst nicht. CAROLA EBELING über die Gewinnerin des Deutschen Buchpreises.

 

Literatur & Verbrechen, Wirklichkeit & Wahnwitz

Zu den rätselhaftesten Roman-Projekten der gegenwärtigen Weltliteratur zählt das monumentale Fragment 2666 des Lateinamerikaners Roberto Bolano, der über seiner Fertigstellung mit nur 50 Jahren 2003 gestorben ist. In dieser Zeit der dicken Bücher ist das von Christian Hansen vorzüglich übersetzte 2666 mit seinen knapp 1100 Seiten eine der größten literarischen Herausforderungen. Ein Lektürebericht in drei Teilen von WOLFRAM SCHÜTTE (1).

 

Wenn Spießer erzählen

David Wagner hatte eigentlich eine gute Idee: Der Supermarkt als Möglichkeit zur inneren Einkehr, als Anstoß zur Reflexion über modernes Konsumverhalten. Leider gelingt es Wagner nicht, diesen essayistischen Ansatz zu einem homogenen Roman zu verweben, musste TINA MANSKE feststellen.

 

Irische Offenbarung

Murphys Irlandbild erstrahlt nicht in sattem Grün, sondern dekliniert Schattierungen von Grau. Falsche Freunde, Korruption und Gewalt lauern versteckt hinter der Fassade der Bürgerlichkeit. FRANK SCHORNECK hat Murphys erfreulich unsentimentales, schwarzhumoriges Debüt gefallen.

 

Jahr des weißen Backsteins

Das Jahr 2009 begann mit „Ruhm“ (Daniel Kehlmann) und endet mit Ruhm (Herta Müller). Dazwischen, im Sommer, verließ ein amerikanischer jest nach brillanter Eindeutschung den PC des Übersetzers Ulrich Blumenbach und materialisierte sich in einem Backstein. Und obwohl Ziegel in Mengen die Büchertische beschwerten, war es doch dieser weiße, der sich dem Jahr auf- und einprägte wie die schwarze Schrift dem Buchdeckel. Von GISELA TRAHMS

 

Ländliche Robinsonade mit Schatzinsel

Das literarische Ereignis dieses ebenso merkwürdigen wie unvergesslich eindringlichen Buches besteht in der empfindungsreichen Schönheit, welche sich der gelungenen Balance von existenzieller Selbsterfahrung, Landschafts- & Ortbeschwörung und aufs Kollektive zielender Erinnerungsarbeit verdankt. Von WOLFRAM SCHÜTTE

 

Coq au vin vorzüglich und der Rest auch

Das persönliche Chaos als Voraussetzung für die Liebesanbahnung. Das wäre doch was, dann hätten wir bald keine Singles mehr, die es geben soll wie Sand am Meer. Ein bisschen Chaos kriegt doch jeder hin. Das Romandebüt von Rainer Moritz, Direktor des Hamburger Literaturhauses, macht das jetzt mal auf charmante Weise vor. Von SENTA WAGNER

 

Der Mehltau auf meiner Seele

Rainer Schmidt erzählt von der Liebe in den Zeiten des Techno. Dabei klingt er wie Barbara Cartland. Ist die Sehnsucht nach der besseren Welt vielleicht untrennbar mit Kitsch verbunden? Von BRIGITTE HELBLING

 

Jess und Tom im Land der ausgefahrenen Ellenbögen

Unter der Feder von Anthony McCarten wird eine sinnfreie Publicity-Idee zum Auslöser eines Wettkampfs, hinter dem sich mehr verbirgt als eines der zahllosen Medienereignisse, bei denen heute Menschen häufig alle Schamgrenzen hinter sich lassen, um für einen Augenblick im Mittelpunkt zu stehen. Von DIETMAR JACOBSEN

 

Max und die Monsterkids

Dave Eggers schrieb zusammen mit Spike Jonze das Drehbuch zu Wo die wilden Kerle wohnen nach dem gleichnamigen Kinderbuchklassiker von Maurice Sendak. Aus dem angesammelten Material erarbeitete er eine Romanfassung, die interpretiert, konkretisiert und die Geschichte neu verortet. Von MONIKA THEES

 

Monolog einer Sprachlosen

WOLFRAM SCHÜTTE über Emmanuelle Paganos unsentimentalen Bericht aus dem Lebensinnern der Sprachlosigkeit.

 

RocknRoll im ,,Haus der Pioniere"

Jakob Heins neuer Roman erzählt vom Erwachsenwerden in der späten DDR. Die locker geschriebene Adoleszenzgeschichte ist witzig, wirkt durch die Aneinanderreihung permanent schiefgehender Liebesabenteuer auf Dauer aber auch etwas anstrengend. Von DIETMAR JACOBSEN

 

Der Tag, der alles veränderte

Nach seinem mit Ben Kingsley verfilmten Haus aus Sand und Nebel erweist sich Andre Dubus III auch in seinem neuen Roman als ein Meister der sublimen psychologischen Spannung und der schicksalhaften Verkettung von Menschen und Ereignissen. Von KARSTEN HERRMANN

 

Gewinnbringende Diffusion

Dass Dietmar Dath von Lyrik keine Ahnung hat, hindert ihn nicht daran, einen vorzüglichen Roman darüber zu schreiben. Aber warum macht er das? Weil er einfach ein Schlingel ist? Ein Buch der anderen Sorte. Von MARIUS HULPE

 

Hier kommt Alex

Dekadente Reiche suchen Sinn. Blut im Wasser von Alexander Schimmelbusch gewann auf der Frankfurter Buchmesse den Publikumspreis der Independent-Verlage („Hot List“). TOM THELEN fand das Debüt des Autors von 2005 noch besser.

 

Boheme goes Pop

Im Duktus des postmodernen Flaneurs erzählt Joachim Lottmanns Alter Ego Johannes Lohmer amüsant und geschwätzig erneut aus Szenen seines Lebens in Berlin-Mitte, der immer noch und wieder angesagten Hochburg aller (Möchtegern)Künstler. Von FRANK KAUFMANN

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| Franzobel: Liebesgeschichte
| Ulrich Peltzer: Teil der Lösung
| Charles den Tex: Die Macht des Mr. Miller
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| Franz Hohler: Es klopft.
| Jeff VanderMeer: Ein Herz für Lukretia
| Ford Maddox Ford: Zapfenstreich
| Gerhard Roth: Das Alphabet der Zeit
| Simon Borowiak: Wer Wem Wen. Eine Sommerbeichte
| Michael Kleeberg: Karlmann
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| Robert Menasse: Don Juan de la Mancha
| Das Zebra hat schwarze Streifen, damit man die weißen besser sieht.
| Eckard Henscheid: Auweia
| Emma Braslavsky: Aus dem Sinn
| Martin Mosebach: Der Mond und das Mädchen
| Monika Maron: Ach Glück
| Nicolas Fargues: Nicht so schlimm
| Susanne Heinrich: Die Andere
| Roberto Bolano: Chilenisches Nachtstück
| Rocko Schamoni: Sternstunden der Bedeutungslosigkeit
| Elif Shafak: Der Bastard von Istanbul
| Marlon Brando & Donald Cammell: Madame Lai
| Sascha Lange: DJ Westradio
| Harriet Köhler: Ostersonntag
| Walter Kappacher: Der lange Brief
| Arnold Stadler: Komm, gehen wir
| Roswitha Haring: Das halbe Leben

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