Volker Reinhardt: Der Göttliche Wolf Wagner: Tatort Universität Katharina Greve: Ein Mann geht an die Decke Die Taube auf dem Dach - ab nächster Woche im Kino! Black Death - ab heute im Kino! Nikka Costa: Pro Whoa
Freitag, 10. September 2010 | 19:43

 

Goin` down south!

Lose Notizen einer Ortsbegehung. Von MARTIN SPIESS

 

„Look, what is it that you require of us?“

„What we, uh, ‚re-quire’ is that you get your goddamn asses up in them woods.“

(Deliverance)

 

Der Klappentextkrittler

Die jounalistischen Zeiten sind hart, das Netz ungemein flottlebig und alles so schrecklich oberflächlich. Keiner hat mehr Zeit. Quo vadis also, Kulturjournalismus? Die Lösung heißt: Klappentexte. Die sind nicht nur vollkommen oberflächlich, sondern auch fix zu konsumieren - optimal also!

HANNS-WERNER PRUNCK nimmt sich diese verbalen Appetithäppchen mal genauer vor und hofft, dadurch ins textliche Herz der Finsternis vorzustoßen ... Oder doch ins selige Buchstabenparadies? Wir sagen nur: Bon voyage, M. Prunck! Heute: Die kürzeste Geschichte der deutschen Literatur von Herrmann Kurzke.

 

Berlin ist nicht Chicago

Thomas Brasch benutzte als Dichter nicht nur Wörter, sondern auch Bilder. Mit der nun erschienenen DVD-Edition seiner Filme ist Brasch als poetischer Regisseur wiederzuentdecken. Von ANDREAS MARTIN WIDMANN

 

Denkwürdigkeiten aus der Provinz

Dieser so undogmatische und oft so erfrischend lakonische alemannische Menschenfreund hat uns auch nach zwei Jahrhunderten immer noch etwas zu sagen. CARL WILHELM MACKE zum 250. Geburtstag von Johann Peter Hebel.

Zwischen heute und gestern. Jenseits von morgen.

Anlässlich eines Sammelbands über den Iran macht sich MATTHIAS PENZEL Gedanken zu einer Nation, die fasziniert und verschreckt - und das nicht erst seit 1979.

 

Vorbereiten für Morgen

Den Fernsehköchen sei Dank: Auch wenn unser Stammlokal `ne Burgerbude ist – wie haute cuisine funktioniert und wies in der Küche zugeht, wissen wir alle. Wirklich? JAN FISCHER hat als kitchen embedded journalist die Werkstatt eines realen Spitzenkochs besucht.

 

"I hate Germans!"

„Oooh yeeah, the Bonecrushin´ Crowbar from Lower Franconia!“, hätte „Macho Man“ Randy Savage ausgerufen, wenn er gewusst hätte, dass CHRISTIAN NEUBERT für TITEL-Kulturmagazin die WWE Wrestle Mania Revenge Tour am 14.04.2010 in Oberhausen besucht.

 

Worum sich die Welt dreht

ALÉA TORIK ist für TITEL über die Internet-Messe geschlendert, hat den Teilnehmern ins Gesicht und aufs Display geschaut und sich ihre Gedanken gemacht.

 

Junge Wilde in Leipzig

Einiges war neu auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse: Gerade im abendlichen Programm des Lesefests Leipzig liest zeigten die jungen und unabhängigen Verlage eine besondere Präsenz. HEIKO ZIMMERMANN hat für TITEL einen Messe- und Lesungsbummel gemacht.

 

Niederauffahrt von Pier Paolo Pasolini

Neues & Unbekanntes von, über, gegen den italienischen Poeten. Zwei deutsche Publikationen erinnern an Pier Paolo Pasolini: der Dichter als Journalist der italienischen Badestrände mit den hässlichen Deutschen und der Dichter & sein maßloses Oeuvre im Lichte unserer Gegenwart. Von WOLFRAM SCHÜTTE

 

Als wir Detektive waren

Das „Yps“-Heft kehrt zurück. Ein bisschen wenigstens. JAN  FISCHER über das Comeback eines Kultheftes im Internet und auf dem iPhone.

 

Was machst du hier eigentlich?

„To air is human“  (Bjorn Turoq)


Wie ich einmal drittbester Luftgitarrist Deutschlands wurde. Von JAN FISCHER

 

Phantásien ist keine Falle

Über das Ewig-Kindliche in Erinnerung an Michael Ende, der am 12. November 80 Jahre alt geworden wäre. Von MARTIN BEYER

 

Ich und meine Tirolerin auf der Buch Wien 2009

Ein Besuch der Wiener Buchmesse der etwas anderen Art. Von SENTA WAGNER

 

Knacken und Rauschen

JAN FISCHER ist gewandert, viele Wochen. Durch Deutschland, Belgien, Frankreich, von Hildesheim nach Bordeaux. Nicht alleine, sondern in einer kleinen Gruppe. Und abends gabs kein Fernsehen, sondern Literatur. Ein Essay über die Wiederentdeckung dieser lustigen kleinen Kulturtechnik namens Vorlesen.

 

Und über uns der Himmel

WOLFRAM SCHÜTTE über die gütliche Einigung zwischen Spiegel und Rowohlt-Verlag, falsches Mitleid für Nazikriegsverbrecher, die als gebrechliche Opas auf der Anklagebank sitzen, den brillanten Sarkastiker Kurt Kister und eine Blamage der hessischen Kultusministerin, die eine bemerkenswerte Kenntnisferne der ihr anvertrauten Kultur offenbarte.

 

Mäzenatisches Zubrot

WOLFRAM SCHÜTTE über Signierstunden nach Lesungen, über den Unikatwert von Leseexemplaren, - der eine seriöse Möglichkeit für unterbezahlte Rezensenten und Buchhändler sein könnte, sich ein bescheidenes Zubrot zu verdienen - und über von den Verlagen rätselhafterweise verschenkte Werbemöglichkeiten.

 

55 Maximen

Aufgefordert, sich über die Frage zu äußern, ob es heute wieder einer „engagierten Literatur“ bedürfe, hat der in Berlin lebende Schriftsteller MICHAEL KLEEBERG 55 Maximen versammelt, die er vornehmlich den Schriften von ihm geschätzter Kollegen entnommen hat. Die Zitate in Rede und Widerrede schreiten den Raum aus, in dem Kleeberg seine Antwort sucht - im Lichte historischer Erfahrungen und Erkenntnisse.

 

Warum auch das Richtige falsch sein kann

In seiner Kalendergeschichte Kannitverstan erzählt Johann Peter Hebel, wie einer durch lauter Missverständnisse zu richtigen Erkenntnissen gelangt. Dass man mit falschen Voraussetzungen zu korrekten Schlüssen finden kann, erleben wir jeden Tag. Aber auch das Gegenteil ist alltäglich: dass jemand Richtiges feststellt und doch Unrecht hat. Ein Kommentar von THOMAS ROTHSCHILD zu Daniel Kehlmanns Salzburger Eröffnungsrede.

 

Eine Portion Frechheit

Die Zahl derer, die – anders als die 68er aus linken sozialdemokratischen oder kommunistischen Familien – zu den diversen K-Gruppen der siebziger Jahre strömten und heute weit rechts angekommen sind, ist zu groß, als dass man an einer Gesetzmäßigkeit zweifeln möchte. Von THOMAS ROTHSCHILD

 

Vor Yasmina Reza

THOMAS ROTHSCHILD über Friederike Hellers Inszenierung der Trilogie des Wiedersehens von Botho Strauß in Stuttgart.

 

Maskierte Bildschirme

Alle sprechen von Büchern im Fernsehen, keiner vom Fernsehen im Buch. Eine Beobachtung von LINO WIRAG

 

Crankos Erben

Das Tanzensemble Gauthier Dance liefert mit seiner dritten Produktion Four Play einen weiteren Paukenschlag am Theaterhaus Stuttgart. Von THOMAS ROTHSCHILD

 

Nitschewo

THOMAS ROTHSCHILD über die temporeiche, auf zwei Stunden zusammengestrichene Onkel Wanja-Interpretation am Melchinger Theater Lindenhof.

 

Wozu Journalisten?

Das Magazin der Sueddeutschen Zeitung widmet eine ganze Ausgabe der Beantwortung dieser Frage. Aber man fasst sich an den Kopf, wenn man in einem gut vierzigseitigen Magazin über die alte Zeitung und das neue Internet nur eine Seite über die Pressefreiheit entdeckt - eine Seite, die noch nicht einmal zum redaktionellen Teil gehört. Von CARL WILHELM MACKE

 

Provincial News

WOLFRAM SCHÜTTE über Kritiker, die lieber reden als lesen, deutsche Sprichwörter, nachgesendete Briefe und Adornos Lieblingsredewendung „Unter Dach und Fach gebracht“.

 

Ein Buchmesselogbuch - Teil 3: Rückschau

Nun sind sie vorbei, die Tage der Leipziger Buchmesse 2009 und des an sie angeschlossenen gigantischen Lesefestivals Leipzig liest. Die Besucherzahlen übertrafen auch in diesem Jahr die des Vorjahrs. Alle sind noch viel zufriedener als sonst. Neben dem immerwährenden Aufschwung der Leipziger Messe hat man in diesem Jahr weitere Trends erkennen können. Notizen von HEIKO ZIMMERMANN.

 

Ein Buchmesselogbuch - Teil 2: Zwischenbericht und Tipps für das Wochenende

Es ist Wochenende auf der Buchmesse. Die Zeit der Schulklassen, die zum Besuch der Messe genötigt werden, damit die Lehrer etwas Abwechslung haben, ist gezählt. Jetzt drängen die literatur- und/oder spektakelinteressierten arbeitenden Menschen auf das Messegelände - und natürlich die Manga-Kinder. Notizen von HEIKO ZIMMERMANN

 

Ein Buchmesselogbuch - Teil 1: Vorschau auf Donnerstag und Freitag

65.000 Quadratmeter, 2.135 Aussteller aus 38 Ländern und unzählige Lesungen auf "Europas größtem Lesefest" - da ist es nicht leicht, den Überblick zu bewahren. HEIKO ZIMMERMANN sieht sich für uns auf der Leipziger Buchmesse um und sagt Ihnen, welche Veranstaltungen sich lohnen - und um welche Sie besser einen großen Bogen machen sollten.

 

Blätterrauschen

WOLFRAM SCHÜTTE über kuriose Anfängerfehler in der FR, Claude Levi-Strauss und das voreilige PR-Debakel rund um den Stauffenberg-Film „Valkyrie“.

 

200 Jahre Beate Uhse

1989, irgendwann an einem sehr deutschen Novembertag, sind wir aus dem Osten gekommen. In Maueröffnungstrikotagen stiegen wir aus am Bahnhof Zoo und kannten bereits ihren Namen: Beate Uhse. Neugierig, auch ungläubig gingen wir dann da hinein und vereinigten uns.
Eine Reflexion über Beate Uhse und Heinrich von Kleist (Die Marquise von O.) von TIM BOSON.

 

Witzfigur & Possenreißer

WOLFRAM SCHÜTTE über Milan Kundera, Elke Heidenreich und das Ende von "Lesen!" und den von Bahnchef Mehdorn einmal mehr gedemütigten Verkehrsminister Tiefensee.

 

Der Augenblick der (Un)Wahrheit

WOLFRAM SCHÜTTE über den neuen, selbstbejubelten Eventauftritt „ZEITLiteratur“ - Florian Illies geschniegelte Nachahmung von „Literaturen“ - und die entlarvenden Reaktionen auf den neuen Nobelpreisträger Le Clézio.

 

Ein Plädoyer fürs Grobe

Der Auferstehungsblues reiht sich ein in die Tradition eines politischen, eines allegorischen Theaters, in dem Thesen, Haltungen, Positionen verkörpert werden, nicht komplexe psychische Systeme. THOMAS ROTHSCHILD über Arthur Millers Auferstehungsblues in der Regie von Claudia Bauer am Schauspiel Stuttgart.

 

Unter dem Pflaster liegt das "Sprachsalz"

THOMAS ROTHSCHILD berichtet von dem Literaturfestival aus der Salzstadt Hall, bei Innsbruck.

 

Verstimmte Begräbnis-Violine

WOLFRAM SCHÜTTE über die leider oft genug zu gering geschätzte Kunst der Übersetzung, den Chilenen Luis Harss, der 1967 unter dem Titel “Into the Mainstream: Conversations with Latin American Writers” zehn lateinamerikanische Autoren interviewte und damit so etwas wie einen “Kanon” der Großen konstituierte - und über Rohan Kriwaczeks Buch “Eine unvollständige Geschichte der Begräbnisvioline”.

 

Salut für ein mundiales Unikum

Das deutsche “Lettre” feiert sich, seine 7500 Abonnenten und die 16.000 Käufer des vierteljährlich erscheinenden Periodikums mit einer Jubiläumsausgabe, die mit ihren 250 großformatigen Seiten dem Umfang von drei Taschenbüchern und mit dem Preis von 17,00 Euro zwei Kinokarten entspricht, aber ein Vielfaches an Konsumtionsdauer und gedanklichem und visuellem Vergnügen verspricht. Von WOLFRAM SCHÜTTE

 

Glaube an die Nachwelt

WOLFRAM SCHÜTTE u.a. über den erneut erweiterten Wirtschaftsteil der SZ, der nun ihr Kernstück geworden ist und in dem die Musik spielt, nach der alle anderen Teile (Politik, Sport, Feuilleton) tanzen.

 

Die Preisträger

"Neue Stimmen braucht das Land!", so tönten wir letztes Jahr laut, als wir den Wettbewerb neuer Kritik gemeinsam mit Glanz und Elend ausriefen. Was wollten wir eigentlich? Wir wollten, dass es knistert, wenn von Literaturkritik die Rede war, und nicht, dass man ins Gähnen kam, wir wollten Gewitztheit und keine Routine, wir wollten leidenschaftliche Auseinandersetzung und keinen irgendwie gearteten "Umgang" mit der Materie...

Und wir wurden von vielen interessanten Beiträgen überrascht, herzlichen Dank allen Teilnehmern! TITEL präsentiert hier nun mit den Siegertexten drei ganz ungewöhnliche - aber spannende! - Zugänge zur Literatur und Kultur, mal aus einem klugen Zynismus (Waldscheidt) schöpfend, mal von dem Hochstand der Philosophie herunter (Steinhaus) und mal mit rotzfrechen Rhetorikkünsten prahlend (Boson). Lassen Sie sich - wie wir es wurden - von dieser Kleinkunst der Kritik überraschen!

 

Literarische Spaziergänge in Berlin

Auf www.literaturport.de zeigen Autoren neuerdings „ihr“ Berlin in Text und Bild zum Nachgehen. Unter anderem sind Tanja Dückers und Kristof Magnusson mit von der Stadtpartie mit dem Titel „Literatouren“. In wenigen Tagen folgt Judith Hermann. Von LUTZ STEINBRÜCK

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